
Stellt euch vor: Ihr seid auf der Gamescom 2025, und plötzlich findet ihr euch in einer Demo wieder, die euch nicht mehr loslässt. Valor Mortis von One More Level, den Machern von Ghostrunner, ist genau so ein Spiel – ein First-Person-Soulslike in einer verdrehten napoleonischen Ära, voller Zombies und mutierter Monster. Ich habe die 30-minütige Demo gespielt und wollte einfach nicht aufhören. Es ist das Spiel, das ich immer wollte, ohne es zu wissen. Lasst mich euch die Demo als Geschichte erzählen, damit ihr sie vor eurem geistigen Auge miterlebt.
Das Erwachen im Massengrab
Alles beginnt in einer Grube voller Leichen. Ich erwache als einfacher Soldat, ohne Erinnerung, umgeben von den aufgestapelten Körpern meiner gefallenen Kameraden. Napoleons Stimme hallt in meinem Kopf: „Steh auf!“ Benommen mache ich die ersten Schritte, klettere aus dem Massengrab heraus. Die Welt ist düster und unheimlich – leichter Schneefall bedeckt die verschneite Landschaft, und leise Gitarrenklänge untermalen die bedrückende Stimmung. Plötzlich erschreckt eine Schar Raben mich, und instinktiv ziehe ich meinen Säbel. Die Atmosphäre packt mich sofort: Die napoleonische Ära, die aus Geschichtsbüchern vertraut wirken sollte, ist hier ein Horror-Albtraum, durchzogen von einer mysteriösen Substanz namens Nephtoglobin, die alles verändert.
Ich folge dem Pfad und komme zu einer wackeligen Hängebrücke aus Holz, die eine tiefe Schlucht überspannt. Am anderen Ende sehe ich einen Soldaten. Ich rufe ihm zu, doch er scheint mich nicht zu hören. Als ich die Brücke betrete, bricht sie plötzlich zusammen, und ich stürze in den Abgrund. Angeschlagen, aber am Leben, macht das Tutorial mich auf die Heilfläschchen in meiner Tasche aufmerksam. Zu Beginn habe ich drei davon. Das erste Anwenden ist ein visueller Schock: Ich zerdrücke die Phiole in meiner linken Hand, die Flüssigkeit läuft über Haut und Unterarm, löst die Struktur auf – plötzlich sehe ich Knochen, Muskelfasern, Venen und wie sich alles wieder langsam schließt. Wahnsinn, denke ich, gepackt von der Grafik und Inszenierung. Diese Heilung fühlt sich roh und immersiv an.

Erste Kämpfe: Brutal und befriedigend
Der Pfad in der Schlucht führt mich zu einem Soldaten, der wie von Sinnen auf ein totes Pferd einschlägt. Ich versuche, ihn anzusprechen, doch er greift mich an, obwohl unsere Uniformen zur selben Armee gehören. Hier lerne ich das Kampfsystem kennen: Leichte und schwere Attacken, ein Ausweich-Dash und ein Block- oder Pariersystem. Über dem Gegner sehe ich zwei Leisten – rot für Leben, gelb für Haltung oder Ausdauer. Souls-Veteranen wissen sofort Bescheid. Leichte Gegner wie dieser Zombie können mit einer Parade und einem Finisher erledigt werden. Das Treffer-Feedback ist großartig: Jeder Säbelhieb fühlt sich wuchtig an, der Controller vibriert, und der Feind gerät ins Wanken. Der Finisher? Ich schneide den Zombie in zwei Hälften, Blut spritzt in alle Richtungen. Als Splatter-Fan bin ich begeistert – die Brutalität passt perfekt zur düsteren Welt.
Nur ein paar Schritte weiter zeigt das Tutorial Stealth-Kills: Wenn ich mich anschleiche, kann ich Gegner sofort ausschalten oder bei stärkeren Feinden hohen Schaden anrichten. Ich nutze das, um weiterzukommen, und erreiche ein kleines Lager. Dort lauert ein stärkerer Feind, und das Tutorial betont das Parieren. Als Souls-Veteran ist das kein Problem, doch es zeigt, wie entscheidend Timing ist. Hinter ihm finde ich ein Zelt mit meiner ersten Zweitwaffe: einem Revolver. Der ist nicht nur für Kämpfe nützlich, sondern eröffnet neue Wege. Ich schieße auf rot leuchtende Kokons, die platzen und Wände aus seltsamem Material auflösen oder Bäume zum Einsturz bringen, die als Brücken dienen. Am Baumstamm überquere ich eine Schlucht – genial, wie das Movement erweitert wird. Man kann sich an Kanten oder Ästen hängen, um über Abgründe zu schwingen, die für normale Sprünge zu weit sind.

Optionale Bosse und Zauber
Am Weg entdecke ich einen optionalen Boss, der eine Truhe bewacht. Er schickt mich mehrmals in den Tod, bis ich im sechsten Versuch seine Attacken durchschaue und perfekt pariere. Jeder normale Block kostet Leben, also ist Parieren überlebenswichtig. Der Triumph fühlt sich an wie der Sieg über die Welt – ein Gefühl, das ich als Souls-Fan liebe. Die Truhe enthält einen Bernstein, dessen Nutzen mir noch unklar ist. Später erreiche ich den ersten Checkpoint: eine Laterne, die Heilfläschchen auffüllt und Erfahrungspunkte in Upgrades investieren lässt. Anfangs verbessere ich Leben, Ausdauer oder Intelligenz. Dank des optionalen Bosses habe ich genug für die nächste Reihe: Blockfähigkeit, Kraft und eine weitere Fähigkeit, die mir entfallen ist. Upgrades sind in einer horizontalen Tabelle organisiert – pro Reihe wähle ich eines von drei, und ab jeder zweiten schalte ich Slots für Bernsteine frei. Diese Items bieten Boni wie langsame Heilung über Zeit oder Mana-Regeneration.
Mana? Ja, für Zauber! Der erste ist ein Flammenhauch, den der Held mit der linken Hand ausführt, ähnlich wie in BioShock. Per Knopfdruck wechsle ich zwischen Revolver und Zauber. Beide eröffnen neue Wege und Geheimnisse. Leider kam ich in meinen 30 Minuten nicht zum Demo-Ende. Ich sah den finalen Boss und kämpfte kurz gegen ihn, doch ein Bug verhinderte die Regeneration meiner Heilfläschchen. Ohne Heilung scheiterte ich kläglich – frustrierend, aber die Demo war dennoch ein Wahnsinn.

Atmosphäre und Technik: Packend und brutal
Die Atmosphäre ist dicht: Die verschneite Landschaft, der Schneefall und die Gitarrenklänge schaffen eine melancholische, bedrohliche Welt. Die Grafik in der Unreal Engine 5 beeindruckt mit detaillierten Umgebungen und grotesken Monstern. Eine Steam-Demo, die diesen Abschnitt abdeckt, soll bald folgen.
Fazit: Ein Traum für Souls-Fans
Valor Mortis hat mich auf der Gamescom 2025 restlos begeistert. Das brutale Kampfsystem, die dichte Atmosphäre und innovative Mechaniken machen es zu einem Must-Play. Dieses Spiel lasse ich mir auf gar keinen Fall entgehen.
Das Spiel soll 2026 für PC, PS5 und Xbox Series X/S erscheinen.
Kommentar hinterlassen