Battlefield V im Test – Sieg auf Ganzer Linie oder totaler Absturz?

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Nach Battlefield 1 kommt natürlich Battlefield 5? Tja, das klingt im ersten Moment verwirrend, doch das “V” im neusten Battlefield-Ableger steht nicht für die römische Ziffer 5, sondern für das englische Wort Victory (Sieg) und bezieht sich auf den bedeutendsten Staatsmann des 20. Jahrhunderts Britanniens. Die Rede ist von Sir Winston Leonard Spencer-Churchill, der während des zweiten Weltkriegs immer wieder das Handzeichen V für Victory verwendete. Aber als “Battlefield V” am 23. Mai 2018 das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde, kümmerte sich kaum jemand um die ungewöhnliche Namensgebung des Titels. Vielmehr schoss sich der Großteil der Community auf die Lootboxen, Cosmetics (Prothesen) und Frauen an der Front ein. Besonders die Frauen im Spiel sorgten bei einem nicht unerheblichen Teil der Fans für Unmut und man musste schon befürchten, dass “das nächste Kapitel der bahnbrechenden Kriegsreihe” eher der nächste große Ladenhüter werden würde. Inzwischen tummeln sich bereits viele Käufer der Deluxe Edition auf den Schlachtfeldern des virtuellen zweiten Weltkrieges und auch wir durften den Titel bereits ausgiebig testen und verraten euch in unserem Test, wie sich DICEs neuster Shooter schlägt.

Titel: Battlefield V / Genre: Ego-Shooter / Publisher: Electronic Arts / Systeme: PC, PS4, Xbox One / Release: 20.11.2018

Im Gegensatz zum direkten Konkurrenten “Call of Duty: Black Ops 4”, verzichten die Entwickler bei DICE nicht auf eine Singleplayer-Kampagne im neusten Ego-Shooter “Battlefield V”. Statt jedoch eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen, setzt man erneut auf die im Vorgänger “Battlefield 1” eingeführten Kriegsgeschichten, welche episodisch einige Einzel-Schicksale des zweiten Weltkrieges inszenieren. Worüber die einzelnen Episoden handeln lest ihr im folgenden Abschnitt:

Prolog – Dein Land ruft:

In einem kurzen Prolog führt euch “Battlefield V” die zahlreichen Kriegsschauplätze des zweiten Weltkriegs vor Augen und lässt euch das Geschehen jedesmal aus der Perspektive eines einzelnen Soldaten erleben. Hierdurch soll dem Spieler auch der Tenor der unterschiedlichen Geschichten verdeutlicht werden, denn ihr schlüpft nicht in die Haut eines übermächtigen Helden, der im Alleingang die feindliche Armee zu besiegen vermag, sondern seid einfach nur ein Soldat unter vielen. Der Prolog führt euch von Norwegen 1940, Lybien und Algerien 1941, Hamburg 1943 bis ins niederländische Nijmegen 1944. Mal seid ihr Fallschirmjäger, Panzerkommandant, Scharfschütze oder Infanterist und versucht euch im Chaos der Schlachten zu Recht zu finden. In kürzester Zeit wird der Spieler mit den Grundmechaniken eines Battlefields konfrontiert, wie Schießen, Fliegen oder Panzer fahren.

Under No Flag (Unter keiner Flagge)

Die erste Kriegsgeschichte spielt 1942 und lässt euch in die Haut von Billy Bridger schlüpfen, der nach dem dritten gescheiterten Banküberfall seine Zeit im Knast absitzen muss und die Chance erhält sich der SBS (Special Boat Section), einer britischen Spezialeinheit des zweiten Weltkrieges, anzuschließen. Die Aussicht auf Straffreiheit lässt ihn nicht lange mit der Entscheidung hadern und Billy geht auf den Deal ein. In einer kleinen Einheit von gerade einmal vier Mann schleicht sich Billy durch Libyen hinter feindlichen Linien und versucht die Deutschen und deren Luftwaffe zu sabotieren.

Nordlys (Nordlichter)

1943 müssen wir im kalten Norwegen eine gefangene Widerstandskämpferin aus den Fängen der Deutschen befreien. Zu diesem Zeitpunkt wird Norwegen bereits seit drei Jahren von den Deutschen besetzt. Wir übernehmen die Kontrolle über die 18 jährige, norwegische Widerstandskämpferin, Solveig Fia Bjørnstad, kämpfen uns durch Schnee und Kälte zum Stützpunkt der Deutschen und versuchen die Gefangene zu retten.

Tirailleur (Schütze, leichte frz. Infanterie)

Die dritte und vorerst letzte Kriegsgeschichte führt uns nach Süd-Frankreich im Jahr 1944 in die Provence. Hier schlüpfen wir in die Rolle des Infanteristen Deme Cisse, doch statt an der Seite seiner französischen Waffenbrüder kämpfen zu dürfen, soll dieser die Latrinen und die Lager sauber halten. Er ist kein Franzose und das lassen ihn die anderen Soldaten mit aller Härte spüren, dabei ist er auf Wunsch Frankreichs in einem fremden Land angekommen um sein neues “Vaterland” verteidigen zu dürfen. Frankreich zog seinerzeit Soldaten aus den eigenen Kolonien wie dem Senegal ein, um sie für ein “Vaterland” kämpfen zu lassen, welches sie noch nie in ihrem Leben gesehen hatten. Als es für die französische Armee eng wird, bekommen Cisse und seine Leidensgenossen doch noch die Gelegenheit ihren Wert zu beweisen.

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