Clid the Snail – Schneckenschrecken auf 2 Beinen

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Es gibt manchmal Ideen die sind so bekloppt, das sie schon wieder gut sind. Clid the Snail ist eines dieser Spiele. Eine gewalttätige Schnecke als Protagonist oder vielleicht auch als Antiheld einer eigenartigen Geschichte, Waffen, ein hauch von Diablo und ein wenig Rätselraten, ein bisschen Open World und dann auch wieder eine Menge Witz und ein interessanter Trailer erwarten uns.

Eine dunkle Geschichte erwartet uns. Clid ist eine Schnecke die immer wieder über die Stränge schlägt und aus diesem Grund verbannt wird. Dabei stößt Clid auf eine Plage die es zu bekämpfen gilt. Die Nacktschnecken breiten sich aus, damit noch viele andere Schrecken und Gefahren. In bester Shooter Manier begeben wir uns in Form einer gewalttätigen Schnecke auf die Jagd um unser eigenes Überleben und gegen die Plage und das in einer Welt in der die Menschen lediglich noch hinterlassenschaften einer früheren Welt sind.

Der Top Down Shooter Clid the Snail kommt mit einem sehr ungewöhnlichen Setting daher. Eine Schnecke als Protagonist hatten wir schon lange nicht mehr, wenn überhaupt irgendwann. Ich könnte mich jedenfalls nicht daran erinnern wann wir das letzte Mal eine Schnecke gespielt haben. Clid wird aus seiner Gemeinschaft verbannt weil er einfach keine Lust hat sich in einer Burg zu verschanzen und auf seinen tot zu warten, während seine Sippe damit glücklich scheint.

Als Top Down Shooter finden wir ein typisches und gut funktionierendes Gameplay. Die Steuerung ist eingängig und schnell verstanden. Auch die zusätzlichen Fähigkeiten bzw. Waffen sind einfach einzusetzen. Aufgeladene Schüsse geben uns ein wenig mehr Spieltiefe. Die Spielwelt an sich ist vor allem düster gehalten. Das ist eine Weile lang durchaus cool auch die kleinen Details der Hinterlassenschaftern einer Menschheit die bereits seit sehr langer Zeit von der Welt verschwunden scheint sind nette Details, auch wenn sie hier und da deplaziert wirken, zu gut erhalten für ein so lange Zeit ohne Menschen.

Das reine Gunplay ist gut gemacht und auch die optik des Spieles gefällt mir sehr gut. Die Stimmung ist wie gewollt düster und passt sehr gut zur Story. Dennoch ist das Spiel sehr langsam. OK wir spielen eine Schnecke aber auf 2 Beinen und mit der Fähigkeit eigene Waffen zu bauen, also sollte man ein leicht zackigeres Gameplay erwarten dürfen. Insgesamt zieht sich vor allem der Einstieg ins Spiel extrem und die Level wirken zwar schön gemacht, aber dank der offenen Welt dürfen wir sie auch gut erkunden denn wir verlaufen uns immer wieder.

Dabei muss man natürlich auch sagen das dieses Spiel irgendwie sehr leer wirkt, auch wenn die Kulisse schön gemacht ist, so haben wir doch immer wieder das Gefühl hier auf eine tote Welt zu treffen. Irgendwie tut sich hier nicht wirklich viel. Eine anständige Routenplanung bzw. Zielführung gibt es leider nicht, so das wir uns unseren Weg selbst suchen müssen. Das ist zwar in einer open World wünschenswert, aber diese Welt ist weniger offen als man denken mag, denn eigentlich ist es lediglich ein riesiges Level mit verschiedensten Laufwegen die wir abgrasen können.

Leider muss ich an dieser Stelle sagen das ich Top Down Shooter zwar absolut liebe und auch die Idee hinter Cid the Snail echt mal richtig gut fand. Die Präsentation des Spieles im Trailer macht auch wirklich Laune und Lust auf mehr aber leider konnte mich das Spiel nicht überzeugen. Das Gameplay hat sich zu sehr gezogen. Die Rätsel im Spiel nerven schnell weil sich die Logik nicht immer direkt ergibt. Die leere Spielwelt und die sich ausbreitende Trägheit in der Stimmung sind zwar passend für eine Schnecke, ziehen das Spiel aber auch unnötig. Vor allem die fehlenden Hinweise für korrekte Wegfindung machen das Spiel zähflüssig.

Ich bin ehrlich ich habe an dieser Stelle deutlich mehr von Cid the Snail erwartet. Dafür das dieses Spiel viele Preise und Awards gewonnen hat war es echt langweilig und konnte mich garnicht überzeugen. An diese Stelle muss ich aus diesem Grund hart sein mit der Wertung und vergebe

6 von 10 Punkte

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