VR Gaming – Der richtige Einstieg

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Virtual Reality ist definitiv die Technik der Zukunft und die Königsklasse der Unterhaltung, auch wenn sich die Technik aktuell noch in der Aufbauphase befindet. Dennoch gibt es schon jetzt ausreichend Gründe sich mit der Technik zu beschäftigen! Wir lesen in der letzten Zeit allerdings immer wieder das Spieler VR gerne ausprobieren möchten und elendig scheitern. Nicht aufgrund fehlender Fähigkeiten, sondern aufgrund körperlicher Probleme mit dem VR Gaming. Wir selbst haben das auch einmal feststellen müssen und ein paar gute Tipps entwickelt wie man sich an VR Gameplay gewöhnen kann und wie man richtig einsteigt. Dabei gibt es einige wichtige Punkte, wenn man sich an diese Eintiegstipps zum VR Gaming hält sollten die wenigsten Probleme bekommen!

Darum wird manchen von VR Spielen schlecht !

Ja tatsächlich bis zum erbrechen geht es wenn man VR Anwendungen nicht verträgt aber warum wird einem vom VR Gaming schlecht!? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach und direkt im Gehirn des Menschen zu suchen. Viel schwieriger zu erklären ist die Frage warum Manche VR Spiele von Anfang an ohne Probleme spielen können. Der Hintergrund der VR Unverträglichkeit ist die sogenannte Motion Sickness, oder auch Seekrankheit genannt. Im Prinzip ist beides das gleiche, mit einem kleinen Unterschied.

Bei der Seekrankheit bemerkt der Körper das ein Schiff schwankt, aber die Augen sehen ja nur das Schiff, das mit schwankt und sich somit optisch nicht bewegt. Diese Fehlinformation im Kopf führt zu Problemen, weil: Der Körper spürt es schwankt aber die Augen sagen: Alles steht ganz normal still. Das passt vielen nicht und der Körper schaltet irgendwann in einen Modus bei dem uns übel wird und wir uns erbrechen.

Beim VR Gaming ist es im Prinzip das gleiche nur aus umgekehrten Gründen! Eure Augen sehen Bewegung. Bei Spielen wie Rollenspielen, Shootern, Horrorspielen oder anderen Spielen in denen ihr euch frei bewegen könnt ist es besonders schlimm. Je enger die Räume sind in denen ihr euch bewegen könnt umso stressiger wird es für euer Gehirn, Beispiel: Farpoint VR oder Blood & Truth gehen oft noch, während die VR Komponente von Tomb Raider 20th Aniversary Edition der Horror fürs Hirn ist weil ihr euch langsam, frei durch sehr enge Räume bewegen könnt. Hirn: Ich laufe durch die Gegend, Hintern: Neee ich sitz im weichen Sofa!

Diese Fehlinformationen führen im Körper zu extremen Reaktionen und über kurz oder lang zu Übelkeit und Erbrechen. Diese Situation hält in der Regel sehr lange an, meist 6-8 Stunden oder mehr. Dauert es länger als einen Tag solltet ihr auf jeden Fall zum Arzt!

Was kann man gegen Motion Sickness, die VR Krankheit tun!?

VR Gaming ist eine Super Sache. Nicht nur das es ein komplett anderes Spielerlebnis erlaubt, sondern es ermöglicht dem Gamer auch in eine komplett andere Welt einzutauchen. Ihr merkt ich selbst liebe VR Spiele. Das ist auch der Grund für diesen Artikel. Gerade die aktuellen Angebote zum Ende der PS4 Generation erlaubt es Spielern bereits für unter 200 Euro komplett einzusteigen. Ihr könnt mittlerweile für 199 Euro bei Saturn ein Komplettset mit Spielen und VR Headset und Kamera kaufen, hinzu kommt dann nur noch das Geld für 2 Playstation Move Controller, die ihr auf jeden Fall dazu haben solltet, ohne gehts zwar auch, aber mit ist es 100 mal besser und realistischer.

Gegen Motion Sickness kann man aber nur wenige Dinge tun. Angeblich, das haben wir aber nicht getestet, sollen Tabletten gegen Seekrankheit helfen. Was aber wirklich hilft ist es sich richtig daran zu gewöhnen. Wenn der Kopf in der Lage ist zu akzeptieren das es sich um ein Spiel handelt und nicht um reale Informationen die entsprechend zu interpretieren sind hört die Motion Sickness plötzlich komplett auf. Ich selbst als Gamer seit vielen Jahren hatte nie Probleme mit VR, außer an einem Tag, an dem ich ordentlich krank war und fast 4 Stunden Tomb Raider VR am Stück gespielt hatte, meiner Meinung nach das gefährlichste VR Erlebnis überhaupt, da ihr ständig mit dem Kopf anstoßt, extrem enge Räume und Gänge habt und dabei kann einem schonmal schlecht werden.

Der Einstieg ins VR spielen ohne Motion Sickness, so gehts:

Mit ein paar einfachen Tricks könnt ihr sehr gut ins VR spielen einsteigen. Dafür gibt es auf nahezu jedem System die richtigen Spiele. Beginnen solltet mit ganz einfachen VR Spielen, bei denen ihr als Spielcharakter am besten auf einer Stelle fixiert bleibt. Hier bieten sich zum Beispiel Headmaster oder Moss an. Auch Spiele wie Gunjack, Dick Wilde, Gun Club, A Fishermans Tale, Beatsaber oder Astro Bot Rescue Mission bieten sich für den Einstieg an. Alles Spiele bei denen ihr euch selbst nicht von der Stelle bewegt. Das sind wirklich gute VR Einstiegsspiele!

Headmaster wirkt optisch und akustisch wie ein total dämliches Spiel, aber es macht unheimlich Laune! Gerade im VR Bereich sollte man Spiele keinesfalls nach der Optik bewerten, wir hatten viele gute Spiele im Test die nach totalem Mist ausgesehen haben, aber am Ende totale Suchttitel waren.

Wenn ihr unter Motion Sickness leidet solltet ihr langsam anfangen, nicht zu lange am Stück spielen und die Zeit langsam erhöhen. Wenn ihr mit diesen Einsteigerspielen klar kommt könnt ihr langsam anfangen Spiele mit mehr Charakterbewegung zu spielen. Bleibt am Anfang bei der Teleport Bewegung und stellt erst später um auf freie Bewegung, denn ohne eine freie Bewegung kommt euer Gehirn besser klar. Irgendwann erreicht ihr dann den Punkt ab dem euch VR Spiele nichts mehr ausmachen und ihr alles Spielen könnt. Steigert ihr euch vorsichtig und langsam solltet ihr keine Probleme mehr bekommen.

Steigt ihr aber direkt mit Resident Evil VR, mit freier Bewegung oder Gran Turismo VR ein, dann geht es unter Umständen gaaaaanz schnell aufs Klo!

Warum es wichtig ist einen guten VR Einstieg zu finden!

VR Spielen ist super, aber es ist wichtig den richtigen Einstieg zu finden. Man darf die VR Technik nicht als einfaches Spielzeug betrachten. Das wäre ein großer Fehler. Das Problem ist das die VR Technik durchaus Signale ans Gehirn sendet und damit viel tiefer in die menschlichen Körperfunktionen eingreift als normale Spiele. Wer sich einen PC oder eine Spielkonsole kauft der macht sich in der Regel keine Gedanken darüber welche Spiele gut für einen sind, man kauft einfach was einem gefällt und los gehts, im schlimmsten Fall kann man das Spiel nicht und hört irgendwann wieder damit auf.

Beim VR spielen ist es etwas anderes. Hierzu benötigt man körperliche Fähigkeiten. Das Gehirn muss erst trainiert werden. Wie in jeder Sportart wäre es körperlich nicht besonders gut gleich mit 100% zu starten, bevor man überhaupt weiß wie eine Sportart geht. Keiner von uns würde einfach so zum ersten mal in seinem Leben auf dem Fußballplatz stehen und gleich in einem Weltmeisterspiel mithalten können, oder ohne Training auf den Mont Blanc steigen.

So muss auch das VR spielen trainiert werden. Langsam und stetig werden sich eure Fähigkeiten verbessern und vor allem auch der Frust wird aufhören wenn ihr ein Spiel mal längerfristig zocken könnt. Versprochen!

Warum VR Spiele besser sind !?

VR Spiele sind definitiv die derzeit höchste Form der Unterhaltung. VR Spiele lassen euch in eine komplett andere Welt abtauchen. Sie ermöglichen euch das abtauchen in eine komplett andere Welt. Ihr wolltet schon immer mal Batman sein? Ihr wolltet ein schnelles Auto fahren und euch auf dem Nürburgring um die Bestzeit battlen? Einmal eine echte Weltraumschlacht erleben oder fremde Planeten in VR erkunden? Dann seid ihr bei Playstation VR, Oculus Quest und Co. gut aufgehoben. Der Einstieg in Systeme die keinen PC brauchen ist günstiger als jemals zuvor.

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