
Seit meinem ersten Kontakt mit Phantom Blade Zero auf der letztjährigen Gamescom hat mich das Spiel nicht mehr losgelassen – es war mein absolutes Highlight! Die Gelegenheit, die neue Demo auf der Gamescom 2025 für 1,5 Stunden zu spielen, ließ mein Herz höherschlagen. Was ich erlebte, hat meine Erwartungen übertroffen.
Martial-Arts-Filmfans sollten diesen Titel unbedingt im Blick behalten, denn die Kämpfe bieten eine cineastische Choreografie, wie sie kein anderes Spiel zuvor erreicht hat. Die chinesischen Entwickler von S-Game haben eng mit Martial-Arts-Experten zusammengearbeitet, um diese einzigartige Wuxia-Atmosphäre zu erschaffen und ihre Leidenschaft ist in jeder Sekunde spürbar. Ich fühlte mich geehrt, diese exklusive Demo testen zu dürfen, und teile hier gerne meine Eindrücke mit euch.
Eine zugängliche Herausforderung
Die Demo, die ich in etwa einer Stunde auf dem normalen Schwierigkeitsgrad durchspielte, forderte mich mit drei Toden heraus, die ich als moderat empfand. Wer ein Soulslike befürchtet, kann beruhigt sein: Phantom Blade Zero ist zugänglicher, mit drei Schwierigkeitsgraden, die sowohl Gelegenheitsspieler als auch Profis ansprechen. Besonders beeindruckend war der Endboss: Nach meinem Tod in seiner zweiten Phase erwartete ich, von vorne beginnen zu müssen. Doch das Spiel überraschte mich – ich startete direkt in Phase 2, ohne mich erneut durch die erste kämpfen zu müssen. Das ersparte Frust und ließ mich mit vollen Heilfläschchen gegen den Boss antreten, den ich schnell besiegte. Ob dies auf höheren Schwierigkeitsgraden anders ist, konnte ich in der begrenzten Zeit nicht testen, aber diese Mechanik zeigt, wie durchdacht das Spiel ist.
Ein cineastisches Kampfsystem mit Spezialattacken
Die Demo beginnt in einem von Feinden besetzten Bergdorf, wo unser Held Soul mit einer Vielzahl an Waffen ausgerüstet ist. Ich konnte zwischen einem Schwert, Doppelschwertern, einem Bogen (Fernkampf), einer wuchtigen Zweihandaxt oder sogar Chakrams wählen – insgesamt bis zu acht Waffen in der Demo, die nahtlos gewechselt werden können. Die finale Version verspricht noch mehr Vielfalt, etwa ein großes Zweihandschwert, das den Spielstil stark verändert.
Das Kampfsystem kombiniert fließende Action mit Präzision, inspiriert von Titeln wie Devil May Cry, aber zugänglicher. Leichte und schwere Angriffe lassen sich zu dynamischen Combos verknüpfen, die mit Saltos oder Drehungen inszeniert sind. Doch stumpfes Button-Smashing führt nicht zum Erfolg. Gegner blocken viele Angriffe ab. Um ihnen wirklich Schaden zuzufügen, muss man ihre Haltung brechen, was am besten durch präzises Parieren oder Ausweichen gelingt. Einfache Gegner verlieren ihre Haltung schnell, bei Bossen und größeren Feinden muss man sich mehr ins Zeug legen.
Die Pariermechanik ist hier besonders clever gelöst: Angriffe, die pariert werden können, leuchten für einen kurzen Moment blau auf, was das Timing erleichtert. Rot leuchtende Angriffe müssen hingegen zwingend mit einem Dash ausgewichen werden. Wer das Timing perfekt beherrscht, wird das Schlachtfeld schnell dominieren. Am Ende eines Kampfes kann man mit einem stilvoll inszenierten Finisher den Gegner erledigen. Geschickte Spieler können auch die Stealth-Mechanik nutzen, um sich lautlos an Gegner heranzuschleichen und sie auszuschalten.
Ein Highlight ist die Spezialattacke (Sha-Chi-Energie), die sich im Kampf auflädt und bis zu dreimal stapelbar ist – ob dies erweiterbar ist, bleibt unklar. Diese Attacke lässt Soul Gegnerangriffe ignorieren und führt mächtige, filmisch inszenierte Angriffssequenzen aus, die hohen Schaden verursachen und die Haltung der Gegner massiv reduzieren. Besonders bei hartnäckigen Gegnern oder Bossen (wie den drei in der Demo: ein schwer bewaffneter Krieger, ein agiler Assassine und ein Boss mit Helfern) ist diese Mechanik ein Gamechanger. Sobald die Haltung oder der Lebensbalken eines Gegners bricht, kannst du mit der Dreieck-Taste stylische Finisher ausführen, die wie aus einem Wuxia-Film wirken.
Erkundung mit Belohnung
Das Bergdorf in der Demo war größtenteils linear, doch es gab immer wieder versteckte Winkel, die es wert waren, erkundet zu werden. Ich fand Upgrades, die Haltung, Lebensleiste oder Angriffskraft permanent verbesserten, sowie Geheimnisse, die durch Interaktion freigeschaltet wurden. So zerstörte ich mit einer riesigen Keule Holzplatten, um neue Wege oder versteckte Bereiche zu öffnen – etwa einen Durchgang zum nächsten Gebiet oder ein Geheimnis hinter einer weiteren Platte.
Atmosphäre und Technik
Die Demo glänzt mit einer düsteren, brutalen Wuxia-Atmosphäre, unterstützt durch Motion-Capture-Choreografien und Ray-Tracing-Visuals, die die Kämpfe und Umgebungen lebendig machen. Zwei epische Bosskämpfe (neben dem Endboss) unterstreichen die cineastische Qualität – jeder Kampf fühlt sich wie eine Szene aus einem Martial-Arts-Film an. S-Game betont die Authentizität durch die Zusammenarbeit mit Martial-Arts-Experten, was die Kämpfe einzigartig macht.
Ausblick: Ein Muss für Action-Fans
Phantom Blade Zero verspricht mit seiner Mischung aus cineastischer Action, zugänglichem Kampfsystem und Wuxia-Ästhetik ein Meisterwerk zu werden. Mit einer Spielzeit von 30–40 Stunden, bestätigtem Multiplayer und einem Release-Fenster Ende 2025/2026 (für PS5 und PC via Steam/Epic) ist es ein Titel, den niemand verpassen sollte.
In meiner Stunde Spielzeit kämpfte ich gegen zwei Bosse, experimentierte mit verschiedenen Waffen und erlebte bereits eine Welt, die düster, brutal und voller Geheimnisse steckt. Schon jetzt lässt Phantom Blade Zero erahnen, welches Potenzial in diesem Action-Adventure steckt.
Für mich steht fest: Dieser Titel ist mehr als nur ein weiteres Spiel – er ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen darf!
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