
Ich durfte bei Gamolution das neue Action-Adventure Davy X Jones testen, das vom Studio PARASIGHT entwickelt wurde.
Und ganz ehrlich – ich hatte keine Ahnung, was mich da erwartet. Piratenspiel mit sprechendem Schädel? Klang im ersten Moment schräg, fast ein bisschen zu abgefahren. Aber genau das ist der Punkt: Davy X Jones ist anders.
Story – Zwischen Tod, Rache und einem sprechenden Schädel
Man spielt – wer hätte es gedacht – Davy Jones, den berühmt-berüchtigten Piratenkönig. Nur gibt’s da ein Problem: Davy ist tot. Und enthauptet. Sein Körper und sein Schädel existieren getrennt voneinander, aber beide sind trotzdem… irgendwie lebendig.
Das Spiel beginnt in The Locker, einer surrealen Unterwelt zwischen Leben und Tod. Eine Art Piraten-Hölle, in der alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Hier treiben Geister, Untote, Monster und allerlei seltsame Gestalten ihr Unwesen.
Unsere Aufgabe: Den eigenen Schädel wieder mit dem Körper vereinen, verlorene Artefakte finden und sich an Blackbeard rächen – dem Kerl, der Davy verraten und geköpft hat.
Die Story hat was von einem düsteren Seeräuber-Märchen, gemischt mit schrägem Humor und morbider Fantasie.
Besonders cool ist der ständige Dialog zwischen Körper (also uns) und Schädel, der herumfliegt, dumme Sprüche klopft oder sich über unsere Entscheidungen lustig macht. Diese Dynamik bringt richtig Leben in die Geschichte und verleiht dem Spiel eine ganz eigene Persönlichkeit.
Manchmal ist’s witzig, manchmal traurig, manchmal richtig weird – aber genau das macht die Erzählung interessant.

Grafik – Düstere Schönheit der Tiefsee
Die Grafik hat mich echt beeindruckt. Das Spiel setzt auf einen leicht stilisierten Look – irgendwo zwischen Comic und Realismus – und schafft es, die Atmosphäre perfekt einzufangen.
Das Meer ist dunkel, die Inseln wirken verflucht, und überall wabern Nebel, Lichtblitze oder mystische Symbole herum. Es gibt viele Details, die man erst beim zweiten Hinschauen merkt: flatternde Flaggen, schwebende Partikel, subtile Schattenwürfe.
Ich hab im Test kaum Bugs oder Clippingfehler entdeckt. Selbst im Early Access läuft das Game stabil, was heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit ist.
Soundtechnisch passt auch alles – die Musik ist atmosphärisch, mit Chorälen, Trommeln und geheimnisvollen Melodien, die sofort Seefahrer-Vibes rüberbringen. Und wenn der Schädel mal wieder frech grinst und ’nen Spruch raushaut, kommt das schön trocken rüber.

Gameplay – Schnell, flüssig und erstaunlich motivierend
Das Gameplay ist einfach, aber richtig gut. Man steuert den kopflosen Körper von Davy, kämpft mit Schwert und Pistole, weicht aus, springt, sammelt Beute und führt Kombo-Angriffe aus.
Zwischendurch kann man auch den Schädel einsetzen – zum Beispiel, um Gegner abzulenken, Fallen zu aktivieren oder besondere Skills zu nutzen.
Das Kampfsystem erinnert ein bisschen an moderne Actionspiele wie Dark Souls Light – schnell, präzise, aber ohne den Frustfaktor.
Man merkt sofort, wenn man besser wird. Kämpfe gegen Skelette, fliegende Geister oder riesige Kraken fühlen sich dynamisch und wuchtig an.
Dazu kommt das clevere Risiko-Belohnungs-System: Man kann aus besiegten Feinden Essenzen ziehen, um Belohnungen zu bekommen – aber es besteht immer die Chance, dass neue Monster auftauchen. Das sorgt für Spannung und Abwechslung.

Skill-System – Der Weg zum echten Piratenlord
Einer der größten Pluspunkte von Davy X Jones ist das Level- und Skill-System.
Man sammelt durch Kämpfe und Quests Essenzen und Erfahrungspunkte, mit denen man neue Fähigkeiten freischalten kann.
Es gibt drei Hauptkategorien:
Körper-Skills – z. B. stärkere Angriffe, Ausweichrollen oder neue Kombos.
Schädel-Skills – magische Fähigkeiten wie Feuerstöße oder Energieblitze, die Davy’s Kopf abfeuern kann.
Hybrid-Skills – Fähigkeiten, die Körper und Schädel kombinieren, etwa ein mächtiger Sprungangriff mit Explosion.
Das Coole: Man kann seinen Spielstil echt individuell gestalten.
Ich hab mich in meinem Durchlauf eher auf Geschwindigkeit und kritische Treffer konzentriert, aber man kann auch eher auf defensive oder magische Builds gehen.
Die Menüs sind übersichtlich, das Leveln fühlt sich belohnend an, und man merkt direkt, wenn man stärker wird. Kein unnötiger Grind, kein übertriebenes Farming – einfach ein gutes, motivierendes Fortschrittssystem.
Fazit – Ein Totenkopf mit Herz (und Humor)
Ich geb’s zu: Ich hätte nicht gedacht, dass mir Davy X Jones so gut gefällt.
Aber nach ein paar Stunden im Locker war ich voll drin. Die Mischung aus düsterem Piratensetting, schwarzem Humor und motivierendem Gameplay funktioniert einfach.
Die Story ist skurril, aber spannend, die Grafik top und die Kämpfe machen richtig Laune.
Dazu das gelungene Skillsystem, das einen förmlich dazu bringt, „nur noch einen Level“ zu machen – und plötzlich sind zwei Stunden rum.
Klar, hier und da merkt man, dass’s noch Early Access ist – manche Animationen wirken noch nicht ganz rund, und das Balancing könnte Feinschliff vertragen. Aber das sind Kleinigkeiten.
Unterm Strich: Davy X Jones ist ein erfrischend anderes Action-Adventure, das Humor, Atmosphäre und gutes Gameplay perfekt kombiniert.
Ich freu mich jetzt schon drauf, wie’s in der finalen Version weitergeht.
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