
In der Indie-Games-Branche bahnt sich eine bedeutende Veränderung an: Reforged Studios hat die vollständige Übernahme von Headup bekannt gegeben. Der renommierte deutsche Publisher, bekannt für Hits wie Bridge Constructor, Pumpkin Jack und Super Meat Boy 3D, wird damit Teil einer wachsenden internationalen Gruppe, die sich als „Developer-First“-Plattform versteht.
In Zeiten, in denen unabhängige Entwickler unter zunehmendem Finanzierungsdruck und hartem Wettbewerb stehen, bündeln Reforged und Headup ihre Kräfte. Das Ziel: Eine nachhaltige und stabile Heimat für kreative Studios weltweit zu schaffen, ohne dabei die individuelle Identität der Partner zu gefährden.
Kontinuität und neue strategische Rollen
Für die Fans und Partner von Headup gibt es eine wichtige Entwarnung: Das Team bleibt in seiner jetzigen Form bestehen, und es wird im Zuge der Übernahme keine Entlassungen geben.
- Dieter Schoeller bleibt an Bord: Der Gründer von Headup wird nicht nur weiterhin die Geschicke seines Publishers leiten, sondern übernimmt zusätzlich die Rolle des Chief Publishing Officer auf Konzernebene bei Reforged Studios.
- Fokus auf Kuration: Headup soll weiterhin das tun, was es am besten kann – außergewöhnliche Indie-Perlen entdecken und vermarkten –, nun jedoch mit der Infrastruktur und dem globalen Netzwerk von Reforged im Rücken.
Wer steckt hinter Reforged Studios?
Die Köpfe hinter Reforged sind keine Unbekannten in der Industrie. Das Gründer-Trio vereint jahrzehntelange Erfahrung:
- Peter van der Watt: Ein BAFTA-prämierter Gründer, der zuvor Blazing Griffin zum Erfolg führte.
- Colin Anderson: Ein Veteran der frühen Grand Theft Auto-Tage bei DMA Design (heute Rockstar North), der zudem Stationen bei Epic Games und Denki hinter sich hat.
- Ross Laurie: Ein Technologie-Unternehmer mit Fokus auf digitale Plattformen und Skalierung.
Stimmen zur Übernahme
Peter van der Watt betont, dass es bei dieser Akquisition nicht um eine bloße Konsolidierung geht: „Es geht darum, ein langlebiges Zuhause für ambitionierte unabhängige Schöpfer zu bauen.“
Dieter Schoeller ergänzt: „Es ging nicht darum, wahllos zu wachsen – es ging darum, die richtigen Leute zu finden. Reforged besteht aus Menschen, die Spiele wirklich verstehen. Diese Übereinstimmung erlaubt es uns zu wachsen, ohne das zu verlieren, was Headup so besonders macht.“
Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Headup, das seit fast zwei Jahrzehnten eine feste Größe in der deutschen Games-Landschaft ist, blickt damit in eine gesicherte und international ausgerichtete Zukunft.
Was ist eure Meinung? Glaubt ihr, dass solche Zusammenschlüsse der richtige Weg sind, um kleine Indie-Studios in einem immer härter werdenden Markt zu schützen? Welches Spiel aus dem Headup-Portfolio ist euer absoluter Favorit?
Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Kommentar hinterlassen