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SAMSON: Liquid Swords zeigt brachiale Physis und zerfallende Karosserien

Vergesst saubere Schusswechsel und polierte Agenten-Action: Das schwedische Studio Liquid Swords hat in einem neuen „Development Diary“ tiefe Einblicke in das Spielgefühl von SAMSON gewährt. Der Titel setzt konsequent auf ein ungeschliffenes Nahkampfsystem und eine Fahrzeugphysik, die Masse und Zerstörung über alles stellt.

Angesiedelt in einer düsteren Stadt der 90er-Jahre, bricht SAMSON mit vielen modernen Genre-Konventionen, um eine besonders schmutzige und greifbare Atmosphäre zu schaffen.

Improvisation statt Waffenfetisch

Der Protagonist in SAMSON ist kein trainierter Supersoldat. Das spiegelt sich direkt im Kampfsystem wider, das das Team als „tough, aber nicht trainiert“ beschreibt:

  • Rohe Körperlichkeit: Statt auf Distanzschüsse setzt das Spiel auf Schläge, Tritte und das pure Chaos des Nahkampfs. Schusswaffen sollen laut den Entwicklern eine untergeordnete Rolle spielen, um Kämpfe nicht zu schnell und kontrolliert enden zu lassen.
  • Die Umgebung als Waffe: Möbel, Trümmer und schwere Objekte sind keine Kulisse. Die Spielwelt ist physikalisch voll integriert und kann aktiv genutzt werden, um Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen oder sie buchstäblich mit dem Mobiliar zu bearbeiten.

Fahrzeuge als funktionale Rammböcke

Die Fahrzeug-Action in SAMSON ist weit mehr als nur ein Mittel zur Fortbewegung. Autos werden hier als taktische Werkzeuge und gefährliche Waffen begriffen:

  • Modulares Schadensmodell: Fahrzeuge besitzen keine klassischen Lebensbalken. Stattdessen werden Reifen, Motoren und Karosserieteile einzeln berechnet. Ein Treffer wirkt sich unmittelbar auf das Fahrverhalten aus.
  • Masse statt Trefferpunkte: Autos „sterben“ nicht durch eine Explosion bei 0 HP, sondern zerfallen funktional. Momentum und Gewicht entscheiden über die fatalen Folgen eines Aufpralls, was Verfolgungsjagden eine enorme Wucht verleiht.

Ein mutiger, ungeschliffener Ansatz

Das Ziel von Liquid Swords ist klar: SAMSON soll sich schwer, unberechenbar und gefährlich anfühlen. Das Studio verzichtet bewusst auf grafisches Effektgewitter und konzentriert sich stattdessen auf eine glaubwürdige physische Eskalation. Ob dieses ambitionierte System aus komplexer Kollisionsabfrage und haptischem Feedback am Ende flüssig spielbar bleibt, ist die aktuell spannendste Frage hinter der Entwicklung.

Über Egor Sommer 1635 Artikel
Lange Zeit bei Playstation-Choice.de mitgewirkt und nun als Freelancer bei Gamolution.de tätig. Ich freue mich darauf euch weiterhin mit Tests, Specials und News rund um die Gaming-Welt zu informieren.
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