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Game Review: Lies of P: Overture – Das düstere Prequel auf der PS5

Wir hatten die Gelegenheit, Lies of P: Overture auf der PlayStation 5 ausführlich zu testen – ein großes Dankeschön an Neowiz für den Zugang zum DLC! Die Erweiterung fungiert als Prequel zum gefeierten Hauptspiel und entführt uns in die düstere Vorgeschichte von Krat. Ob die neuen Inhalte erzählerisch wie spielerisch überzeugen können und welche technischen Feinheiten euch auf Sonys aktueller Konsole erwarten, erfahrt ihr in unserem Test.

Story & Setting – düstere Vorzeichen der Apokalypse

Overture versetzt uns zurück in die letzten Tage der Stadt Krat, bevor die bekannte Marionetten-Katastrophe einsetzt. Die Geschichte fungiert als stimmiges Prequel zum Hauptspiel und liefert wichtige Einblicke in Figuren, Ereignisse und Motivationen, die bisher nur angedeutet waren. Für Fans des Originals erweitert Overture den lore-Rahmen sinnvoll, ohne den bekannten Plot unnötig zu verwässern.

Die Atmosphäre ist dichter, tragischer: Man spürt das nahende Verhängnis, wenn man durch elegante aber schon angeschnittene Belle-Époque-Viertel wandert oder verlassene Einrichtungen aufsucht, deren Verfall im Schwebezustand zwischen Schönheit und Verwesung steht.

Grafik & Atmosphäre – Krat wie du es kennst, doch verändert

Visuell bleibt Lies of P stark – Overture baut hier auf: neue Level, neue Gegner, dunklere Ecken, mehr Details in Texturen und Licht/Schatten. Die neuen Orte (Zoo, Karneval, verfallene Gärten, verlassene Hallen) bringen sehr unterschiedliche Stimmungen mit, und gerade die Übergänge zwischen prunkvoll und zerfallend sind eindrucksvoll gestaltet.

Die Performance ist überwiegend stabil – auf aktuellen Systemen, insbesondere PS5 / Series X/S, merkt man kaum Framedrops, Ladezeiten sind akzeptabel. Einige Gegnerdesigns und Umgebungsdetails könnten an manchen Stellen detaillierter sein, doch das sind Kleinigkeiten angesichts des Gesamtbildes.

Gameplay & Bossdesign – Herausforderung, Belohnung, für Kenner

Overture liefert, was man von einem Expansion-DLC eines Soulslike erwartet – und oft darüber hinaus:

  • Die Neuen Bosse sind kreativ, spaßig in der Gestaltung und bieten spannende Angriffsmuster. Manche Kämpfe sind härter, aber fair.
  • Auch die neuen Waffen und Legion-Arme bringen frische Optionen: sie erweitern nicht radikal das Grundgerüst, aber sie verändern spürbar wie man Gegner angeht, wie Builds funktionieren.
  • Das Leveldesign zeigt mehr Variation. Engere Passagen wechseln sich ab mit weiten, alptraumhaften Hallen, während vertikale Elemente (Leitern, Übergänge, versteckte Pfade) sinnvoll eingesetzt werden.

Ein kleiner Kritikpunkt: Manche Gebiete zwischendurch ziehen sich etwas, da sie mehr Aufwärmabschnitte (mit Standardgegnern) als zwingend notwendig haben, um zum nächsten Boss zu gelangen. Für Leute, die jede Sekunde Action wollen, kann das Geduld erfordern.

Neuerungen & Komfortfeatures

Eine der größten Stärken von Overture ist, dass es nicht nur mehr vom Altbekannten gibt, sondern auch Verbesserungen bei Zugänglichkeit und Komfort:

  • Neue Schwierigkeitsgrade wurden ergänzt, was das Spiel für eine breitere Zielgruppe öffnet.
  • Einige Qualität-des-Lebens Verbesserungen: klarere UI-Elemente, bessere Hinweise auf Progression, sinnvollere Verteilung von Checkpoints.

Technik & Bugs – solide, aber nicht perfekt

Wie bei vielen großen DLCs gibt es auch hier kleinere technische Makel: gelegentliche Clipping-Fehler, manchmal lange Pfade durch Gegnergruppen, bevor ein Bosskampf startet – das kann frustrierend sein. Aber nichts kritisches, nichts, was dauerhaft vom Spiel ablenkt. Sicherheitslader (Auto-Saves etc.) funktionieren verlässlich, Performance-Einbrüche sind selten und meist in Randbereichen.

Fazit

Lies of P: Overture ist eine sehr gelungene Erweiterung des Originals: emotional, atmosphärisch dicht und technisch weitgehend sauber umgesetzt. Sie bringt neue Waffen, neue Gegner, spannende Bosse und eine Geschichte, die mehr über das Universum verrät, ohne das Hauptspiel überflüssig zu machen. Kleine Schwächen sind vorhanden – Wiederholungen, ein paar Längen –, aber sie schmälert nicht das große Bild.

Wertung: 9 von 10 – klare Empfehlung für Fans von Lies of P und Soulslike Spielen.

Lies auch Franks Review zum Hauptspiel: Lies of P (PS5) im Test

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