News Ticker

Trainwatch: 11 bit studios schickt euch als einsamen Schrankenwärter in den Nebel

Ein vernebelter Bahnübergang mitten im Nirgendwo, ein Mann auf der Flucht vor sich selbst und ein Zeitplan, der keine Gnade kennt: 11 bit studios (This War of Mine, Frostpunk) erweitert sein Publishing-Portfolio um Trainwatch, ein Zeitmanagement-Mystery-Adventure von Solo-Entwickler Remigiusz „Rem“ Michalski. Erscheinen soll das Spiel 2027 auf Steam.

Nach düsteren Überlebensdramen wie This War of Mine und Frostpunk beweist 11 bit studios erneut ein Gespür für ungewöhnliche Stoffe: Mit Trainwatch holt sich der polnische Publisher ein deutlich kleineres, aber nicht minder atmosphärisches Projekt ins Boot – entwickelt komplett im Alleingang von Remigiusz „Rem“ Michalski, seines Zeichens Kopf hinter Indie-Horror-Klassikern wie The Cat Lady und Lorelai. Laut 11 bit studios handelt es sich dabei sogar um die bislang kleinste Publishing-Signierung des Studios, zumindest was die Teamgröße angeht.

Ein Job, der einfacher klingt, als er ist

In Trainwatch schlüpft ihr in die Rolle von Troy, der sich bewusst aus seinem bisherigen Leben zurückgezogen hat. Sein neuer Job als Schrankenwärter an einem abgelegenen, nebelverhangenen Bahnübergang soll ihm dabei helfen, zur Ruhe zu kommen – und das Chaos aufzuarbeiten, das er hinter sich gelassen hat. Für den kommenden Monat lauten seine Aufgaben denkbar simpel: die Schranken schließen, wenn Züge kommen, nüchtern bleiben und jeden Abend seine Frau anrufen.

Ganz so einfach bleibt es natürlich nicht. Jenseits der Bahnschranken wartet etwas im Nebel – und das Leben, das Troy eigentlich reparieren wollte, entpuppt sich als schwerer zusammenzuhalten, als er dachte.

Zwischen Routine und Grauen

Spielerisch verspricht Trainwatch einen Spagat zwischen minutiösem Zeitmanagement und schleichendem Grauen. Der Tagesablauf als Gatekeeper ist zunächst simpel, fast schon eintönig: Fahrplan prüfen, Schranken schließen, Zug abwarten, Schranken wieder öffnen. Doch mit jedem seltsamen Anruf, jeder Besorgung und jedem Schritt in den Nebel wird aus der nächsten Zugdurchfahrt zunehmend eine Frage auf Leben und Tod.

Jenseits des Bahnübergangs warten laut 11 bit studios zudem merkwürdige Nachbarn, verschlossene Orte, alte Pfade und Geheimnisse, die eigentlich nicht für Troys Augen bestimmt waren. Je weiter er sich vom Turm entfernt, desto stärker scheint die Umgebung ihn in ihren Bann zu ziehen – und desto schwerer wird die Umkehr.

Ein Mann am Limit

Neben der Routine am Bahnübergang müsst ihr auch auf Troys Zustand achten: Er will satt, ausgeruht, sauber und stabil gehalten werden. Hunger, Erschöpfung, Angst und Vernachlässigung zehren an ihm, und jeder verpasste Anruf mit seiner Frau Agatha macht den Monat ein Stück schwerer zu ertragen. Nüchtern zu bleiben ist dabei kein einmaliges Versprechen, das man zu Beginn ablegt, sondern eine tägliche Aufgabe zwischen Zügen, Besorgungen und dem, was draußen im Nebel wartet.

Loslassen lernen

Ein zentrales Thema von Trainwatch ist laut Ankündigung das bewusste Prioritäten-Setzen: Der Monat wartet nicht darauf, dass ihr bereit seid. Züge kommen, Agatha ruft an, Fremde bitten um Hilfe, und der Nebel liefert immer wieder neue Gründe zu gehen. Nicht jeder Spur lässt sich nachgehen, nicht jedes Versprechen halten, nicht jeder Tag perfekt gestalten. Am Ende müsst ihr entscheiden, was gerade zählt, was warten kann – und welcher Mann Troy wird, wenn etwas zwangsläufig auf der Strecke bleibt.

Release

Trainwatch erscheint 2027 für PC via Steam, ein genaueres Datum hat 11 bit studios noch nicht genannt. Angesichts der Vorgeschichte von Rem Michalski und der ungewöhnlichen Mischung aus ruhiger Alltagsroutine und unterschwelligem Horror lohnt es sich, den Titel schon jetzt im Auge zu behalten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*