
Auf der Gamescom, wo die großen Gaming-Studios mit ihren Blockbustern prahlen, stand ein kleines, leidenschaftliches Team im Rampenlicht. Die vierköpfigen Rizero Studios aus Indonesien waren da, um ihr erstes Spiel vorzustellen: „The Blind Warrior“. Mit einer rohen, aber vielversprechenden Demo im Gepäck suchten sie einen Publisher, der an ihre besondere Vision glaubt.
Von Kolonialherrschaft und einem blinden Helden
Das Spiel ist ein storybasiertes Action-Adventure für Einzelspieler. Es spielt im Java der 1860er-Jahre, einer Zeit, in der die Niederlande das Land besetzten. Die Geschichte dreht sich um den Krieger Barda Mandrawata, der auf einem Rachefeldzug ist und am Ende sein Augenlicht verliert. Als Inspiration diente der berühmte indonesische Comic „Si Buta dari Gua Hantu“ (Der Blinde aus der Geisterhöhle). Wenn es in Spielen wie Ghost of Tsushima um Ehre geht, dann geht es hier um Rache.
Das Gameplay teilt sich in zwei Phasen. Bevor Barda erblindet, kämpft er mit Schwert und Stab. Doch danach ändert sich alles.
Wenn die Dunkelheit zur Stärke wird
Nachdem Barda blind wird, entwickelt er eine Art „Spinnensinn“, den die Entwickler „Blind Sense“ nennen. Mit dieser Fähigkeit sieht er seine Umgebung in einem neuen, einzigartigen Stil. Dieses visuelle System hilft nicht nur beim Kämpfen, sondern auch beim Schleichen, Erkunden und Lösen von Rätseln. Der Kampfstil ist dem authentischen Pencak Silat nachempfunden und bietet leichte und schwere Angriffe, Ausweichen, Parieren und filmreife Finisher.

Das Team hat die Demo in nur 8-9 Monaten fertiggestellt – eine beachtliche Leistung. Mit ihrer Suche nach einem Publisher auf der Gamescom wollen sie nun den nächsten Schritt gehen. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, setzt sich das Spiel schon jetzt auf die Wunschliste.
Inspirationsquellen der Entwickler
Um ihre Vision zu verwirklichen, haben sich die Rizero Studios von bekannten Spielen inspirieren lassen:
- Ghost of Tsushima: Für die Erzählung und emotionale Tiefe.
- Black Myth: Wukong: Für das Kampfsystem und die mythologischen Elemente.
- Hellblade: Senua’s Sacrifice: Für die innere Entwicklung des Charakters und die immersive Art der Erzählung.
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