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Dying Light: The Beast – Brutaler, blutiger — und unheimlicher als je zuvor

Auf der Gamescom 2025 konnte ich Dying Light: The Beast endlich selbst anspielen: eine ca. 15-minütige Demo, die mitten in der Kampagne einsetzte. Die Szenerie war perfekt gewählt – Techlands Stand war als „Castor Woods Tourism Center“ inszeniert, fast wie ein amerikanisches Ferienlager mit Souvenir-Shop, gruseligen Schaukästen, einer beachtlich schaurig-schönen Statue eines mutierten Zombies und einer Fotobox, die für Besucher ein besonders eindrucksvolles Andenken bereitstellte. Das stimmungsvolle Booth-Design machte den Messebesuch selbst zu einem kleinen Erlebnis.

Die Mission

Die Demo begann mit einem Auftrag: zu einem alten Brunnen in der Stadt gehen, das Areal von Infizierten säubern und nach Hinweisen zum Verbleib verschwundener Männer suchen. Vor Ort patrouillierten verschiedene Zombievarianten — von den langsamen Standard-Horden bis hin zu einem drei Meter hohen Brocken, der sofort das Tempo der Auseinandersetzung bestimmte. Das Kampferlebnis ist gnadenlos unmittelbar: Unterschiedliche Waffentypen verhalten sich merklich unterschiedlich, und der Treffpunkt ist entscheidend. Mit einem Eisenrohr zertrümmerte ich einem Infizierten den Schädel — er platzte auf wie eine reife Tomate und legte blutige Gehirnmasse frei.

Bei einem anderen Zombie traf ich den Kiefer, was zu einem Kieferbruch führte und den Kiefer nur noch an Fetzen Muskelfasern herunter hängen ließ. Mit der Machete hat man wiederum ein ganz anderes Spielgefühl, da man bereits mit einem Hieb Gliedmaßen abtrennen kann. Jede Waffe fühlt sich anders an, sowohl vom Trefferfeedback, als auch von der Wuchtigkeit. Zudem sind von Anfang an Schusswaffen vorhanden, was gerade bei Dying Light 2 von vielen Fans bemängelt wurde. Eines steht schon jetzt fest: Dying Light: The Beast wird für Splatter-Fans ein Festmahl.

Beast Mode & Gameplay-Loop

Neu und spielbestimmend ist die Beast-Mechanik: Crane kann kurzzeitig in einen Zustand der Raserei verfallen — der Bildschirm färbt sich rot, Crane wird schneller, stärker und führt gnadenlose, waffenlose Finisher aus. Er reißt den Zombies die Köpfe ab, hämmert seine Faus durch die Brust, wie in Mortal Kombat und holt das Herz heraus und noch vieles mehr. In diesem Modus wirken selbst die riesigen Brocken wie Spielzeug. Daneben bleibt viel Vertrautes: Parkour, Crafting, verschiedene Waffengattungen und ein üppiger Skilltree, der verschiedene Spielstile erlaubt. Techland kombiniert so die klassische Parkour-Survival-DNA mit einer Power-Fantasy-Komponente

Story, die sich entfaltet

Am Brunnen wartete nicht nur eine Zombiehorde, sondern auch die grausame Wahrheit: Die Männer meines Auftraggebers lagen tot am Boden, mit einer unheilvollen Warnung auf der Brust. Dieser Moment zeigt, dass The Beast die Story nicht nur in Zwischensequenzen erzählt, sondern nahtlos in die Quests einbettet. Hier entsteht echtes Storytelling – Quest für Quest entfaltet sich ein Netz aus Andeutungen und Enthüllungen.

Nacht & Monster: die echten Jäger

Die Night-Mechanik ist wieder zentral: bei Einbruch der Dunkelheit werden die stärkeren, nachtaktiven Gegner aktiv — die bekannten Volatiles kehren als die tödlichen Jäger der Nacht zurück und setzen das Spiel in echte Überlebens-Hochspannung. Wenn Volatiles dich sehen, beginnt eine Hetzjagd, bei der wegrennen, verstecken oder cleveres Parkour-Spiel oft die einzige Rettung ist. Techland selbst betont, dass die Nacht in The Beast noch intensiver und dunkler geworden sei — ein Kernelement, das das Franchise einst groß gemacht hat.

Zensur in Deutschland?

Natürlich drängt sich die Frage auf: Wird all das in Deutschland so erscheinen? Sandro Odak, Global PR Lead, erklärte mir im Gespräch, dass man noch in Abstimmung mit der USK sei. Ziel sei eine ähnliche Lösung wie bei Dying Light 2: Zombies bleiben brutal, bei menschlichen Gegnern könnte es Abstriche geben. Wer auf ungeschnittene Splatter-Orgien wie in Dead Island 2 oder Mortal Kombat 1 hofft, muss also möglicherweise schlucken.

Schlechte Nachrichten auch für Sammler: The Beast erscheint zunächst nur digital. Eine Retail-Version ist derzeit nicht geplant.

Ersteinschätzung

Zwar bot die Demo nur einen Tagesabschnitt und eine einzige Quest, doch diese 15 Minuten haben gereicht, um mich absolut in den Bann zu ziehen. Dying Light: The Beast liefert genau das, was Fans erwarten – nur größer, brutaler und wuchtiger. Das neue Schadensmodell hebt den Splatter-Faktor auf ein neues Level, die The-Beast-Mechanik sorgt für frische Power-Fantasy, und das Quest-Design deutet eine packende Geschichte an.

Mein Fazit: Wer Dying Light geliebt hat, bekommt hier den ultimativen Nachfolger. Für Splatterfans ein Fest – für Fans der Serie ein Pflichtkauf.

Über Egor Sommer 1516 Artikel
Lange Zeit bei Playstation-Choice.de mitgewirkt und nun als Freelancer bei Gamolution.de tätig. Ich freue mich darauf euch weiterhin mit Tests, Specials und News rund um die Gaming-Welt zu informieren.
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