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Highguard-Krise: Spielerzahlen brechen ein – Branchengrößen wehren sich gegen „Hass-Trend“

Drei Tage nach dem holprigen Start des 3v3-Shooters Highguard spitzt sich die Lage für Wildlight Entertainment zu. Während die Spielerzahlen auf Steam massiv einbrechen und die Bewertungen weiterhin im tiefroten Bereich liegen, springen nun namhafte Entwicklerlegenden dem Studio zur Seite und kritisieren die zunehmende Aggressivität der Gaming-Community.

Die Daten von Steam zeichnen ein düsteres Bild: Nach einem beeindruckenden Allzeithoch von über 97.000 gleichzeitig aktiven Spielenden zum Launch ist die Zahl innerhalb von nur 48 Stunden dramatisch gesunken. Zuletzt wurden nur noch rund 8.000 bis 12.000 aktive Nutzende gezählt – ein Rückgang von fast 90 %.

Zwischen sachlicher Kritik und „Dogpiling“

Während die Rezensionen auf Xbox und PlayStation den Titel eher im Mittelfeld einordnen, bleibt Steam ein Schauplatz heftiger Kritik. Neben den bekannten Performance-Problemen klagen Nutzende nun vermehrt über erste Hacker-Begegnungen und gewöhnungsbedürftige Steuerungsoptionen.

Doch die Schärfe der Kritik ruft prominente Verteidiger auf den Plan:

  • Swen Vincke (Larian Studios): Der Baldur’s Gate 3-Chef gab zu bedenken: „Es ist leicht, Dinge zu zerstören; es ist viel schwerer, sie aufzubauen. Die besten Kritiker verstehen das.“
  • Cliff Bleszinski (Gears of War-Schöpfer): Er fragte via Social Media: „Wann wurde es trendy, ein neues Spiel zu hassen? Es ist ermüdend.“
  • Mark Rein (Epic Games): Der Mitbegründer betonte, dass Gaming ein Hobby sei, dem man mit Freude und nicht mit Hass begegnen sollte.

Patch 1.0.4: Die Antwort auf die Kritik

Wildlight hat gestern Abend den Patch 1.0.4 veröffentlicht, der eine Vielzahl der am häufigsten kritisierten Punkte adressiert. Hier sind die wichtigsten Änderungen:

1. Mehr Kontrolle für Konsolen & PC:

  • FOV-Slider: Auf PS5 und Xbox kann das Sichtfeld (FoV) nun auf bis zu 110 eingestellt werden.
  • Toggle-Optionen: Ducken (alle Plattformen) und Zielen (ADS, aktuell nur PC) können nun wahlweise auf „Halten“ oder „Umschalten“ gestellt werden.
  • Wichtiger Hinweis: Die neuen Menüpunkte sind aktuell nur auf Englisch verfügbar; die Lokalisierung folgt.

2. Performance-Schub & Grafik-Tweaks:

  • Optimierung: „Niedrige“ Einstellungen für Schatten und Reflexionen bringen nun noch mehr FPS (auf Kosten der Bildqualität). Volumetrischer Nebel wird bei niedrigen Schatten nun komplett deaktiviert.
  • View Distance Quality: Ein neuer Regler kontrolliert die Detailtiefe (LOD) von Modellen, was CPU und GPU entlastet.
  • Effekte abschaltbar: Anisotrope Materialien, Chromatic Aberration und Bloom können nun individuell deaktiviert werden. (Motion Blur folgt in Kürze).
  • Fix für Laptops: Ein Engine-Bug, der Laptop-Nutzer fälschlicherweise auf 60 FPS drosselte, wurde behoben.

3. Stabilität & Bugfixes:

  • Crashes: Die Entwickler konnten die Absturzrate laut eigenen Angaben um 90 % senken. Besonders kritische Fehler auf der PS5 und bei langsamen Festplatten wurden behoben.
  • Social-Features: Die Freundesliste und der Online-Status (besonders auf Xbox) funktionieren nun zuverlässig.

Aus Fehlern lernen

Die Studioleitung betonte erneut, dass man aus den Erfahrungen vergangener Projekte wie Apex Legends gelernt habe. Man sei auf einen langen Marathon vorbereitet und plane eine robuste Update-Kadenz, um das Vertrauen der Spielenden zurückzugewinnen.

Über Egor Sommer 1504 Artikel
Lange Zeit bei Playstation-Choice.de mitgewirkt und nun als Freelancer bei Gamolution.de tätig. Ich freue mich darauf euch weiterhin mit Tests, Specials und News rund um die Gaming-Welt zu informieren.
Kontakt: Webseite

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