
Production Director Drew Stevens von Rare äußert sich zur massiven Entlassungswelle bei Microsoft und bat Fans um Verständnis – denn die Folgen der Sparmaßnahmen würden jeden im Studio treffen.
Microsoft hatte im Juli über 9.100 Mitarbeiter aus allen Bereichen entlassen, darunter Entwickler bei ZeniMax Online Studios, King und dem Perfect Dark-Team. Die Entscheidung, Everwild zu kippen, fiel im Zuge dieser Umstrukturierung – ein Schlag für alle, die über Jahre an dem Natur-Abenteuer gearbeitet haben.
Everwild war erstmals 2019 im Rahmen der XO19-Präsentation vorgestellt worden, nach mehreren Entwicklungs-Reboots blieb es jedoch weitgehend verschwunden. Berichten zufolge begann ein kompletter Neustart schon 2021, doch trotz positiver Äußerungen von Xbox-Chef Phil Spencer blieb greifbarer Fortschritt aus. Nun ist das Projekt offiziell Geschichte.
„Es wäre seltsam, direkt mit unseren üblichen Updates zu beginnen, ohne die Nachricht anzusprechen, dass wir die Entwicklung von Everwild hier bei Rare eingestellt haben“, erklärte Stevens. Er betonte, dass diese Entscheidung Sea of Thieves nicht direkt tangiere, dankte aber allen Kolleginnen und Kollegen, deren Stellen gefährdet seien. „Es ist unmöglich, dass so etwas nicht das gesamte Studio erschüttert und uns alle auf die eine oder andere Weise betrifft. Also habt bitte etwas Nachsicht mit uns.“
Trotz des Schocks bleibt Rare fest entschlossen, Sea of Thieves weiter auszubauen. Aktuell arbeiten die Entwickler an neuen Sichtfeld-Optionen, einer kohärenteren Saisonstruktur und langfristigen Features statt rascher Einzel-Updates. Für Saison 17 kündigte das Team einen Neustart an, Saison 18 soll erstmals den überarbeiteten „Devil’s Roar“-Archipel präsentieren. Zudem sind kostenpflichtige Custom-Server für Anfang 2026 geplant.
Auch nach diesem Rückschlag verspricht Rare Fans einen mehrjährigen Plan für sein Piraten-Abenteuer und bedankt sich für die Welle an Unterstützung. Während Everwild künftig in die Geschichtsbücher eingeht, segelt Sea of Thieves weiter – wenn auch auf neuen Kursen.
Quelle: Gamesradar
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