The Universim (PC) im Test – Macht und nochmehr Macht

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Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht die Macht eines Gottes zu haben!? Nunja ehrlich gesagt ich. Kümmere dich mal um 8 Milliarden Menschen. Ich meine Come on, selbst wenn nur 1% davon betet musst du dir den Mist von 80 Millionen jeden Tag anhören. Aber in einem Videospiel, wo wir ohne Probleme auch mal unseren Frust an diesen kleinen Mistviechern auslassen können… ihr lest mein Grinsen wird immer breiter…

Nach mehr als 10 Jahren Entwicklungszeit geht das Spiel “The Universim” von Crytive Games, aus San Diego Californien in den Release. Allerdings gab es zuvor auch schon eine Kickstarter Kampagne mit dem Lieferzile im Oktober 2015… Oh_oh was ist da denn los? Ob sich das warten auf den Full Release nun gelohnt hat klären wir in unserem Test!

Das ist “The Universim”

Ihr beginnt euer Spiel im Hauptmenue, ja klar, wo auch sonst! Ich verstehe! Hier wird aber schnell klar, darum erwähne ich das auch, das wir einige Rougelike Elemente im Spiel haben. Nochbevor es losgeht stellen wir unsere Umweltbedingungen ein. Wie schwer darfs sein? Wie groß der Startplanet und welche Perks bekommen unsere Nuggets… Spoiler… die müssen wir erst freispielen!

Sodann beginnen wir mit einem haufen Steinwender und Beerenpflücker in der Steinzeit! Als Gott hat man es in der Steinzeit echt einfach! Ihr helft euren nuggets mit euren göttlichen Fähigkeiten die überschaubaren Aufgaben zu erldigen, sucht euch einen Hohepriester aus und lasst euch verehren. Was einfach beginnt kann aber schnell zu einem komplexen Problem weden. Eure Nuggets entwickeln sich weiter und mit der Zeit werden auch die Wünsche und Quests schwieriger.

Dabei ist es aber vor allem wichtig das ihr die kleinen Wuseleinwohner im Auge behaltet. Anfangs rettet ihr ihnen noch das leben, später bestraft ihr ihre ungläbigukeiten mit Katastrophen! Wenn ihr das dann geschickt genug gemacht habt und sie euch noch immer als Gott anerkennen… naja irgendwann ziehen wir dann weiter in eine neue Welt…

Die Geschichte

Hier reden wir nun nicht über die Geschichte der Welt sondern viel mehr über Spiele wie Popolus, an das ich mich auch als erstes erinnert gefühlt hatte. Der einstige Super Hit aus der Feder des genialen Peter Molyneux erschien 1991 für den C=64. Ja das sind Zeiten die viele von euch nichtmehr kennen dürften aber Einigen sagt vielleicht Black & White noch etwas, wo wir Monster züchten die mit dem Glauben wachsen!?

Alle diese Spiele haben gemeinsam das wir Gott spielen dürfen und unsere Minions vor dem Untergang bewahren sollen. All die kleinen leichtgläubigen Wesen deren Existenz wir in der Hand haben sind unserer Willkür überlassen! Zusammen bilden wir mit diesen Spielen die Allmachtsfantasie der Menschheitsgeschichte ab. Endlich könnten wir mal Alles in der Hand haben!

Hervorragende Erfahrungen

Jetzt brat mir doch Einer einen Asen! Wir starten mit Adahy und Elu den beiden ersten Menschen, wobei die Namen vermutlich keinerlei tiefere Bedeutung haben. Das eine ist ein Youtuber, das andere ein deutscher Hersteller von Klimageräten. Also keinerlei Verbindung zu bekannten Personen. Ihr seid aber in der Lage jedem eurer Nuggets, wie das Spiel sie nennt, eigene Namen zu geben. Also auch sowas wie “Gesichtselfmeter” oder “Misthaufen” sind kein Problem, naja für euch als Gott nicht!

Technisch ist das Spiel aber echt mal einwandfrei. Wir haben viele Titel im Early Access getestet und auch viele Early Access Spiele kurz nach dem Full Release. Dabei sind prominente Titel wie Palworld, die technisch bei weitem nicht einwandfrei sind.

-= 10 Tipps für Palworld Einsteiger, die ihr kennen solltet! =-

The Universim hat aber in unserem Test keinerlei technische Probleme gemacht. Das trotz der Tatsache das sich die Entwickler in einer Nachricht entschuldigt haben das die Beta-Branch nicht richtig funktioniert hätte und wir jetzt, vor Ein oder Zwei Tagen in den Full Release gestartet sind. 24 Stunden später gab es den ersten größeren Hotfix! Da sind die Entwickler scheinbar ordentlich hinterher!

Ernüchterung im Spielverlauf…

Während “The Universim” sehr stark beginnt, mit tollem Humor aufwarten kann und richtig spaßig wirkt ändert sich das. Im Laufe des Spieles werden die göttlichen Fähigkeiten immer weniger benötigt und ihr kümmert euch immer mehr um Gebäude bauen, Ressourcenmanagment und solche Dinge. Das ist jetzt nicht das was ich erwartet hatte. Eigentlich wollte ich weiterhin gott spielen, Nuggets die ungläubid werden bestrafen und dafür sorgen das ich allmächtig bleibe. Dabei verhindern das meine Nuggets sich auslöschen und dafür sorgen das meine Religion im ganzen universum verbreitet wird.

Das ist mir aber nicht vergönnt, denn ich lande schnell in einer Aufbausimulation, weniger einer Göttersim. Das ist schade, sehr sogar! Ich hatte mehr gehofft meine göttliche Führung immer weiter auszubauen um letztlich meinen Nuggets ein gutes Leben spendieren zu können.

…aber doch …

Dennoch gibt es natürlich viele kleine Details die in den 10 Jahren Entwicklungszeit eingeflossen sind. Zum Einen ist es der Tag/Nacht Zyklus und die verschiedenen jahreszeiten die durchaus Einfluss auf Alles haben. So frieren im Winter die Wasserquellen zu, im Sommer kann es zu bränden kommen, die nur ein Gott mit reichlich Regen löschen kann. Flüsse und Seen können verunreinigen oder von göttlicher Hand gereinigt werden.

Nur wer als Gott die Qualitäten hat die es braucht kann die Nuggets auf den verschiedenen Planeten vor Unheil beschützen! Denn das ist der kleine Clou beim Spiel! Jeder Planet ist Anders. So kann der Eine Planet ein üppiges Leben ermöglichen, der andere eine Eiswüste sein. Ihr könnt aber auch an tolle Planeten geraten die sich als tötliche Falle herausstellen! Wer weiß schon was nachts auf Alienplaneten in den Schatten wartet…

Zusammenfassung und Bewertung

Endlich wieder eine göttliche Gestalt in meinem Haushalt die es würdig ist… ICH! Diese Allmachtsfantasie kann mit “The Universim” auch zu eurer werden! All diese kleinen Höhenflüge und das lenken ganzer Zivilisationen kann in eure Hände gelegt werden. Die Optik ist dabei wuselig, niedlich und macht Laune. Gerade die kleineren Planeten wirken dabei schnell wie spaßige Zivilisationsigel.

Besonders toll sind die vielen kleinen Details im Spiel. Hier wurde vor allem im Tutorial an Alles gedacht. Dabei sind wir technisch auf keinerlei Fehler gestoßen so das sich das Spiel ohne Probleme spielen ließ. Das ist für ein Spiel, das 10 Jahre lang entwickelt wurde, eigentlich selbstverständlich! Gott weiß aber, also ich weiß, das das nicht der Fall ist. Hier muss man Entwickler Crytivo Games ein klares Lob aussprechen!

The Universim ist toll, hätte aber mehr sein können. Die göttliche Komponente im Spiel rückt leider immer weiter in den Hintergrund und wir werden immer mehr zu Mikromanagern. Wir kümmern uns um Ressourcen, um Gebäude und stellen Pläne auf. Das ist praktisch nicht das was ich vom Spiel erwartet habe. Glücklicherweise geht das ganze nicht so extrem in die Tiefe wie andere Spiele und bleibt relativ oberflächlich.

Damit bleibt Alles handhabbar und spielbar. Das Erkunden neuer Planeten unter neuen Voraussetzungen ist dabei ein Feature von dem mancheiner sich eine Scheibe abschneiden kann! Wir vergeben an dieser Stelle gut gemeinte:

7,5 von 10 Punkte

The Universim ist derzeit auf Steam für 28€ erhältlich, aktuell im Angebot für 21€. Link hier: https://store.steampowered.com/app/352720/The_Universim/

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