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Quantum Threshold – Meta Quest 3 Review

Die Meta Quest 3 ist in den letzten Wochen und Monaten ein bisschen Stiefkindlich von uns behandelt worden. Doch ein neuer Shooter am VR-Himmel will uns begeistern. Quantum Threshold vom finnischen Entwicklerstudio VAKI will Inklusion mit VR verbinden. Was sich im ersten Gedanken nach dem nächsten möchtegern Gutmenschprojekt anhört hat jedoch am Ende mehr für uns getan als wir gedacht hätten. Details dazu lest ihr aber in den folgenden Zeilen, direkt nach dem Trailer!

Die Menschheit konvertiert zu Daten und zu willenlosen Sklaven eines tyrannischen Systems gemacht. DEIN FEIND! Dank einer KI schaffst du es dem drohenden Untergang zu entgehen und zum Gegenschlag auszuholen. Aber all Das geht natürlich nur mit Hilfe. Als Mensch mit Behinderung ist es nun in dieser fortschrittlichen Welt trotzdem nicht leichter geworden über die Runden gekommen. Doch das hält dich nicht auf!

Ein Mann, ein Wort! Der Gegenschlag – so spielt er sich!

An den Rollstuhl gebunden zu sein ist nicht lustig! Das heißt aber nicht das man wehrlos ist. Bewaffnet mit einer KI die uns das Leben retten kann, indem sie auf Quantenebene die Zeit zurückdreht schlüpfen wir in ein Rougelike Gameplay in VR.

Dabei ballern wir uns durch die verschiedensten Level und Gegnertypen, immer mit dem großen Ziel vor Augen vielleicht doch noch die Welt oder zumindest unseren eigenen Hals retten zu können. Dabei verschwindet die Bedeutung des Rollstuhls schnell. Wir können zwar keine Treppen hoch fahren und haben auch Schwierigkeiten mit Rampen und Absätzen, springen ist logischerweise auch nicht. Das ist aber vor allem dem Setting geschuldet.

Natürlich kann ein Rollstuhl nicht springen und so fühlt sich die Einschränkung der Funktionen, für mehr Spielleistung auch deutlich besser an. An den Kontext gebundene Realität die Hilft ein Spiel flüssig und spielbar zu halten. Sicherlich haben sich die Entwickler auch etwas dabei gedacht, aber spielerisch, wie Storytechnisch passt das sehr gut zusammen.

Nach jedem Run haben wir die Möglichkeit unsere Waffen zu verbessern, upgrades zu kaufen und unseren Rollstuhl zu verbessern. Das ist das typische Rougelike Gameplay.

Das schöne daran ist der Schwierigkeitsgrad und das gegnerische Verhalten. Während wir die meisten Gegner als reine Drohnen betrachten dürfen, die kaum intelligentes Verhalten aufweisen, haben wir natürlich ein großes Problem. Im Rollstuhl ducken oder in Deckung gehen ist schwierig. Das gibt es dem Spiel einen Schwierigkeitsgrad der vor allem die Verwundbarkeit von Menschen im Rollstuhl hervorhebt.

Das macht das Spiel, selbst gegen die hauptsächlich stupiden Drohnengegner doch recht anspruchsvoll. Das ist aber bei weitem nicht Alles, denn natürlich gibt es auch anspruchsvollere Gegner.

Kurzum, das Spiel ist deutlich anspruchsvoller wie man es erwarten würde! Das Gunplay fühlt sich dabei super umgesetzt um. Zielen, nachladen, Waffenwechseln… Alles perfekt aufeinander abgestimmt und lässt sich super umsetzen. Das geniale daran: Das Rollstuhl Gameplay fühlt sich perfekt an, für einen Shooter den wir im sitzen spielen. Hier haben wir mit unserem Gamingstuhl, vermutlich ungewollt, mehr realismus und immersion als in den meisten anderen Spielen. Die reale haptik durch den Gamingstuhl ist Zufällig? Wenn nicht ist Sie definitiv ein Meisterwerk!

Zwischen Frust und Freude – Meckern auf hohem Niveau

Eine bunte Cyberpunkwelt erwartet uns. Allerdings ist die Welt weniger bunt und weniger stimmig als ich das von einem Cyberpunksetting erwarten würde. Trotz HDR Display der Quest 3 kommen viele Farben nicht so rüber wie sie sollten und die wenigsten Stellen fühlen sich für mich wirklich „Cyberpunkig“ an. Ich vermisse mehr Neon, mehr Rauch, mehr Nebel und mehr Stimmung.

Trotzdem ist die Stimmung ja jetzt erstmal nicht schlecht. Einem Shooter auf jeden Fall würdig! Dank des guten Gameplays ist das auch verkraftbar. Vielleicht habe ich selbst in den letzten Tagen und Wochen auch einfach zu viel auf 4K gezockt *lach*

Leider empfinde ich den Schwierigkeitsgrad auch als etwas hoch. Gerade der Anfang des Spieles ist recht frustrierend und hält uns recht lange im ersten Level. Auch die Tatsache das wir kaum eine richtige Anleitung bekommen ist etwas frustrierend. Ich habe mich zum Beispiel gefreut als ich schnell eine große Menge Waffenupgrades kaufen konnte. Leider hatte mir Niemand vorher erklärt das ich die Waffen im Spiel erst aufleveln muss. Das hat mich etwas geärgert.

Dennoch habe ich eine Menge Spaß gehabt.

Pro- und Contra zu Quantum Threshold

Quantum Threshold hat keine übertrieben gute Grafik, kein übertrieben schnelles Gameplay, eher träge und etwas schwerfällig. Quantum Threshold ist keine motivierende kurrzeitige Kost, sondern eher ein Spiel das gespielt werden will. Die Inklusive Komponente nervt ein wenig, wenn es um klassische Shootertypen geht. Dennoch ist Sie ein wichtiger Teil des Spieles, erreicht mich auf einer Anderen Ebene.

Das Rougelike Gameplay war noch nie so wirklich meins, solange es nicht extrem „rewarding“ ist. Ich finde an dieser Stelle passt der englische Begriff besser als das klassische „belohnen“. Quantum Threshold zieht uns in eine fiktive Welt, die wir schon oft erlebt haben. Eine Zeit in der wir uns schon gefühlt hunderte Male durch die Gegnermassen geballert haben, aber diesmal ist etwas anders.

Man könnte Quantum Threshold an Hommage vergangene Klassiker bezeichnen, die durch Grafik und Gameplay wieder hervorgeholt werden. Dennoch glaube ich nicht das das der Kern der Aussage ist. Auch der deutliche Hinweis auf den Rollstuhl und die Probleme die Menschen mit Behinderung haben, ist nicht die absolute Kernaussage.

Dennoch ist die Kombination eines Rollstuhls mit einem VR Game eine beeindruckende Lösung. So sparen wir uns Leistung, machen das Gameplay, trotz einschränkungen realistischer und spüren schmerzlich am eigenen Körper wie schnell man mit einem Rollstuhl in eine blöde Situation kommt. Ausweichen, dodgen, springen? Alles Dinge die in Quantum Threshold nicht möglich sind. Trotzdem ist es uns möglich in diesem Spiel großes zu erreichen.

Mit einem erschreckend immersiven Gameplay kann Quatum Threshold mich in seinen Bann ziehen. Auch wenn ich es als schnell frustrierend, dank hohen Einstiegsschwierigkeitsgrad empfand. Fehlende Erklärungen und Tutorials an einigen Stellen mein weiterkommen blockierten, wie z.B. beim hacking von Systemen, hatte ich eine Menge Spaß mit dem Spiel!

Allerdings „leichte kost“ fühlt sich Anders an. Was wir hier haben ist vielmehr eine meisterhafte Umsetzung unterschwelliger Gefühle, die mir ein neues Verständniss von einigen Dingen gegeben haben, die mir zwar bewusst waren über die ich aber nie nachgedacht habe.

An dieser Stelle gibt es deshalb von mir nicht nur eine Empfehlung sondern auch:

Mehr zum Them VR-Games-Tests lest ihr natürlich in unserer VR Kategorie

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