Nerdiger Jugendlicher beim Call of Duty zocken im dunklen Zimmer

Gamolutions FAQ: Wer testet eigentlich Spiele

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Wer testet eigentlich Spiele und wie wird man Spieletester?

Business Menschen in Anzügen im Büro
Spieletester… klingt nach einem Traumjob aber wir wolleng enau an dieser Stelle mal einige Fragen klären die uns oft gestellt werden und vor allem damit aufräumen was in letzter Zeit leider sehr oft passiert. Auch die Frage wer eigentlich die Menschen hinter den Bewertungen von Spielen sind, ist durchaus interessant, denn die Frage wer testet eigentlich Spiele ist durchaus auch interessant. Es gibt nämlich vor allem mehrere gruppen an Menschen die Spiele testen, dabei gibt es unterschiedliche Arten und Weisen wie man das tu kann und vor allem wie Bewertungen zustande kommen. Damit ihr in Zukunft mitreden könnt und wisst was eigentlich hinter einem Spielemagazin steckt, erklären wir euch gerne wie man Spieletester wird. Wir haben dafür einiges an Fakten zusammengetragen das wir in langjähriger Erfahrung unter anderem von Messen und PR Gesrpächen mitgenommen haben. Ihr wärt überrascht wie schnell es manchmal gehen kann und wie schwer es dann am Ende trotzdem sein wird. Aus diesem grund erkläre ich euch erstmal wie Gamolution entstanden ist.

Die Geschichte von Gamolution.de

Für Alle Diejenigen die mich noch nicht kennen, mein Name ist Frank. Ich bin gelernter Chemiefacharbeiter und entstamme dem schönen Jahrgang 1979, bin also mehr oder minder bereits ein alter Hase im Gaming Geschäft. Ich habe bereits die ersten Heimcomputer besessen und darf behaupten das ich nahezu alles was es an Computern und Konsolen gegeben hat, besessen und genutzt habe. Es war immer ein Hobby für mich zu zocken, ohne Ausnahme. Als ich jedoch eines Tages meinen Job verloren hatte und sich nicht so recht eine Besserung einstellen wollte habe ich angefangen zu bloggen. Erst nur persönlich, später immer öfter mit meiner persönlichen Meinung zu den verschiedensten Produkten, weil mich viele Dinge einfach aufgeregt haben.

Verpackungen die doppelt so groß waren wie ihr Inhalt, Produkte die als neu und gesund beworben wurden, am Ende aber nichts anderes waren als Neuauflagen mit mehr Zucker und Dinge die von Anfang an schon kaputt gehen mussten, bevor sie eigentlich richtig genutzt worden sind. Gerade wenn man als Arbeitsloser auf jeden Cent achten muss ist das natürlich immer ärgerlich und im Netz habe ich damals, das ist jetzt ca 12 Jahre her angefangen meinem Unmut luft zu machen. Das hat einigen Firmen sehr gut gefallen, weil viele Menschen mir folgten und ich bekam Testangebote. Mal waren es Bäcker mit Online Shop, dann neue Getränke, Energy Drinks, Putzmittel, Hygieneartikel, Kleidung und vieles vieles mehr. ehe ich es mich versah war ich mitten drin inder groen Produkttestwelle, was auch gut 2 Jahre lang verdammt gut lief. Irgendwann ebbte aber diese PR Methode ab und der große Trend begann rückläufig zu werden.

Ich besann mich damals meiner Leidenschaft dem zocken. Da ich von damals noch eine recht gute Reputation mitgebracht hatte und viele Kontakte sowie erste Gaming Artikel bereits auf meiner Seite hatte viel es mir recht einfach eine eigene Gamingseite aufzubauen, Playstation Choice. Damit war meine erste Gaming Website mit dem Themenschwerpunkt auf Sonys Konsolen geboren. Es lief gut, aber wir wollten nicht bei Playstation alleine bleiben, also haben wir 2019 den Namenswechsel gewagt und wurden zu Gamolution.de, der Seite die ihr heute kennt. Zwischendrin gab es tausende Gespräche mit PR Leuten, Zehntausende E-Mails, hunderte persönliche Treffen, Messebesuche, tausende Nachtschichten und Lernkurse und vieles mehr. In Gamolution.de stecken also locker 8-10 Jahr intensiver arbeit und Kontaktpflege… und das alles für eine Leidenschaft, ein Hobby…

Ich für meinen Teil habe also den harten Weg gewählt und alles selbst aufgebaut und gelernt.

Bild eines Laptops auf dem ein Content Managment System geöffnet ist
Wer testet eigentlich Spiele?

Es gibt, wie am Anfang bereits erwähnt, 2 Klassen von Spieletestern. Einmal sind das die professionellen Spieletester, die direkt bei den Entwicklern, oder bei Testunternehmen, beschäftigt sind. Dieser Schlag von Menschen bekommt Spiele, die noch in der Entwicklung sind in dei Finger und muss diese auf Fehler prüfen, damit die Entwickler genau diese Fehler ausmerzen können. Von diesen Personen werdet ihr in der Regel aber nichts hören, sehen und/oder lesen, vielleicht im Bestfall nach der Veröffentlichung eines Spieles. Das liegt natürlich daran das diese Menschen in der Regel Verträge haben, die sie zum stillschweigen verpflichten und mit hohen Vertragsstrafen drohen, sollte etwas nach außen geraten. Das will natürlich keiner.

Der Zweite Schlag Menschen sind die, die bei einem Spielemagazin arbeiten. Das können zum einen natürlich gelernte Journalisten sein, Redakteure mit langjähriger Berufserfahrung, aber bei den meisten kleinen, bis mittleren Webseiten sind es eher klassische Quereinsteiger, wie Du und Ich. Natürlich beschäftigen große Unternehmen wie Gamestar, PC-Games und co. bevorzugt Journalisten und Profis, die ihren Job beherrschen, aber die kleineren Magazine, die vielleicht erst groß geworden sind, wie Spieletipps.de, DLH, 4Players oder eben wir bei Gamolution beschäftigen in der Regel hauptsächlich Gamer. Aus diesem Grund gibt es auch bei uns deutlich kritischere und ehrlichere Rezensionen, mit dem Nachteil das wir uns natürlich auch unsere Lieblinge suchen und gerade bei nicht gelernten Semi-Profis natürlich auch mal der Fanboy oder das Fangirl durchschlagen können. Bei mir persönlich ist das bei Genshin Impact der Fall.

Grundlegend sind Spieletester aber keine Menschen, die in irgendeiner Form etwas besonderes gelernt haben müssen. Man muss kein Profi sein um ein Spiel testen zu können. Die Voraussetzungen um Spieletester zu werden sind sogar recht einfach und um die soll es im nächsten Abschnitt gehen.

Nerdiger Jugendlicher beim Call of Duty zocken im dunklen Zimmer

Wie kann ich Spieletester werden?

Diese Frage ist eigentlich recht einfach beantwortet. Man muss sich bewerben. Eine gute Bewerbung für einen Spieletester ist in der Regel zwanglos und formlos möglich, da deine Schulausbildung oder deine Berufsausbildung wenig interessant sind. Klar als gelernter Germanistiker, Deutschlehrer, Englischlehrer, PR Profi, Journalist oder einer Ausbildung in ähnlichen Bereichen ist es durchaus wichtig das zu erwähnen, aber grundlegend ist es, zum Beispiel bei uns, vollkommen egal ob du auf dem Bau Pflastersteine sortierst, du Fahrlehrer bist, Autos baust oder in deiner Freizeit astrophysischen Phänomenen auf den Grund gehst, solange du Gamer bist.

Der klassische Gamer ist allerdings nicht der FIFA und COD Zocker der sich andere Spiele nur mal anschaut, sondern die Art von gamer die etwas schwieriger zu finden ist. Du solltest grundlegend kein extremer Fanboy einzelner Plattformen sein. Alleine der Begriff PC-Masterrace disqualifiziert dich schon, es sei denn er wird für redaktionelle Zwecke zur provokation oder eben als Stilmittel genutzt. Aber eine Bewerbung die den Satz “…ich gehöre zur PC Masterrace…” enthält landet sowieso sofort im Papierkorb. Wir sehen uns in der Regel als Zocker auf allen Plattformen. Du musst natürlich nicht alle besitzen und dich mit allen auskennen, aber Hate und Schlechtreden oder dergleichen sind sehr ungern gesehen.

Dazu sollte man grundlegend interesse an allen Spielen mitbringen und nicht nur an einem oder zwei Titeln. Als Spieletester kommt man in Berührung mit vielen Genres und vor allem auch vielen verschiedenen Spielen, Das sind in der Regel aktuelle AAA Titel aber genauso auch Indietitel, Pixelgames und unbeliebtere Genres wie z.B. Visual Novels und dergleichen. Man sollte immer in der Lage sein einem Spiel oder Genre gegenüber aufgeschlossen und objektiv zu begegnen und zielgruppengerecht zu betrachten. Ich für meinen Teil mag zum Beispiel Jump´n´run Games sehr, bereits seit meiner frühen Jugend, aber ein Spongebob Schwammkopf, Hello Kitty oder Paw Patrol Spiel sind schon wirklich, wirklich schwer für Erwachsene Menschen zu spielen. Dennoch müssen auch solche Titel bewertet werden.

Ist man sich nun sicher das man als Spieltester geeignet ist, kann man sich einfach per E-Mail bewerben. Manche Seiten bieten offizielle Bewerbungsformulare an, andere erweiterte Bewerbungsseiten, wieder andere wollen gleich einen Beispielartikel. Bei uns könntet ihr euch einfach zwanglos mit einer E-Mail an unsere Redaktion oder über unser Kontaktformular bewerben, alle weiteren Infos und Rückfragen erhaltet ihr dann per Mail. In eurer Bewerbung solltet ihr idealerweise erwähnen wer ihr seid, wie alt, woher und welche Spieleplattformen ihr bestitzt und/oder kennt, wie lange und was eure Lieblingsspiele bzw. Genres sind. Habt ihr dazu eine besondere Verbindung zu irgendeiner Community wie z.B. E-Sports, Cosplay oder diversen Maker Communitys kann das nur hilfreich sein!


Was sind die Aufgaben eines Spieletesters?

Der Arbeitsalltag eines Spieltesters, in einem freien Magazin, wie Gamolution.de, besteht in der Regel aus verschiedenen Aufgaben. Natürlich ist das ganz ähnlich zu professionellen und gewerblichen Magazinen, aber meist läuft es überall etwas unterschiedlich ab. Wir reden hier von ernst gemeinten Magazinen in denen Alle mitarbeiten und die das Ziel haben vor allem Gamer wie dich oder mich zu informieren und zu inspirieren!

Natürlich gehört das testen von Spielen zu den Aufgaben eines Spieletesters. Hierzu sage ich persönlich immer das ein Spiel zumindest so lange gespielt werden muss bis man sich ein detailliertes Urteil bilden kann. Das kann je nach Genre und Spiel unterschiedlich sein. Als Beispiel könnte der Test von Tetris in ca. 15-30 Minuten beendet sein, während ein Witcher 3 Test sicherlich mindestens 12-24 Spielstunden dauern dürfte um zumindest eine Ahnung vom Verlauf des Spieles, den Mechaniken und den Möglichkeiten zu erhalten. Ein Need for Speed oder Forza Horizon dürfte in der Regel wieder schnell gemacht sein, gerade NFS kann man ja meist storytechnisch genauso schnell beenden wie eine Call of Duty Story, was in dem Fall auch Sinn macht, sich die 6-12 Stunden zu nehmen. Als erfahrener COD Fan kann man die neuen Multipayerteile des Spieles sicherlich auch in wenigen Spielstunden bereits ausgiebig bewerten. Spiele müssen also nicht zwangsweise komplett durchgespielt werden, meist drängt ja auch die Zeit ein wenig.

Ein paar Notizen nebenbei, vielleicht noch ei paar Details zum Studio, dem Publisher und den Teilen davor notieren und der Artikel kann geschrieben werden. Dazu ein paar Screenshots, entweder selbst gemacht oder aus offiziellen Quellen und in ca. 30-45 Minuten ist ein erfahrener Autor fertig mit dem Spieletest. Aber das ist in der Regel noch lange nicht alles was zu den Aufgaben von Spieletestern gehört, denn redaktionelle Arbeit ist ebenfalls ein Teil der Stelle. Das bedeutet das man sich schon um Kommentare, Anregungen und Fehler in seinen Artikeln kümmern sollte, genauso das erstellen von News und/oder Kolumnen gehört zu den Aufgaben eines Testers. Ebenfalls der Kontakt mit der Redaktion und den anderen Teammitgliedern sowie ein gewisses Maß an Eigeninitiative sind die Grundvoraussetzung.

Wir pflegen zum Beispiel eine Releaseliste die als Cloud Dokument alle Details zu Releases, Plattformen und Bearbeitern des jeweiligen Titels dokumentiert. Hier macht es natürlich Sinn einen neuen Spieletitel einzupflegen wenn man sieht das dieser fehlt, oder gerade erst angekündigt worden ist, oder Fehler in der Liste auftauchen, wie z.B. die falsche Plattform oder der falsche Publisher. In der Regel, so kann ich zumindest nur von uns reden, erwarte ich von jedem Autoren pro Woche 3-5 News Artikel, das sollte maximal eine Stunde arbeit sein, sowie zeitnahe Tests und vor allem eine zeitnahe Reaktion auf Testanfragen. Bedeutet wenn man bei uns Spieletester wird und, je nach aktueller Teamgröße 2-6 Spiele im Monat erhält hat man vielleicht 10 Stunden arbeit im Monat plus ein wenig Recherche, sagen wir wir kommen auf maximal 2 Arbeitstage inkl. Pausen, bei komplett freier Zeiteinteilung. Bei 6 Spielen für 15 Stunden arbeit könnt ihr euch leicht selbst ausrechnen das der Stundenlohn umgerechnet verdammt hoch ausfällt. Bei einem Schnittpreis von 40€ für ein Spiel wären wir bei 240€ Gegenwert für 15 Stunden arbeit, oder umgerechnet 16€/Stunde.

Gerade kleine Magazine wie Gamolution verdienen in der Regel kein Geld oder maximal minimale Beträge durch Affiliate Marketing. Ich kann euch hier zum Beispiel verraten das es, vor allem in den letzten 2 Jahren mit der Pandemie, bei uns nicht einmal gereicht hat um die laufenden Kosten zu decken. Ich war sogar gewzungen gebuchte Werbemaßnahmen einzustampfen, was natürlich nicht besonders positiv geendet hat und für viel mehr Stress gesorgt hat. ich würde gerne jeden Autoren auf meiner Seite bezahlen und das auch gerne sehr gut, alleine damit ihr alle grundsätzlich motiviert und glücklich seid, aber solange wir noch zu den kleineren Magazinen gehören ist das natürlich nicht möglich. Würde ich alle Einnahmen fair aufteilen und wir sind derzeit nur 3 Leute bei Gamolution, dann könnte sich keiner auch nur ein Spiel davon kaufen, es sei denn einen Random Steam Key… das könnte klappen… LoL

Stilistisches Foto einer sehr alten Schreibmaschine aus dem Hause Royal

Wo soll ich als Spieletester anfangen?

Also am besten natürlich bei uns, Kontakt geht direkt übers Kontaktformular

Aber sind wir mal ehrlich, die wenigsten haben wirklich Erfahrung in diesem Mettier, aus diesem grund macht es natürlich Sinn in einem kleinen Magazin anzufangen und dort erst einmal ein bis zwei Jahre Erfahrung zu sammeln. Hat man sich die Grundlagen angeeignet und vor allem gute Artikel geschrieben, kann man sich mit dieser Reputation sehr gut bei größeren Magazinen und Webseiten bewerben. Der Vorteil des Karrierestarts in einem kleinen magazin ist natürlich das man in der Regel ein Konkurrenzloses Team hat. Bei uns kann ich z.B. sagen das wir bei uns nie gegeneinander gearbeitet haben, sondern immer miteinander. Hier hat Jeder Jedem geholfen, Erfahrungen weitergegeben, Tipps gegeben, Gegengelesen und all diese Sachen.

Bei einem großen Magazin gibt es in der Regel diese Chancen nicht. Dort hilft man den Autoren vielleicht ein oder zwei Mal und sucht sich dann Neue Redakteure, die keien Probleme bereiten, auf der Straße gibt es genug Journalisten die sofort bereit sind anzufangen. Bei einer kleinen Seite wie Gamolution dürft ihr mehr Support erwarten, das man euch trägt, verbessert und ausbildet. Außerdem habt ihr hier ein Team das euch in der Regel auch mal den Vortritt lässt. Sprich bei einem Magazin wie Gamestart z.B. wird Jeder versuchen an die besten Titel zu kommen. Bei uns kann man mit den Kollegen reden und sich Absprechen. Ich habe selsbt einmal für ein größeres Magazin gearbeitet, bzw. hatte es vor, habe es aber nie getan, weil mir das Konzept von Anfang an nicht gefallen hat.

Meine Erfahrung war das ich Newsartikel schreiben sollte, die dann in ein Lektorat gegangen sind. Sind sie dort für gut befunden worden ging es weiter in die Redaktionsliste, wo sich ein fest angestellter Redakteur den besten Newsartikel zum Thema rausgesucht und veröffentlich hat. Bezahlt werden sollte etwas über 1€ für jeden veröffentlichten News Artikel. Nun stand aber ja von vornherein nicht einmal fest das meine Artikel überhaupt veröffentlicht werden würden. Hinzu kam das Spieletests in einem Google Kalender eingetragen werden sollten. Jeder der Interesse an einem Spiel hatte konnte dort Releasedaten und Interesse vermerken. Bei jedem Spiel für die nächsten 2 Jahre waren bereits mindestens 10 bis 20 Autoren vorgemerkt… da habe ich von vornherein keinen Sinn drin gesehen. Es war scheinbar auch eine gute Entscheidung denn es hat nach meiner Anmeldung auf dieser Seite nicht lange gedauert bis ein Hck dafür gesorgt hat das meine dortigen Daten komplett geleaked wurden.

goldener Hammer eines Richters als Dekorationsobjekt für den Jouristenschreibtisch

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Spieletester?

Das ist abschließend natürlich eine der wichtigsten Kategorieen, denn Rechte & Pflichten sind grundlegende Dinge. Als Spieletester habe ich natürlich das Recht ein Spiel zum testen zu bekommen. Dieses Spiel ist zwar nicht mein Eigentum, verbleibt aber als “Dauerleihgabe” beim jeweiligen Tester. Das bedeutet das ihr ein Spiel oder Hardware grundsätzlich behalten dürft, ihr habt lediglich nicht das Recht dieses zu verkaufen, deshalb “Dauerleihgabe”. Ihr müsst theoretisch immer in der Lage sein, auf Nachfrage das Muster nachweisen zu können und/oder zurückzugeben. Diese Forderung ist allerdings bei uns, in mehr als 10 Jahren nur einmal aufgetreten und das wegen strafrechtlichem Verhalten. Hier hatte ein Autor Texte fast komplett kopiert, was für uns zu enormen Schwierigkeiten mit einer gewerblichen großen Redaktion geführt hat. Ein solches Verhalten kann sehr sehr teuer werden. Die Reaktion war einfach und leicht, der Autor ist sofort rausgeflogen und musste die entsprechenden Spielemuster, es handelte sich damals um 2 Spiele, sofort zurückgeben.

Die Reviews musste ich selbst dann natürlich zeitnah neu machen, was ordentlicher Stress war, denn ich suche mr ja keine Autoren um alle Spiele dennoch selbst zu reviewen. Aus diesem Grund unterschreibt bei uns auch jeder Autor einen haftungsauschluss mit dem Derjenige bestätigt das alle Texte und Bilder aus eigener Verantwortung gemacht worden sind und die Urheberrechte an uns übertragen werden. Damit verpflichtet sich Jeder Redakteur seit diesem Zeitpunkt seine eigene Suppe auszulöffeln, falls es mal zu Problemen kommt die schuldhaft verursacht worden sind. Sprich geklaute Screenshots anderer Magazine, kopierte Texte, Urheberrechtsverletzungen und so weiter werden von jedem selbst getragen, weil ich es nicht kann. Ich könnte für Niemanden eine Geldstrafe bezahlen, die meist mehrere tausend Euro hoch ist.

Was wir bei Gamolution als Rechte darüber hinaus bieten…

Bei uns, und da kann ich absolut nur von uns reden, denn ich sehe immer zu das meine Redakteure auch gewisse Rechte haben, nicht wie viele andere Seiten, habt ihr diverse Vorteile. Je nach Eignung und Zugehörigkeitszeit bei uns habt ihr natürlich das Anrecht auf Presseakkreditierungen. Das bedeutet ihr wollt zum Beispiel zur Gamescom? Kein Thema, Ihr wollt zur CES? kein Problem, wir übernehmen zwar keine Reisekosten, aber wenn möglich akkreditieren wir euch gerne für Events und Messen. Das kann zwar nicht immer garantiert werden, aber wir tun unser Bestes euch da rein zu bekommen wenn ihr das wollt. Natürlich erwarten wir dann Fotos und Artikel über die Inhalte und Neuigkeiten.

Ihr habt natürlich auch das Recht auf regelmäßige Spieletests und da bin ich ehrlich habe ich schon oft genug den Vorzug einem Redakteur gegeben und mir selbst das Spiel lieber selbst gekauft als meine Redakteure immer wieder zu enttäuschen. Genauso verhlt es sich mit Hardware, ihr braucht was? Sagt mir Bescheid, ich organisiere das soweit möglich oder kann euch oftmals auch Muster aus vergangenen Tests anbieten. Ebenso verhält es sich aber auch mit Software. Je nachdem was notwendig ist und wieviel es kostet kann man auch darüber reden, euer Einkommen soll grundsätzlich kein Grund sein bei uns nicht mit zu arbeiten. Die generellen Richtlinien für die Mitarbeit sind dafür aber auch recht kurz gefasst. Wer bei uns mitarbeiten will hat lediglich einen vernünftigen Job zu erledigen und sich an kleine Einschränkungen zu halten, alles Andere kann frei eingeteilt und frei gestaltet werden.

Genauso habt ihr das bei Gamolution das Recht auf Privatleben. Damit meine ich nicht das ihr bei anderen Magazinen überwacht werdet oder sowas, aber wenn ihr mal keine Zeit habt, die geforderten 3-5 News einzureichen, weil meinetwegen die Arbeitsschichten drängen und am Wochende ein feuchtfröhlicher Geburtstag ist, dann ist das halt mal so. Da erwarte ich als Pflicht, lediglich das man Bescheid gibt das man ein paar Tage nicht erreichbar ist, aber Privatleben geht drungsätzlich vor. Es kann ja auch mal vorkommen das man es mit testen übertrieben hat und der Partner es verlangt das man mal eine Woche kürzer tritt oder man in Urlaub fahren will… einfach Bescheid geben und gut ist. Eventuelle Test werden in dieser Zeit dann allerdings anderweitig vergeben.

In guten Jahren, ich muss das leider so schreiben, weil die letzten 2 Jahre dank Corona leider nicht gut waren, habe ich auch immer Weihnachtspräsente, Osterkörbchen und Geburtstagsgeschenke verschickt um allen Autoren und Redakteuren, meine Wertschätzung zu zeigen. Dabei habe ich mir sogar die Mühre gemacht darauf zu achten das die gesamte Familie was davon hat. Ihr seht, bei uns läuft alles sehr fammiliär und freundschaftlich ab,g wenier gewerblich. Dafür wird lediglich erwartet das man seinen Job zuverlässig und gut erfüllt.

Natürlich habt ihr dann auch das Recht zu einem anderen Magazin zu wechseln, eventuell sogar zurückzukommen falls es euch nicht gefällt. Das ist eben Gamolution. Wir würden euch jederzeit ein entsprechendes Empfehlungsschreiben ausstellen, weil wir unser gutes Personal durchaus mögen und ihnen nur das Beste wünschen. Reisende soll man nicht aufhalten, wir erwarten aber das ihr euch an eure Zusagen haltet wie z.B. “ich bleibe dieses Jahr auf jeden Fall bei euch”, oder “Ja die Gamescom mache ich gerne für Gamolution”.