
Auf der gamescom 2025 durfte ich die Demo von I Hate This Place, inspiriert von der Eisner-nominierten Comicreihe von Kyle Starks und Artyom Topilin, spielen – und ich bin begeistert! Dieses Survival-Horror-Abenteuer aus der Vogelperspektive verspricht, Fans von Stranger Things und klassischem Horror mit seiner Mischung aus düsterer Atmosphäre, Retro-Comic-Ästhetik und innovativen Mechaniken zu fesseln. Als Elena, die mit ihrer Freundin versehentlich die finstere Macht des Horned Man heraufbeschwört, tauchte ich in einen düsteren Dungeon ein, der mich nicht mehr losließ. Hier sind meine Eindrücke von einem Spiel, das Survival-Horror mit 80er-Jahre-Charme und einer Prise schwarzem Humor neu definiert.
Ein Dungeon voller Schrecken
Die Demo führte mich in einen dreistöckigen, atmosphärisch dichten Dungeon, der mit seiner düsteren Stimmung sofort unter die Haut ging. Der Grafikstil ist ein absoluter Hingucker: Knallige Farben, Retro-Flair und eine Prise Camp-Gore vereinen sich zu einem Look, der an die Kultserie Stranger Things erinnert. Besonders genial fand ich die audiovisuelle Darstellung von Geräuschen – ein zentrales Element des Spiels. Beim normalen Laufen erscheint das Wort „Thud“ auf dem Bildschirm; beim Schleichen wird es kleiner, um die reduzierte Geräuschkulisse zu zeigen. In einer Welt, in der viele Gegner dich per Sound orten, ist diese Mechanik nicht nur clever, sondern überlebenswichtig. Laufen wir über Glas dann sehen und hören wir ein „Crunch“ und wenn wir einen Schuss abgeben, dann kommt natürlich ein „Bang“.

Looten, Craften und Überleben
Als Survival-Horror-Spiel setzt I Hate This Place auf klassisches Scavenging und Crafting. In der Demo konnte ich Ressourcen sammeln, um Ausrüstung herzustellen, und hatte Zugriff auf Waffen wie eine Shotgun, eine Pistole mit Schalldämpfer, einen Revolver und einen Taser. Letzterer war nicht nur eine Waffe, sondern auch für Rätsel essenziell: So musste ich einen Stromkasten mit dem Taser aktivieren, um den Strom in der ersten Etage wiederherzustellen und den Weg zur zweiten freizuschalten. Diese Rätselmechanik regt zum Nachdenken an, und ich hoffe, dass die finale Version (Release: November 2025) viele weitere solcher Kopfnüsse bietet. Das Crafting-System und die Erkundung von Rutherford Ranch – von verwunschenen Wäldern bis zu verfallenen Bunkern – versprechen, das Überleben zu einer ständigen Herausforderung zu machen.

Tageslicht und Nachtalbträume
Obwohl die Demo in einem Gebäude spielte und ich die Tag-Nacht-Mechanik nicht direkt erlebte, verspricht die offene Welt von I Hate This Place einen dynamischen Zyklus, der das Gameplay prägt. Tagsüber kannst du in der offenen Welt erkunden, Vorräte sammeln und dich vorbereiten. Nachts wird es brenzlig: Mehr und stärkere Gegner tauchen auf, die Navigation mit nur einer Taschenlampe wird schwieriger, und oft ist Verstecken die beste Option. In meinem Dungeon-Level war die zweite Etage knietief überflutet, was meine Bewegungsgeschwindigkeit einschränkte. Hier musste ich zwei Generatoren aktivieren, um eine Pumpe zu starten und das Wasser abfließen zu lassen, um die dritte Etage zu erreichen. Leider endete die Demo dort, und das Geheimnis des Dungeons bleibt bis zum Release verborgen – meine Vorfreude ist riesig!

Geräuschbasierte Gegner und taktisches Kampfsystem
Die Vielfalt der Gegner hat mich beeindruckt. Ich traf auf kleine Parasiten, die Leichen in Zombie-ähnliche Kreaturen verwandeln, tentakelartige Strukturen, die auf Geräusche reagieren und dich verschlingen, wenn du zu laut bist, sowie blinde, mutierte Wesen mit keulenartigen Händen, die zwar langsam, aber brutal sind. Besonders knifflig war ein Kokon, der unentwegt Parasiten spawnt und zerstört werden musste, um die Flut an Parasiten zu stoppen. Die Geräuschmechanik ist zentral: Viele Gegner jagen per Sound, weshalb Stealth und taktisches Vorgehen entscheidend sind. Du kannst Kreaturen mit Geräuschen in Fallen locken oder von deinem Pfad weglenken – eine Mechanik, die Spannung und Kreativität fördert.

Das Kampfsystem fühlt sich bereits großartig an, mit einem starken Treffer-Feedback: Kugeln lassen Gegner kurz taumeln oder stoppen. Allerdings gibt es keine Ausweichrolle, was an frühe Survival-Horror-Klassiker wie Resident Evil oder Dino Crisis erinnert. Das macht Kämpfe anspruchsvoller, da du taktischer vorgehen musst, obwohl du dich beim Zielen bewegen kannst. Diese Balance zwischen Zugänglichkeit und Herausforderung hat mir gefallen, auch wenn die fehlende Ausweichmöglichkeit gewöhnungsbedürftig war.
Fazit: Ein Highlight für Horror-Fans
I Hate This Place hat mich mit seiner einzigartigen Mischung aus 80er-Comic-Ästhetik, innovativer Geräuschmechanik und klassischem Survival-Horror sofort gepackt. Die Demo war nur ein Vorgeschmack, doch die düstere Atmosphäre, kniffligen Rätsel und das taktische Kampfsystem machen Lust auf mehr. Die Aussicht auf eine offene Welt voller Geheimnisse – von verfallenen Städten bis verwunschenen Wäldern – sowie die Möglichkeit, Campsites und Außenposten zu verbessern, verspricht ein packendes Survival-Abenteuer. Für Fans von Stranger Things und Retro-Horror ist dies ein absolutes Muss!
I Hate This Place erscheint am 7. November 2025 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch.
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