
In den Trailern zu Crimson Desert sah alles so vielversprechend aus: Kliff reitet auf majestätischen Drachen, zähmt wilde Wölfe und kämpft vom Rücken eines Bären aus. Doch kurz nach dem Release macht sich Ernüchterung in der Community breit. Viele Spieler fühlen sich durch die restriktiven Mechaniken der besonderen Reittiere getäuscht und fordern Nachbesserungen von Pearl Abyss.
Das Hauptproblem liegt in der Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung und der spielerischen Realität. Zwar bietet Crimson Desert optisch beeindruckende Kreaturen, doch die Handhabung dieser „Mounts“ weicht stark von klassischen Open-World-Standards ab.
Nur „Leihgaben“ statt treuer Gefährten
Die Enttäuschung der Spieler bezieht sich vor allem darauf, dass fast alle besonderen Tiere keine permanenten Reittiere sind:
- Temporäre Zähmung: Wölfe, Bären und Raptoren können zwar im Kampf oder zur Fortbewegung kurzzeitig unterworfen werden, entziehen sich aber nach kurzer Zeit wieder der Kontrolle. Ein „Parken“ im Stall oder eine dauerhafte Bindung an diese Tiere ist nicht möglich.
- Der Drachen-Frust: Der Drache, das Prunkstück der Trailer, kann zwar permanent „gezähmt“ werden, unterliegt aber einer extremen Einschränkung. Er kann nur etwa einmal pro Stunde gerufen werden, bevor er in einen massiven Cooldown geht. Ein dauerhaftes Fliegen durch Pywel ist somit ausgeschlossen.
Unverständnis über Design-Entscheidungen
Auf Plattformen wie Reddit häufen sich die Beschwerden. Die Spieler verstehen nicht, warum Pearl Abyss in einem reinen Singleplayer-Erlebnis so harte Balancing-Eingriffe vornimmt.
„Ich verstehe nicht einmal, warum sie das tun würden. Es ist ein Solo-Spiel, wen verletze ich, wenn ich den Bären in den Stall stelle?“, schreibt etwa der User WanderingMustache.
Viele Fans hatten gehofft, dass das Zähmen dieser mächtigen Kreaturen an anspruchsvolle Questreihen gekoppelt sei, die es ermöglichen, das treue Startpferd irgendwann gegen einen Wolf oder Bären einzutauschen. Dass diese Tiere nun eher als kurzzeitige „Power-ups“ fungieren, wird als verschenktes Potenzial gewertet.
Hoffen auf Updates oder Mods
Da Crimson Desert kein Live-Service-Spiel ist, ist unklar, ob Pearl Abyss das Feedback in zukünftigen Patches berücksichtigen wird. In der Community wird bereits gescherzt, dass wohl erst Modder auf dem PC den einstündigen Drachen-Cooldown entfernen müssen, um den Spielspaß zu retten.
Was ist eure Meinung? Könnt ihr den Frust der Spieler verstehen, oder findet ihr es sinnvoll, dass das Pferd das einzige permanente Fortbewegungsmittel bleibt, um das Spielgefühl nicht zu „brechen“? Hättet ihr euch auch eine epische Questreihe gewünscht, um am Ende dauerhaft auf einem Drachen zu thronen?
Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
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