
Das Survival-Genre bekommt Zuwachs – und zwar mit einem Spiel, das Minecraft, Half-Life und Rust in einen Mixer wirft und auf „wissenschaftlich unkorrekt“ stellt. Abiotic Factor ist ab sofort auf Xbox Series X|S, PS5 und PC verfügbar und geht direkt mit Crossplay und Zugang via Game Pass und PlayStation Plus Extra an den Start.
Statt Holz zu sammeln und Lagerfeuer zu bauen, durchstreifen die Spieler einen unterirdischen Forschungskomplex – bewaffnet mit Bleistiften, Plastikordnern und dem festen Glauben an Improvisation. Denn hier wird nicht geschnitzt, sondern gebastelt: Die Schutzkleidung besteht aus Mülleimern, die Waffen aus Kaffeemaschinen. Willkommen in der Welt des kreativsten Crafting-Systems der letzten Jahre.
Die Story? Nach einem katastrophalen Sicherheitsleck verwandelt sich das Forschungslabor in einen Alptraum. Interdimensionale Monster, ein bizarrer Kult namens The Order und feindlich gesinnte Soldaten jagen die Wissenschaftler durch Büros, Labore und Konferenzräume. Ziel: Überleben. Oder wenigstens eine halbwegs sichere Ecke mit funktionierendem Wasserspender finden.
Dabei geht Abiotic Factor voll auf Koop: Bis zu sechs Spieler können sich zusammenschließen, um sich durch das Chaos zu kämpfen, Artefakte zu sichern und neue Dimensionen zu erforschen. Die sind nicht nur abgefahren gestaltet, sondern bieten auch neue Ressourcen – sofern man das nächste Portal lebend erreicht.
Stilistisch erinnert alles an das 90er-Setting von Half-Life, kombiniert mit der absurden Bastellaune eines Bastlers auf Red Bull. Und wer jetzt denkt, das sei alles etwas zu schräg für das ernste Survival-Genre – willkommen im Club. Denn Abiotic Factor beweist: Survival muss nicht immer Holzfällerhemd und Lagerfeuerromantik bedeuten.
Wer keine Lust mehr auf den hundertsten Baum hat und stattdessen mit selbstgebauter Büro-Rüstung gegen Tentakelmonster kämpfen will, bekommt hier das perfekte Spiel. Abiotic Factor bringt frischen Wind ins Genre – mit Humor, Sci-Fi-Setting und einem Hauch akademischem Wahnsinn.
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