Kampfsystem als Motivator
Die originalgetreuen Schauplätze erstrahlen jetzt nicht nur im neuen Glanz mit viel erkennungswerten, sondern laden euch zudem mit neuen Sammelgegenständen und optionalen Fähigkeiten zum Erkunden ein. Das Kampfsystem wurde generalüberholt und bietet im Remake eine Mischung aus alten und neuen Spielmechaniken. So sind die Helden in der Neuauflage weitaus wendiger als noch im Original. Hattet ihr im Original nur den Angriff, einige Spezialaktionen sowie magische Attacken zur Wahl, könnt ihr im Remake eine ausweichrolle vollziehen, am Boden oder in der Luft angreifen, einen leichten sowie schweren Angriff ausführen und diese sogar zu brachialen Combo-Attacken ausbauen, bekannte sowie neue Spezialaktionen ausführen und Magie wirken. Aber auch die Gegner sind weitaus wendiger geworden und verfügen über neue Angriffe, die euch ins Schwitzen bringen können. Lediglich die Kameraperspektive funktioniert nicht ideal und verdeckt euch des Öfteren die Sicht.
Ein Ratingsystem am Ende des Kampfes bestimmt über zusätzliche Erfahrungspunkte. Schafft ihr es eure Feinde innerhalb weniger Sekunden oder unbeschadet zu vernichten, dann erhaltet ihr mehr Erfahrungspunkte am Ende des Kampfes. Dieser Umstand motiviert ungemein euch in den Kämpfen anzustrengen, um so viel Erfahrung wie nur möglich herauszuprügeln. Erfreut war ich darüber zu sehen, dass es das Ringmenü auch ins Remake geschafft hat. Sowohl im Kampf, der das Geschehen einfriert, sobald ihr euren Itemring öffnet, als auch auf freiem Feld könnt ihr Items aus einem schnell zugreifbaren Ring heraus benutzen. Genau so war es auch schon im Original möglich. Im Remake sind noch vier Schnellzugriff-Slots hinzugekommen, die selbst mit den nötigsten Items belegt werden können, um auch im Kampf schnell darauf zugreifen zu können.
Erreicht ihr mit euren Recken die magischen Levelgrenzen von 18 und 38 könnt ihr zudem die Klasse wechseln. Jeder Held bewegt sich innerhalb eines für ihn charakteristischen Klassen-Systems. Mit jeder Figur lässt sich die Klasse im Verlauf des Abenteuers zweimal wechseln. Jeder Wechsel stärkt die Grundwerte der Figur enorm und verändert das Aussehen. Zudem habt immer die Wahl, ob ihr die jeweilige Licht- oder Dunkelklasse auswählt. Diese unterscheiden sich in erlernbaren Fähigkeiten sowie Aktionen, die ihr erlenen könnt. Hierdurch wird erneut der Wiederspielwert deutlich gesteigert, was aus der ungefähr 30 Stunden lange Kampagne eine deutlich höhere Spielerfahrung machen kann.
Leider ist nicht alles am Remake genial, denn durch das sklavische Festhalten am originalen Spielprinzip, sind auch einige lästige spieldesign Entscheidungen aus den 90er übernommen worden. So ist zum Beispiel viel Backtracking angesagt. Immer wieder schicken euch die Aufgaben zwischen bereits besuchten Orten hin und her, da vermisst man zwischendurch schon ein wenig Abwechslung. Des Weiteren recycelt man gerne bereits bekannte Gegner und präsentiert diese in einer anderen Farbgebung. Gegen Ende des Abenteuers reicht es sogar nicht normale Feinde zu recyceln. Nein, man setzt euch auch den ein oder anderen bereits besiegten Boss vor die Fäuste. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Entwickler den Mut gehabt hätten sich die Freiheit zu erlauben eigenständige Monster, Level oder Bosse zu erschaffen.




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