Granblue Fantasy: Versus – Besonderes Beat´em´up im Test

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Granblue Fantasy: Versus ist durchaus ein tolles Spiel geworden, aber leider merkt man ihm leider seine Herkunft deutlich an. Die Bewegung der Charaktere ist wie in vielen Japano Prügelspielen etwas sehr träge. Ist man hierzulande doch eher die flotten und schnellen SPiele wie Mortal Kombat gewohnt in denen es in der Regel zügig und zackig abgeht. Nicht zuletzt unser Doom Eternal Test, inkl. der Videos dazu, konnte beweisen das wir im Westen eher auf eine zügige Gameplaymechanik aus sind. Die meist recht trägen fernöstlichen Beat´em´up Spiele sind sehr oft gewöhnungsbedürftig und kommen eher weniger bei uns an. Das ist ein Punkt der leider auch auf Granblue Fantasy: Versus zutrifft. Das träge Gameplay ist schwierig und gewöhnungsbedürftig. Ein bisschen schnelleres und zügigeres Charakter Movement hätte dem Spiel gut getan. Aufgrund dieser Trägheit, an die man sich aber auf Dauer gewöhnen kann müssen wir hier Punkte abziehen.

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Auch die Tatsache das wir hier teilweise wirklich Schwierigkeiten haben in die Story einzusteigen, solange wir den Anime nicht gesehen haben und die leicht recycled wirkende Story muss einen Abzug geben. Das Spiel kann allerdings vieles wieder wett machen, wenn man bedenkt das es sich hier um Spiel handelt das eigentlich nicht so zu 100% auf den deutschen oder europäischen Markt abzielt. Denn deutsche Untertitel, trotz japanischer Sprachausgabe und fast komplett korrekte Grammatik und Rechtschreibung sind durchaus ein Pluspunkt. Auch die hohe Einsteigerfreundlichkeit, die es selbst blutigen Anfängern ermöglicht die aufwendigen Special Moves zu nutzen ist begrüßenswert.

Ich war im ersten Moment fasziniert vom Animecharakter des Spieles, wie ich meistens von tollen Animedarstellungen fasziniert bin, oftmals falle ich aber gerade bei Japano Beat´em´ups auf die Schnauze, denn der Schwierigkeitsgrad und die teilweise echt profimäßigen Special Moves machen mir als Redakteur natürlich ordentlich zu schaffen. Wenn ihr alle paar Tage ein komplett neues Spiel spielt könnt ihr euch nicht an einzelne Spiele gewöhnen und viele Male schon sind Spiele einfach in der Ecke gelandet weil sie einfach zu viel Training gebraucht haben und dadurch frustrierend geworden sind.

Das ist hier absolut nicht der Fall. Sowohl die Steuerung als auch das gesamte Gameplay laden zum spielen ein. DIe Rollenspielmechanik und das Loot-System im Story Modus sind ebenfalls gerade ausreichend tief um interessant zu sein, aber bei weitem nicht so tief, als würde man das erste mal einen “Atelier”-Titel spielen, der massiv ins Detail geht. Typischerweise verlieren sich Japanotitel ja gerne in Menues und Konfigurationsmöglichkeiten, gehen so tief in die Charakterentwicklung und die Item-Techniken das es teilweise schon an wissenschaft grenzt sich so auszurüsten das man ein Spiel schaffen kann. Das ist hier absolut nicht der Fall. Ich habe schnell gemerkt das es Schwerpunkte im Charkterdesign und deren Entwicklung gibt, aber das geht nicht so tief das man jetzt stundenlang Tabellen vergleichen müsste um herauszufinden welches Waffen Buff jetzt einen Bonus mit der Rüstung geben würde, die im Set mit Helm und Schild am besten wirksam für die gespielte Klasse wäre oder sowas…

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