
Ein neuer Leak sorgt derzeit für heftige Diskussionen in der Gaming-Community. Internen Zahlen zufolge sollen die beiden RPG-Ableger Assassin’s Creed Odyssey und Assassin’s Creed Valhalla zusammen mehr als 200 Millionen Euro allein durch Mikrotransaktionen erwirtschaftet haben. Die Daten werfen ein Schlaglicht auf die kontroversen „Time Saver“-Pakete in Singleplayer-Spielen.
Obwohl Ubisoft als Publisher derzeit vor einem radikalen Umbruch steht, scheinen die älteren Titel der Meuchelmörder-Saga weiterhin eine Goldgrube zu sein. Die nun aufgetauchten Zahlen geben einen seltenen Einblick in die Struktur der In-Game-Käufe und zeigen, wofür Fans ihr Geld am liebsten ausgeben.
Die Zahlen im Detail: Zeitersparnis vs. Optik
Laut den geleakten Dokumenten teilt sich der Umsatz wie folgt auf die beiden Spiele auf:
Assassin’s Creed Odyssey (ca. 94 Millionen Euro) Der griechische Ableger setzte massiv auf sogenannte „Time Savers“.
- Rund 47 Millionen Euro – also fast die Hälfte – sollen auf XP-Booster, Crafting-Materialien, Schatzkarten und zusätzliche Drachmae entfallen sein.
- Der Rest floss in kosmetische Pakete wie Ausrüstungs-Sets und Reittiere.
Assassin’s Creed Valhalla (ca. 112 Millionen Euro) Das Wikinger-Epos übertraf Odyssey noch einmal deutlich. Hier zeigt sich jedoch ein Trendwechsel:
- Bei Valhalla bildete der kosmetische Bereich mit rund 77 Millionen Euro den größten Anteil. In zwei Jahren wurden fast fünfzig verschiedene Pakete veröffentlicht.
- Die Einnahmen durch XP-Booster und Fortschrittshilfen blieben mit etwa 35 Millionen Euro ebenfalls ein stabiler Posten, fielen aber geringer aus als beim Vorgänger.
According to a recent leak, the Assassin's Creed RPG games seemingly make ~100 Million Euros in microtransactions:
— Access The Animus (@AccessTheAnimus) January 23, 2026
🔵 Assassin's Creed Odyssey: 94 M€
🟢 Assassin's Creed Valhalla: 112 M€
More specifically (Breakdown 👇):
🔵 Assassin's Creed Odyssey (94 M€)
🔶 Time Savers… pic.twitter.com/eTjEPk7lJ6
Designentscheidung oder Profitgier?
Kritik kommt vor allem deshalb auf, weil der Leak nahelegt, dass das Gamedesign bewusst beeinflusst wurde. Hohe Anforderungen an Erfahrungspunkte und langwierige Fortschrittsphasen („Grinding“) erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Spielende zu kostenpflichtigen Boostern greifen.
Diese Strategie scheint für Ubisoft finanziell voll aufgegangen zu sein, sorgt aber langfristig für Unmut bei den Fans. Besonders im Hinblick auf den kommenden Animus Hub (ehemals Project Infinity) befürchten viele, dass diese Form der Monetarisierung in künftigen Titeln wie Assassin’s Creed Shadows noch stärker verankert wird.
Fazit: Mikrotransaktionen als tragende Säule
Auch wenn es sich bei den Zahlen um ein Gerücht handelt, decken sie sich mit früheren Aussagen von Ubisoft zur Bedeutung der „Live Service“-Elemente. Mit über 100 Millionen Euro Umsatz pro Titel allein durch digitale Kleinstbeträge ist klar, warum das Unternehmen trotz öffentlicher Kritik an diesem Kurs festhält.
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