Im Test: Atomic Heart (PS5) – die vergangene Zukunft

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Morgen ist es endlich soweit! Atomic Hearth startet. Wenn ihr das Spiel bisher noch nicht vorbestellt habt, Gratulation es ist immer eine gute Idee auf ein Review von uns zu warten 😉 Wenn ihr das Spiel am Ende kaufen möchtet dann könnt ihr z.B. die PC Version hier bereits deutlich unter dem Originalpreis bekommen. Natürlich wollt ihr aber auch wissen worum es im Spiel geht und die wunderbar dystopische Zukunftsvision, die wirkt wie eine Mischung aus Halflife und Fallout wollen wir euch nicht vorenthalten. Aber schaut doch erstmal in den Trailer rein…

Ihr seid Agent P-3, direkt unterstellt dem großen Wissenschaftler und Zukunftsvisionär Dr. Sechenov, der die gesamte Sowjetunion in eine neue Ära führen will. Das sowjetische Volk soll zu den Sternen reisen und dazu noch in einem kollektiven Bewusstsein vereint werden. Diese und Andere große Erfindungen sind breits auf dem Weg, doch es kommt, wie es kommen muss, zu einem Zwischenfall. Bei diesem Zwischenfall drehen alle Roboter plötzlich durch und die hochtechnologisierte Ära fällt einem jähen Ende zum Opfer. An der Seite von Sechenov und Charles, deinem treuen K.I. Handschuh (fragt nicht), geht es auf eine Reise voller Rätsel, Gewalt und gräuel die ihr sehen werdet und Spoiler: Notgeile und aufdringliche Roboterdamen mit extrem ordinärer und leicht masochistischer Neigung sind auch mit dabei.

Das erwartet euch

Nachdem Agent Plutonium, dafür steht euer Kürzel P-3, einen Auftrag für Doktor Sechenov erledigen muss und seinen deutschen Freund treffen sollte gibt es einen plötzlichen Unfall. Ein Roboter dreht durch und ihr findet euch bewusstlos und wiedererwacht im Dreck unter euch wieder. Es müssen einige Tage vergangen sein, denn ihr könnt euch an nichts erinnern was in den letzten Tagen gewesen sein muss, die Welt ist für euch eine Andere geworden. Während vor einem Moment noch Friede, Freude und Eierkuchen geherrscht haben, eine goldene Zukunft vorausgesagt worden war und die baldige Reise zu den Sternen vorausgesagt worden war, liegt alles nun in Trümmern. Die fliegende Stadt auf der ihr euch befindet ist gewaltig, eine riesige Anlage und ihr dürft feststellen das alle Roboter durchgeknallt sind. Das könnt ihr natürlich nicht so auf euch sitzen lassen und beginnt damit den Mist aufzuräumen den irgendwer angerichtet hat.

Während dem Spiel trefft ihr aber nicht nur auf durchgeknallte Roboter, findet heraus was es damit auf sich hat und vor allem wo das Alles hinführen soll, sondern ihr erlebt teilweise auch die Abgründe der menschlichen Seele. Was ihr teilweise zu sehen bekommt hört bei einem wild gewordenen Killerhuhn leider nicht auf uns so bedient Atomic Hearth nicht nur Shooter Fans sondern bietet auch ein gutes Stück Horror.

Die Vision und die Spielwelt ließ mich sofort an die Falloutserie denken, das Spiel selbst erinnerte vom Gameplay her ein wenig an Halflife. Teilweise könnten aber auch die neueren Wolfensteintitel einen guten Einfluss gehabt haben.

Das hat uns gefallen

Während die Vision so, im Großen und Ganzen, eigentlich nicht neu ist sondern viel mehr ein wenig aufgewärmt wirkt bildet sie trotzdem eine aktuelle Angst ab, die viele Menschen derzeit teilen.  Angesichts der Erfolge von z.B. Chat-GPT und Bild K.I.´s fragen sich ja gerade viele Menschen wo uns der WEg hinführen kann. Atomic Hearth greift genau in diese Wunde und hat einen Salzstreuer dabei. Dazu kommt eine sehr gute Grafik, die uns wirklich gefallen hat.

Stomic Hearth wirkt nicht übertrieben realistisch, an einigen Stellen sogar schon etwas unrealistisch und altbacken, jedoch ist dieser Eindruck absolut nicht homogen. Die Landschaften z.B. sind massiv besser ausgearbeitet als die Gegner, die wir z.B. in Teile zerschießen.Auch menschliche Leichen sind weder realistisch noch glaubwürdig auseinandergenommen worden. Mir fehlt so ein wenig die technische Kälte und vor allem auch die Präzision in der Darstellung dessen was eine Roboterarmee in der Lage gewesen wäre zu tun. Die Darstellung der technischen komponente jedoch passt zur Utopie des Spieles.

Generell erinnert mich das Spiel an die guten alten Halflife Zeiten. Ein paar Rätsel von denen die meisten aber eher keine Herausforderung darstellen, sie unterhalten teilweise aber ganz gut. Das Leveldesign ist gut und bietet durchaus einiges an Überraschungen. Die Welt wirkt groß und offen, ist aber in den meisten Fällen komplett linear. Ihr könnt hier und da einige Bonus Dungeons entdecken, aber ein gewaltiges Open World Spiel alla Far Cry erwartet euch hier nicht. Perfekt für alle mit Open World Müdigkeit.

Wemnn ihr unbedingt einen Vergleich sucht dann wäre wohl Bioshock ein guter Stichpunkt um das Spiel zu beschreiben. Mit seinen gut 25 Stunden Spielzeit bietet es aber auch eine längere Erfahrung als viele andere Shooter. Auf dem Level des Spieles sind technisch auch nicht allzuviele ähnliche Produkte aktuell. Ich persönlich bin begeistert davon wie Atomic Hearth aussieht und wirkt.

Fazit und Zusammenfassung

 

 Ich spiele ja sehr gerne Shooter und einige meiner liebsten Titel waren Halflife und Bioshock. Half Life wohl eher weil es damals eines der ersten Spiele war, die technisch wirklich viel geleistet haben und dem Genre zu viel Ruhm verholfen haben und Bioshock ganz einfach aufgrund der abgefahrenen Umsetzung! Atomic Hearth erinnert mich an beide Spiele ein ganzes Stück weit, wobei das Setting und die Idee dahinter eher Bioshock Flair verbreitet, ohne dabei wie eine Kopie zu wirken. Die Sowjetunion hat nach dem zweiten Weltkrieg eine technische Übermachtstellung angenommen und mittels K.I. fast alle Aufgaben der Menschheit Robotern überlassen. So gut so schön, aber wie es meistens ist, in unseren Spielen, hält diese Utopie nicht von Zwölf bis Mittag und die Hölle bricht herein. Mittendrin: Wir als Einzelkämpfen, nur unterstützt von unseren Waffen und unserem Handschuh, der seltsamerweise eine eigene K.I. zu haben scheint.

geboten bekommen wir ein gut 25 Stunden langes verrücktes Meisterwerk das zwischen Grotesk und Horror, Fiktion und Übertrieben hin und her schwankt und dabei ein Actionfeuerwerk abliefert das uns wirklich mitreißen konnte. Allerdings muss man dazu sagen das vor allem die Versionen der last-Gen Konsolen recht ruckelig wirken und es selbst auf der aktuellen Konsolengeneration, bei uns im Test die PS5 Version, bereits stellenweise zu rucklern kommt. Bevor ihr fragt: Nein wir hatten keine Vorab-Testversion die vielleicht nicht perfekt war, wir haben mit Day-One Patch gespielt, das Spiel hat uns dazu gezwungen das Update einzupflegen, ansonsten ist uns der Start verweigert worden.

Grundsätzlich ist das Spiel toll geworden, jedoch ein Stück weit repetitiv und viele der kleinen Rätsel wiederholen sich. Auch ist der Schwierigkeitsgrad, selbst auf dem kleinsten einstellbaren “Story”-Schwierigkeitsgrad absolut kein Zuckerschlecken. Das hat mich doch etwas überrasscht, denn “Story” heißt für mich eigentlich das ich wie der Terminator durch den Kindergarten fege! Damit darf ich euch Atomic Hearth sehr ans Herz legen und kann an dieser Stelle lediglich Kleinigkeiten abziehen, in der B-Note… wie Update Zwang, kleinere Ruckler in der aktuellen Version und weitere minimale Grafikfehlerchen und Kleinigkeiten die zwischendurch mal auffallen wenn man drauf achtet. Im Großen und Ganzen jedoch läuft das Spiel sauber und ist ein tolles Produkt! Darum gibts an dieser Stelle:

9 von 10 Punkte