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Collectors Cove (Switch 2) im Test

Vor einiger Zeit bereits erreichte uns das Cozy Indie Farming Game Collectors Cove in dem ihr eurer Sammelleidenschaft als Kind einer Sammlerfamilie fröhnen dürft. Das gemütliche und relaxende Spiel soll euch auf eine interessante Reise von Insel zu Insel mitnehmen und euch viele tolle Abenteuer erleben lassen, aber alles in einem ruhigen Stil dessen Geschwindigkeit ihr selbst bestimmt.

Das ist Collectors Cove

Als junger Abkömmling einer bekannten Sammlerfamilie strebt ihr danach es euren Eltern gleich zu tun und auf eine große Reise zu gehen. Nach einem kleinen Story Tutorial erhaltet ihr euren mystischen Freund, eine Art Seeschlange die euch ab sofort begleiten wird und euer Boot zieht. Das possierliche Tierchen muss zudem regelmäßig von euch gefüttert werden damit es nicht zu Müde wird. Gefüttert wird er übrigens mit Fisch, den ihr stilecht selbst angeln müsst. Dazu stehen euch neben dem offenen Meer natürlich auch Seen auf den verschiedenen Inseln zur Verfügung.

Fischen und Füttern ist aber nicht euer einziger Job denn begleitet und angeleitet werdet ihr von einem etwas extrovertierten Onkel mit gespaltener Persönlichkeit. So könnte man es beschreiben. Ihr erledigt Augaben, sammelt Rohstoffe und findet mystische Fische, Lebensmittel und vieles mehr. Das Spiel drängt euch dabei zu keinem Zeitpunkt und lässt euch freie Hand über das was ihr gerade machen wollt.

Das tägliche Leben in Collectors Cove

Das eigentliche Spiel besteht daraus Inseln zu plündern, Werkzeuge zu craften und euer Boot weiter auszubauen. Dazu stehen euch verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, aber der Platz auf dem Boot ist natürlich begrenzt. Da ihr nichts auf Inseln anbauen könnt müsst ihr euch gut überlegen was ihr genau auf eurem Schiff haben wollt und wie ihr es praktischerweise positioniert. In unserem länger angelegten Test haben wir aber keinerlei Platzprobleme bekommen, das kommt wohl erst viel später im Spiel.

Das Erkunden der Inseln gestaltet sich ein wenig eintönig. Geheimnisse sind selten gut versteckt und Rätsel in der Regel leicht und kindgerecht zu lösen. Die Haupt Zielgruppe für dieses Spiel ist wohl auch das deutlich jüngere Publikum. Hier setzen die Entwickler klare Grenzen und Linien was zum Beispiel Gewalt angeht. Als einfaches Beispiel dient hier die „Schiffskanone“ die mit einem Saugnapf ausgestattet ist um Treibgut an Land zu ziehen. Für mich völlig in Ordnung so und ausreichend. Es muss nicht immer eine Harpune sein.

Neben dem sammeln und erforschen von besonderen Höhepunkten, wie mythischen Fischen,, Pflanzen und so weiter ist die Pflege der Beziehung mit eurem mythischen Tier das wichtigste im Spiel. Es ermöglicht euch schneller zu reisen, weiter zu reisen und im Rang aufzusteigen. Der Sammlerrang ist nämlich genau das worum es sich im Spiel dreht, das große Ziel sozusagen.

Um den Sammlerrang zu steigern müsst ihr alle Pflanzen, Fische, Lebensmittel und deren mythischen Versionen sammeln. Das klingt zu beginn recht einfach und ist auch erstmal schnell erledigt für die ersten paar Ränge, zieht sich aber im späteren Verlauf schon etwas.

Collectors Cove – Das Gameplay

Spielerisch treffen wir leider auf ein Spiel das nicht ganz ausgereift ist. Unsichtbare Wände, eine auf der Nintendo Switch 2 etwas sehr hackelige Steuerung, die manchmal auch zu schnell reagiert. Dadurch geht uns zwar im Spiel nichts verloren aber es bringt den Spieler leider schnell aus dem Konzept.

Ich habe mit dem Review bewusst länger gewartet. Es handelt sich hier ja nicht um einen AAA Titel mit gewaltigen Verkaufszahlen sondern eher um ein Spiel das potential zu einem Geheimtipp für kalte, regnerische und depressive Tage taugt. Zusätzlich sind nach dem offiziellen Release noch einige Updates gekommen die sich einigen Problemen angenommen haben. Leider wurden meine Kritikpunkte nicht signifikant verbessert.

Alles in Allem nutzt sich das Spiel leider sehr schnell ab, da die Inseln wenig Abwechslung bieten, Rohstoffe meist schon von Beginn an sehr knapp sind und die Voraussetzungen für mythische Fische und Pflanzen oft unsinnig erscheinen. So sollen wir zum Beispiel für einen mythischen Fisch unser Inventar so voll werden lassen das uns ein Fisch auf das Deck unseres Schiffes fällt. Diesen müssen wir liegen lassen und dann den entsprechenden Fisch fangen. Im späteren Verlauf werden die Voraussetzungen noch absurder.

Wenigstens können wir die „Bedingungen“ entsprechend bei einem Händler ankaufen und müssen so nicht alles auf eigene Faust herausfinden. Auch Materialien können wir beim Händler/Onkel umtauschen so das auch da eine Möglichkeit besteht sich ein wenig selbst zu helfen.

Collectors Cove Fazit und Bewertung

Das Spiel kostet derzeit €19,99,- auf Steam, Nintendo ruft den gleichen Preis auf. Auf Wunsch ist der Collectors Cove Supporter Pack auf Switch für 5€ zusätzlich erhältlich, dieser enthält allerdings „nur“ 3 kosmetische Items, also wirklich ein reines Supporter Pack.

Generell muss ich an dieser Stelle den Wertungen anderer Medien ein wenig widersprechen. Zwar ist das Spiel wirklich sehr entspannend und auch das Setting schön und recht einzigartig, allerdings sind die hackelige Steuerung und die schnelle Abnutzung, aufgrund fehlender Abwechslung, leider schnell ermüdend.

Collectors Cove hat mich zwar schnell in seinen Bann gezogen ist aber auch genauso schnell durch andere Spiele ersetzt worden. Ein günstiger Preis macht das Spiel sicherlich zu einem guten Produkt das man einfach mal „mitnehmen“ und immer wieder auspacken kann. Dennoch schlittert es leider mit hoher Geschwindigkeit an der Krone vorbei und kann letztlich nur eine verhaltene Wertung bei mir einfahren.

Ich vergebe an dieser Stelle:

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