
Mit Echoes of the End kommt ein Indie Spiel von Myrkur Games auf uns zu das vor allem mit einer optisch ansprechenden Präsentation für Aufmerksamkeit sorgt. Wir haben den Titel ausgiebig getestet und für euch in einem Review alle Details zusammegefasst. Lest jetzt ob sich das Spiel lohnt und für wen es besonders geeignet ist!
Das erwartet euch in Echoes of the End
Vorweg, JA wir haben es hier mit einem Indie-Game zu tun, auch wenn es absolut nicht so aussieht! Das erklärt so Einiges dessen Kritik ich in diesem Review eigentlich härter bestrafen wollte. Jedoch macht es in meinen Augen einen schweren Unterschied ob wir hier ein Team aus 400 Entwickelnden mit Millionenbudgets oder ein kleines Unternehmen mit großen Ambitionen. Myrkur Games beschäftigt derzeit rund 40 Mitarbeitende in ihrem Studio in Reykjavík, Island, das sich auf die Entwicklung von Action-Adventure-Spielen für PC und Konsolen spezialisiert hat. Das beinhaltet bereits alle wichtigen an der Entwicklung beteiligten Personen und Schauspieler gleichermaßen.
Aber zurück zum Thema, in Echoes of the End schlüpfen Spieler in die Rolle von Ryn, einer jungen Kriegerin mit der einzigartigen Fähigkeit, Materie aufzulösen und neu zu formen. Ihre Reise führt sie durch eine atemberaubende Fantasy-Welt voller alter Geheimnisse, erbitterter Machtkämpfe und gefährlicher Intrigen. Was als Suche nach ihrer eigenen Identität beginnt, entwickelt sich schnell zu einem epischen Abenteuer, das das Schicksal ganzer Königreiche beeinflusst. Auf ihrem Weg muss Ryn Bündnisse eingehen, Verluste verkraften und herausfinden, wem sie wirklich vertrauen kann. Dabei steht sie immer wieder vor der Wahl zwischen Loyalität und Freiheit. Echoes of the End verbindet cineastische Erzählkunst mit packenden Kämpfen und entführt in eine Geschichte, die sowohl persönlich als auch weltumspannend ist.
Spielerisch dürfen wir uns auf Soulslite Kämpfe freuen, bei denen wir nichts verlieren und die auch bei weitem nicht so schwer wie in Dark Souls oder Elden Ring sind, aber stark daran erinnern. Zusätzlich lösen wir Rätsel in unterirdischen Katakomben, was stark an Titel wie Tomb Raider (die klassischen) erinnert. Hinzu kommt eine stimmungsvolle Atmosphäre die bewusst nordisch gehalten ist. Licht und Schatten, Natur und Monster, alles in einem perfekten Einklang mit der Stimmung.
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Das Gameplay
…ist geprägt von Action im Soulslike Stil. Ausweichen, parieren und Spezialfertigen bestimmen den Ausgang von Kämpfen. Der Anspruch ist glücklicherweise nicht so extrem wie in einem Soulslike, fordert aber dennoch an vielen Stellen ordentlich. Bereits der erste Bossgegner, ein riesiger Bergtroll, ist beeindruckend und weist uns schnell in unsere Schranken, trotz „Story“ Schwierigkeitsgrad. Selbst auf diesem einfachsten Aller Schwierigkeitsgrade, den ich natürlich gewählt habe um schnellstmöglich weit zu kommen und euch ein besseres Bild bieten zu können, ist das Spiel nicht ohne Anspruch!
Nachdem das klar gemacht ist beginnen bereits die ersten Rätsel. Angefangen von Sprungrätseln, über Schalterrätsel und Kombinationen aus beiden bis hin zu Rätseln mit Zeitverzerrungen ist alles dabei. Allegenwärtig dabei die Power der Unreal Engine 5, mit der Myrkur Games beweist das Indie Games heutzutage keine Pixelpampe mehr sein müssen.
Die fiktive Welt von Aema, die sich im Kampf mit uralten Mächten befindet ist dabei perfekt in Szene gesetzt, Rätsel und Artefakte fügen sich nahtlos in die Welt ein und wir könnten eigentlich ein traumhaftes Spiel vor Augen haben.

Echoes of the End – Kritik
Wo Licht ist, ist leider auch Schatten! Die uns zur verfügung gestellte Testversion, war noch vor Release, eine etwas unfertige. So trafen wir auf viele Fehler im Spiel, die auch in Abstürzen der Unreal Engine endeten. Leider kam das am PC sehr häufig vor was das Spielgefühl doch stark getrübt hat. Mittlerweile sind allerdings mehrere Updates zum Spiel ausgerollt worden und seither haben wir weitaus weniger Schwierigkeiten.
Das Gameplay an sich ist einfach nur ein Traum. Effektvolle Fähigkeiten, tolle Gegner, allerdings nutzt es schnell ab. Große Mengen sich wiederholender Gegner ziehen das Spiel an einigen Stellen unnötig lang und verleihen uns das Gefühl einer leichten Beschäftigungstherapie. Das war weniger schön.
Auch bekommen wir vom Gelehrten Abram Tipps, wenn wir mal Schwierigkeiten mit einem Rätsel haben. Diese sind aber meist nur extrem Oberflächlich und helfen teilweise garnicht. In einem sehr frühen Stadium müssen wir zum Beispiel Statuen in die richtige Position schieben (Lara lässt grüßen und Drake freut sich ein Schnitzel), sein Tipp: „Das hat wohl was mit den Bildnissen über dem Eingan zu tun“ hat leider absolut Null geholfen. Durch Trial and Error habe ich es letztlich geschafft aber irgendwie habe ich mich dabei blöd gefühlt.
Es gibt so einige Stellen im Spiel die sich leider etwas „Unrund“ anfühlen. Aus Sicht der Entwickler und Spieler wirkt ein Spiel natürlich immer anders als durch die Augen der Kundschaft oder Tester, wie uns. Dennoch hätte ich mir ein bisschen mehr Abwechslung an Einigen Stellen gewünscht.

Fazit und Bewertung
Echoes of the End ist ein klassisches Third Person Action Adventure mit Elementen die uns nur allzu bekannt vorkommen. Die Rätsel aus Tomb Raider, Souslite Kampfsystem, die Bootsfahrten mit tiefgreifenden Storygesprächen aus God of War, ich konnte viele Parallelen ziehen. Aber das ist keine Kritik an dieser Stelle, denn als Zocker der ersten Stunde habe ich natürlich tausende Spiele gesehen und gespielt, das meine ich ernst. Natürlich gibt es immer Parallelen und Inspirationen. Genshin Impact und Zelda Breath of the Wild sind sich auch extrem ähnlich und Disney´s Dreamlight Valley ist auch nichts anderes als Animal Crossing mit großer IP und zuende gedacht!
Gerade Spieler die Tomb Raider geliebt haben, sich aber immer ein bisschen mehr Action gewünscht haben werden hier mehr als auf ihre Kosten kommen! Mit einem Releasepreis von €39,99,- zeigt Myrkur Studios den großen wie Nintendo auch gehörig den Stinkefinger und bleibt bescheidener als sie es müssten. Ich bin ehrlich ich habe wesentlich mehr Geld für weitaus schlechtere Spiele ausgegeben. Warum ich das musste? Weil die PR Agenturen und Entwickler vermutlich wussten was auf sie zukommt wenn man einem ehrlichen Redakteur ein Spiel in die Hand drückt 😉

Ich kann euch Echoes of the End zwar nicht vorbehaltlos empfehlen, denn ich empfand das Spiel auf Dauer als ermüdend, aber ich war auch begeistert! Eine wunderschöne Optik, einem Triple A Titel mehr als würdig. Glaubwürdige Animationen, gute Steuerung und durchdachtes Kampfsystem zeichnen das Spiel aus. Einem so kleinen Entwicklerteam muss ich meinen Respekt aussprechen ein so großartiges Spiel in recht kurzer Zeit auf die Beine gestellt zu haben. Echoes of the End wird sicherlich nicht das nächste große Ding, aber es wäre sehr schade wenn dieser Titel nur als Geheimtipp in den Ecken der digitalen Stores versauern würde!
Ich habe das Spiel selbst nicht ganz durchspielen können, mein Laptop hat leider die Biege gemacht zwischendrin und die Ersatzteile haben mich schwer geärgert. Die Gamescom kam noch dazwischen und und und… man kennt es ja. Aber mit gut 20 Stunden Spielzeit kann ich behaupten bereits vieles gesehen zu haben! Die Entwickler sind auch sehr engagiert was Hotfixes und Updates angeht. In diesem Sinne gebe ich wohlwollende Note und meine Kaufempfehlung:
7.5 von 10 Punkte
Ein kleines Meisterwerk das beweist das Indie Games immer wertvoller und wichtiger werden und Top Spiele keine 85€ kosten müssen!
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