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Man of Medan – von Geisterschiffen und Schmetterlingen

Die Story von Man of Medan beginnt wie nahezu jede Teenygeschichte. Ein paar Jungs treffen sich an einem Boot, hinzu kommen die Freundin des einen und ihr Bruder, beide aus einer reichen Familie und die introvertierte und etwas unverschämt wirkende Kapitänin des gemieteten Bootes. Diese typische Konstellation bietet alleine schon genug Spannungspotential, als allerdings ein Zusammenstoß mit ein paar Fischern eskaliert wird die Geschichte schnell unschön und wir geraten mitten in eine Menge seltsamer und gefährlicher Situationen. Was nach einer Entführungsstory aussieht wandelt sich schnell zu einer bekannten Geschichte. Das Geisterschiff, ist eine nur allzu bekannte Geschichte die wir bereits in den verschiedensten Varianten erlebt, gesehen, gelesen haben. Auch Man of Medan beginnt als erster Teil der Dark Pictures Anthology mit dieser bekannten Geschichte, vermutlich weil sie schon ein paar mal gut funktioniert hat. Ob wir in Zukunft mit den kommenden Teilen der Serie auch wieder auf bekannte Geschichten treffen ist etwas das wir sicherlich noch klären müssen, aber es wäre doch gar nicht so schlecht alte und bekannte Volksmärchen und Sagen wieder aufleben zu lassen. Mir persönlich würde das gut gefallen.

Um die Ganzen Geshichten ein wenig aufzulockern und uns ein wenig in die Welt der Dark Pictures Anthology einzuführen haben wir hier einen bekannten Charakter. Pip Torrens heißt dieses bekannte, britische Gesicht das bereits für diverse Preise nomiert war. Unter anderem finden wir ihn beim „Screen Actors Award“ und beim „Besten Schauspiel ensemble einer Fernsehserie“ erwähnt. Das bekannt wirkende Gesicht kennen wir unter anderem aus James Bond – Der Morgen stirbt nie, Preacher und Star Wars VII – Das erwachen der Macht, Doctor Who und The Walking Dead. Dieser prominente Cast ist aber nicht das einzige prominente im Spiel denn die Geschichte ist uns nur allzu bekannt.  Nicht nur die letzte visualisierung 2002 mit dem Film Ghost Ship sondern auch im Original von 1952 erzählten die Geschichte bereits mehrfach, es gab noch andere Geschichten und Umsetzungen sind uns bekannt. Von daher ist es eigentlich eine eher schlechte Basis für eine gute Geschichte, vor allem wenn man im Prinzip schon weiß was passiert.

ABER und dieses ABER schreibe ich gerne groß ist diese Geschichte ein bisschen anders, denn ihr entscheidet hier was passiert. Zwar könnt ihr die Geschichte im Verlauf nur bedingt beeinflussen, aber trotzdem entscheiden eure Entscheidungen natürlich über den Ausgang der Geschichte, wer überlebt und welches Ende die Geschichte nehmen wird. Manche Dinge geschehen eben nur dann wenn ihr bestimmte Entscheidungen trefft und andere eben nicht. Welche das genau sein werden ist dem sogenannten Schmetterlingseffekt zu verdanken, so wollen es zumindest die Entwickler. So kann eine Kleinigkeit schon dazu führen das euch eure Mitstreiter nicht so sehr mögen, eure Entscheidung wer weggeht kann über Leben und tot entscheiden, mögliche Dialogoptionen oder Rettungsoptionen. Wer am Ende überlebt und wer davon kommt, das bleibt eure Entscheidung.

Die Optik und die Stimmung in Man of Medan sind absolut genial gemacht. Alleine der Detailgrad ist schon sehr hoch. Die Entwickler haben sich aber auch mit den Sounds und Effekten auf dem richtigen Pfad bewegt. Qualitativ ist Man of Medan ein ganz großer Wurf. Spielerisch ist es bis auf einige Kleinigkeiten auch sehr gut gelungen. Die Stimmung ist teilweise Spooky, teilweise gruselig. Wer die Geschichte zum ersten Mal spielt und empfindlich ist, der kann sich durchaus erschrecken.

 

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