Die bessere Retro Konsole?

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Der gewaltige Hype um das Nintendo Entertainment System Mini und die nachfolgenden Minikonsolen war riesig. Immer mehr Menschen besannen sich der alten Zeiten und die guten alten Zocker wollten ihre alten Spiele wieder spielen. Aber auch die aktuelle Generation kam in den Genuss die Klassiker zu testen. Doch es gibt eine Alternative,den Raspberry Pi. Der Minicomputer im Kreditkartenformat ist in der Lage nahezu jede klassische Konsole zu emulieren. Dabei kann der Pi aber noch mehr. In der aktuellen Version dem Modell 3 B+ ist der kleine Minicomputer durchaus in der Lage mehr als nur ein Emulator zu sein. Mit Betriebssystemen wie zum Beispiel Retro Pi ist er allerdings prädestiniert. Mit der Erweiterung XBMC oder Kodi, wie es aktuell heißt, ist der Wunder Mini allerdings auch als Mediaplayer nutzbar. Hierbei sind sogar via Plugin illegale Streamingseiten integrierbar. Aber auch auf der legalen Seite bietet Kodi eine Menge Plugins, zum Beispiel so ziemlich alle Mediatheken aller Sender die im Netz abrufbar sind. Darüber hinaus eignet er sich als Netzwerk Mediaplayer und dank Betriebssystemen wie Open Suse oder Ubuntu sogar als Desktop Rechner. Klar, als Desktoprechner ist er jetzt kein Ass, aber immernoch deutlich besser, schneller und flexibler als jedes Smart TV Betriebssystem.

Einziges Manko: Der Pi unterstützt kein Windows, jedenfalls gibt es bisher keine vernünftig lauffähige Windows Version auf einem Raspberry Pi. Es gibt die Chance tatsächlich Windows 10 zu installieren aber das System ist wohl so langsam das es nicht nutzbar ist. Was ist also die Alternative? Ganz klar ein Linux System. An dieser Stelle greifen wir auf Open Suse, Kali oder Ubuntu zurück, alles Namen die vielen Windows Nutzer vielleicht nicht viel sagen, die aber unter Linux Kennern durchaus Gewicht haben und in der Lage sind einen windowsähnlichen, komplexen Desktop zu bieten.

Wie leicht es aber zum Beispiel ist den Raspberry Pi 3 als Retro Konsole laufen zu lassen zeigt ein einfaches Video:

Ist der Pi nun wirklich besser?

Nun eines sollte jedem klar sein, der seinen Raspberry Pi als Retro Konsole nutzen will: Man muss hier auf Roms zurücksgreifen. Roms sind nicht unbedingt legal. Die Legalität ist durchaus umstritten. Im Regelfall stellen Roms nur eine Kopie eines Spieles dar. EIne Kopie eines Spieles ist nun nicht illegal, solange ihr ein Spiel auch Tatsächlich besitzt. Solange beim kopieren des Spieles keinerlei Kopierschutz umgangen wird ist das nicht illegal. Aber in wie weit diverse Geräte Kopierschutzmaßnahmen umgehen ist fraglich. Auch downloads aus dem Internet bei dem man nicht einmal überprüfen kann wie sie hergestellt worden sind, sind mehr als fragwürdig, oftmals werden so auch Viren verbreitet.

Wem das allerdings egal ist, der bekommt eine leistungsfähige und sehr sehr komfortable Retro Konsole, die dazu auch noch sehr günstig ist. Der Pi 3 hat Bluetooth und kann somit auch Bluetooth Controller nutzen, er hat WLan und ist ins System einbindbar, alternativ als Mediaplayer nutzbar also ja der Pi ist sicherlich besser.

Was kostet ein Raspberry Pi als Konsole?

Der Pi3 B+, das aktuell leistungsfähigste Modell ist recht günstig, bereits ab 35 Euro zu haben.

Dazu muss man natürlich noch einige Dinge dazu besitzen. Zum einen benötigt man ein Netzteil. Hier eignen sich zum Beispiel Handy Netzteile mit mindestens 2 Ampere, ein Micro USB Kabel und ein HDMI Kabel. Alles Dinge die wir meistens sogar zuhause haben. Anderenfalls gibt es auch passende Komplett Sets, die sind aber meist deutlich teurer als der Einzelkauf. Ein Gehäuse wäre zum Pi auch schön. Es gibt viele verschiedene, aber bereits unter 5 Euro sind solche Gehäuse erhältlich.

Kurzum der Pi3 ist in der Regel günstiger und besser als jedes NES Mini, jedes SNES Mini oder jede Playstation Classic.

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