In Trüberbrook ist leider nciht alles Gold was glänzt. Zwar hat man hier eine komplett neue Technik angewendet um Szenen zu erschaffen die noch intensiver auf den Zuschauer wirken, allerdings sind es nicht sehr viele Szenen. Wir treffen leider nicht den Stil an, den man erwarten würde, wenn man erfährt welcher Aufwand hier getrieben wurde. Die Optik ist selbstredend nicht schlecht, das Spiel ist gut gemacht, aber davon das alle Szenen die gezeigt werden im echten Leben als Modelle gebaut wurden, sieht man weniger. Wir hatten Eingangs eher mit ein bisschen mehr künstlerischem Stil gerechnet. Ein bisschen in Richtung Wallace und Grommit vielleicht. Natürlich sind das himmelweite Unterschiede und so kommt der Stil der hier verwendet wurde nur dürftig rüber.
Erzählerisch ist Trüberbrook leider auch nicht ganz auf der Höhe, vor allem was die Länge der Geschichte angeht. Wir erwarten in der Regel bei einem Point´n´klick Adventure eine gewisse Spielzeit. Der Hersteller gibt hier 7-10 Stunden an. In der Praxis war ich persönlich, mit der Aufzeichnung eines Let´s Plays und viel gelaber zwischendurch in knapp unter 5 Stunden durch. In der Praxis dürfte das dann wohl eher einer Spieldauer von ca. 4 Stunden entsprechen.
Das zeichnet für mich an dieser Stelle nicht unbedingt ein positives Bild vom Spiel. Sicherlich der günstige Anschaffungspreis und die bedrückende Stimmung machen wirklich etwas her, aber die Spielzeit und die recht einfach Rätsel stellen uns nicht sonderlich vor eine Aufgabe, was aber vielleicht auch daran liegen mag das ich persönlich Point´n´click Adventure bereits in früher Zeit geliebt habe und die meisten Tricks des Genres kenne, die einen vor Probleme stellen können.
Jedenfalls ist die Stimmung in Trüberbrook durchaus etwas besonderes, aber als „bestes deutsches Spiel“ würde ich das Spiel nicht bezeichnen wollen, ich will doch hoffen das Deutschland noch mehr zu bieten hat.