
Stell dir vor, du schwebst allein in einem selbstgebauten Luftschiff über einer zerstörten Erde, unter dir giftiger Staub, über dir nur der Himmel – und irgendwo dazwischen liegt die Hoffnung auf Rettung. „Forever Skies“ ist kein Survival-Spiel, das dich mit Action überrollt. Es ist ein leiser, intensiver Trip durch eine Welt, die mehr Fragen stellt als Antworten gibt – und genau das hat mich fasziniert.
Atmosphäre & Setting – Zwischen Melancholie und Neugier
Die Welt von „Forever Skies“ ist atemberaubend in ihrer Trostlosigkeit. Verlassene Hochhäuser ragen wie Skelette aus dem Nebel, während ich mit meinem Luftschiff von Turm zu Turm gleite. Die Stimmung ist ruhig, fast meditativ, aber nie langweilig. Stattdessen spüre ich bei jedem Flug eine Mischung aus Ehrfurcht und Entdeckerdrang. Die Soundkulisse – dezente elektronische Klänge und das leise Brummen der Maschinen – verstärkt dieses Gefühl der Einsamkeit und des Staunens.

Gameplay – Mein Luftschiff, mein Zuhause
Das Herzstück des Spiels ist mein Luftschiff. Anfangs kaum mehr als eine fliegende Plattform, wird es mit jeder gesammelten Ressource, jedem neuen Bauplan zu einem echten Zuhause. Ich baue Werkbänke, Labore, verbessere Triebwerke und gestalte den Innenraum nach meinen Vorstellungen. Dieses stetige Weiterentwickeln motiviert ungemein und gibt mir das Gefühl, wirklich etwas zu schaffen.
Die Survival-Elemente – Hunger, Durst, Energie – sind präsent, aber nie erdrückend. Sie fügen sich harmonisch ins Spiel ein und sorgen dafür, dass ich stets aufmerksam bleibe, ohne gestresst zu sein. Besonders spannend wird es, wenn ich unter die Staubschicht hinabsteige. Dort erwartet mich eine fremdartige Welt mit eigener Flora und Fauna – gefährlich, aber faszinierend.

Die Entscheidung jedoch ob ich meine Reise alleine antrete oder zusammen mit Freunden online spiele stellt sich für mich nicht. Zwar ist ein online Multiplayer integriert, jedoch erlebe ich diese Reise lieber alleine und in meinem Tempo. Aus diesem Grund können wir an dieser Stelle auch nicht viel über den Multiplayermodus sagen, außer das er existiert.
Kämpfe gegen eine feindliche Flora und Fauna beschränken sich anfangs auf jeden Fall sehr auf zufällige begegnungen. Dabei treffen wir leider auf sich häufig wiederholende Schauplätze die sich leider schnell abnutzen. Das kann schnell zu leichten Frustrationen führen, da sich das Spiel generisch anfühlt.
Technik & Präsentation – Schön, aber mit Ecken und Kanten
Auf der PS5 Pro läuft „Forever Skies“ größtenteils flüssig. Die Weitsicht ist beeindruckend, die Lichtstimmungen fangen die Atmosphäre perfekt ein. Allerdings gibt es gelegentlich kleinere Ruckler, und einige Texturen könnten detaillierter sein. Das stört den Gesamteindruck kaum, zeigt aber, dass hier kein AAA-Titel vorliegt.

Gerade der Beginn des Spieles ist extrem motivierend. Wir entdecken immer Neues, finden neue Schauplätze, verbessern das Luftschiff und erreichen neue Höhen. Doch der wahre Fund liegt unter der Staubschicht. Da hin zu kommen gestaltet sich allerdings sehr langatmig. So langatmig das ich mir gewünscht hätte hier dann doch mal kurz an die Hand genommen zu werden.
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Story & Motivation – Weniger ist mehr
Die Geschichte wird größtenteils durch gefundene Dokumente und Umgebungsdetails erzählt. Das erfordert Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer tiefgründigen, wenn auch subtilen Erzählweise. Ich fühle mich nicht an der Hand genommen, sondern entdecke die Welt in meinem eigenen Tempo. Das Spiel gibt mir die Freiheit, meine eigenen Ziele zu setzen – sei es das Erforschen neuer Gebiete, das Optimieren meines Luftschiffs oder das Sammeln seltener Ressourcen.
Hinzu kommt aber auch der ständige Gedanke im Hinterkopf das ich meine Aufgabe hier auf Erden zu erfüllen habe. Ob ich das Jemals schaffen werde ist eine Frage die auf einem anderen Blatt geschrieben steht. Die Reise an sich jedenfalls ist etwas Ganz besonderes.

Fazit – Ein stilles Highlight für Entdecker
„Forever Skies“ ist kein Spiel für Adrenalinjunkies. Es ist ein Erlebnis für Spieler, die sich auf eine ruhige, aber tiefgründige Reise einlassen wollen. Die Kombination aus Survival, Basenbau und Erkundung funktioniert hervorragend und schafft eine einzigartige Atmosphäre. Trotz kleiner technischer Schwächen hat mich das Spiel in seinen Bann gezogen und lange Zeit an die Konsole gebunden.
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Das Spiel wäre vor allem bei der Auswahl der Schauplätze mit einer größeren Variation im Anfangsgebiet deutlich besser bedient gewesen. Gerade hier wiederholt es sich leider nach ein paar Stunden sehr schnell und es ist sehr schwierig sich neue Gebiete zu erschließen. Das führt leider schnell zu Frust und demotiviert ein wenig. Deshalb meine Wertung:
8 von 10 Punkten
Ein atmosphärisches Survival-Abenteuer, das mit seiner stillen Erzählweise und dem motivierenden Gameplay überzeugt. Für Fans von Spielen wie „Subnautica“ oder „No Man’s Sky“ eine klare Empfehlung.
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