Sakuna of Rice and Ruin – Auch Götter sind wie Kinder

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Vor einiger Zeit erreichte uns Sakuna of Rice and Ruin, ein Spiel von dem ich bis zum Zeitpunkt des eintreffens lediglich eine Pressemitteilung und einen Trailer gekannt hatte. Das Spiel sah durchaus interessant aus, alleine aus diesem Grund hatte ich Lust auf Sakuna of Rice and Ruin. Leider hatte ich nicht die geringste Ahnung was mich erwartete…

Sakuna, die Göttin des Reis und Ackerbaus hat eigentlich kaum eine große Aufgabe. Sie soll lediglich ein Geschenk zur großen Feier der obersten Göttin vorbeibringen, doch leider trinkt die Gute zu viel. Viel zu viel, dafür das sie eigentlich noch eine kindliche Göttin ist. Angetrunken wie sie ist begegnet sie einer Gruppe Menschen die auf der Suche nach Zuflucht und Essen waren. Diese dringen ohne es zu wissen ins Reich der Götter ein und wollen eigentlich nur etwas zu essen. Doch Sakuna die die Menschen quasi hereingebeten hat soll sie wieder raus werfen und vermasselt diesen einfach Job komplett. Als Strafe muss sie mit den Menschen auf eine Dämoneninsel und diese zurück erobern, doch das ist sicherlich leichter getan als gesagt. Auf euch wartet eine ganz besondere Reise mit einer hochnäsigen Göttin!

Nachdem die Ganze Feier versaut wurde musste Sakuna natürlich eine Strafe erwarten. Wir werden also kurzerhand mit einer Gruppe kaum fähiger Menschen auf eine Insel verbannt. Hier soll die komplette Insel erobert werden, die von Dämonen nur so strotzt. Ganz nebenbei muss natürlich das illustre und so ganz und garnicht zusammenpassende Grüppchen auch noch ernährt werden. Dazu muss Sakuna selbst, als Göttin der Ernte eingreifen und ihr als Spieler dürft damit auch noch neben der Dämonenhatz das Feld bestellen übernehmen.

Das ist Sakuna of Rice and Ruin

Sakuna of Rice and Ruin besteht im wesentlichen aus 2 Spielteilen. In einem Teil bekämpft ihr in einem 2D Action Jump´n´run das wunderschön gestaltet ist Horden von Dämonen mit Waffen und Fähigkeiten der jungen Göttin. Im anderen Teil bestellt ihr das Feld, managed die kleine Siedlung in der ihr angekommen seid und bei allem schwirrt ein wenig Rollenspiel System darüber. Dieses Rollenspielsystem ist ausgefeilt und auch das bestellen eures Feldes ist, niedere Arbeiten vorausgesetzt, durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe, der man sich stellen muss. Dabei müsst ihr nicht nur eure Felder aufwerten sondern auch eure Fähigkeiten und Waffen und Rüstungen aufwerten und managen.

Der 2D Action Teil ist superschön gemacht und nicht nur Sakuna selbst und ihre Kampffertigkeiten sind nicht nur sehr schön animiert sondern sehr flüssig gestaltet. Gerne möchten wir die liebevollen Hintergründe und die tolle atmosphäre genießen wenn es nicht so ein zackiges Spiel wäre. Immer wieder erlernen wir neue Fähigkeiten die unser Gameplay komplett verändern können, aus diesem Grund müsst ihr immer aufmerksam bleiben. In den 2D Leveln müsst ihr zudem immer nach Ressourcen ausschau halten. Das macht das Ganze nochmal ein Stück weit anspruchsvoller. Auch Geheimnisse sind auf den Karten überall versteckt. Zudem könnt ihr jede Karte nicht nur tagsüber besuchen, sondern auch Nachts. Allerdings sind die Kämpfe in der Nacht massiv schwieriger, denn die Dämonen gewinnen in der Nacht deutlich an Kraft.

Der Anspruch der 2D Kämpfe ist anfangs recht gering, doch schnell wird das Spiel unheimlich anspruchsvoll. Die anfangs noch recht leichten Kämpfe arten schnell in anspruchsvollere Episoden aus. Dafür erscheint das anpflanzen von Reis erstmal wesentlich einfacher und logischer doch auch diese Arbeit wird mit der Zeit komplexer. Den ruhigeren Teil des Spieles steuert ihr in einer schön gemachten 3D Optik, die aber nicht allzuviel hergibt.

Sakuna of Rice and Ruin Gameplay Serie zum reinschnuppern

Was an Sakuna of Rice and Ruin falsch läuft

Leider ist das Spiel nicht so ganz auf der Höhe wo es hätte landen können, denn das Gameplay ist zwar super und verändert sich auch immer wieder einmal, aber bis auf sehr sehr viel Liebe zum Detail und sehr viel guten Willen bemerkt man nciht unbedingt viel, denn das Spiel wird schnell unübersichtlich was Fähigkeiten, Crafting und Farming angeht, dazu kommt das der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe schnell ansteigt und das in einem Maße wie es für Gelegenheitsspieler fast ohne große Verzögerung zu Frust führen könnte.

Darüber hinaus ist Sakuna: Of Rice and Ruin aber ein absolut geniales Spiel geworden. Es wird zwar schnell repetitiv, aber grundsätzlich kann man das Spiel durchaus empfehlen, alleine schon weil es nur wunderschön gemacht ist.

Sakuna: of Rice and Ruin – Fazit und Bewertung

Wir haben Sakuna: of Rice and Ruin auf der Playstation 4 getestet, darüber hinaus ist das Spiel auf PC und Nintendo Switch erhältlich, die X-Box User gehen derzeit leider leer aus. Verkauft wird Sakuna: of Rice and Ruin zum Vollpreis von €59,99,- was angesichts eine schnell repetitiven Spieles arg teuer erscheint. Die PC Variante gibt es als Key/Account mittlerweile sehr günstig überall zu kaufen, die Konsolenversionen jedoch sind immernoch recht teuer, auch wenn das Spiel schon ein paar Tage auf dem Markt ist.

Dennoch möchte ich euch das Spiel bedingt ans Herz legen, denn es ist einfach wunderschön gestaltet und man bemerkt das Entwickler Edelweiss hier definitiv sehr viel Liebe zum Detail hat walten lassen. Das Spiel wäre viel zu schade um in der Versenkung zu verschwinden, denn was ich persönlich anfang für ein mittelmäßiges 3D Adventure gehalten habe, entpuppte sich schnell als krasser Plattformer mit großem Herausforderungsniveau. Challange accepted und für gut befunden.

Trotzdem muss ich ein paar Punkte abziehen für viele Wiederholungen und den hohen Startpreis. Ich selbst würde warten bis der Preis zumindest auf 40 Euro gesunken ist. Trotzdem bekommt Sakuna: of Rice and Ruin von mir:

8 von 10 Punkte

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