Was kann Rune Factory 5 – hier unser Test

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Rune Factory 5 ist 2012 das erste neue Spiel aus der Serie und will mit einer komplett neuen Aufmachung so einiges neu machen. Der neueste Teil ist vor wenigen Tagen offiziell erschienen und wir haben uns dem Spiel natürlich gerne angenommen, damit ihr nicht blind kaufen müsst.

Mit Rune Factory 5 wird erstmals eine komplett neue 3D Open World einfgeführt. Dennoch, so bekräftigen die Entwickler wird das Spiel nicht komplett neu erfunden und auch nicht komplett verändert. Die Basics sollen der Serie treu bleiben und vor allem sollen die Fans nicht mit einem komplett neuen Spiel konfrontiert werden. Neues und Altes zu kombinieren kann eine schwierige Aufgabe sein. Aus diesem Grund bin ich persönlich besonders interessiert daran, wie sich Rune Factory 5 geben wird.

Was ist Rune Factory 5 eigentlich?

Vor allem Animefans dürften mit der Story und dem Beginn von Rune Factory 5 durchaus zufrieden sein. Ihr wählt euren Charakter und plumpst, natürlich ohne Erinnerungen, in eine neue Welt, in der euch eine Menge neuer Abenteuer und Charaktere erwarten. In Rune Factory 5 landet ihr alsbald in der Stadt Rigbarth, wo ihr mit offenen Armen empfangen und freundlich begrüßt werdet. Schnell findet ihr euch in der Abteilung SEED wieder. Das ist eine Organisation die einem Thinktank ähnelt. Prinzipiell kann man sagen SEED sind Problemlöser. Abteilung SEED beschäftigt sich und löst natürlich auch, die Probleme der Allgemeinheit. 

Eure Aufgaben variieren hier von Monsterjagden bis hin zu Botengängen. Im Prinzip ist eigentlich alles dabei. Dabei müsst ihr aber nicht nur die Probleme der Allgemeinheit lösen, sondern nebenbei auch noch euer ganz eigenes Leben auf die Reihe bekommen. Das bedeutet ihr müsst euch selbstverständlich natürlich auch versuchen mit einer Menge Leute anzufreunden.

Ist Rune Factory 5 gut?

Natürlich fragt man sich durchaus warum die Charaktere in Rune Factory 5 sich nicht einmal fragen wo der Unbekannte her kommt und warum hier keinerlei Misstrauen herrscht, aber das sei mal dahingestellt. Die vielen Storyschnipsel sind aber hauptsächlich über Textboxen realisiert. Das fand ich persönlich etwas schade, denn auch wenn die Charaktere durchaus gut in Szene gesetzt sind, ist mir die Story ein wenig zu fade in Inszeniert. Die Charaktere werden allesamt mit Anime Zwischensequenzen vorgestellt, während die Story fast immer nur auf Texte zurückgreifen muss. Die Sprachausgabe ist dabei in Englisch oder japanisch gewählt, je nachdem was ihr bevorzugt, eine lokalisierte Version gab es leider zum Testzeitpunkt noch nicht, wird es aber in der Zukunft vermutlich auch nicht geben.

Leider ist das Spiel im allgemeinen Storytechnisch nicht so ganz auf der Höhe. Die große und dramatische Wendung, wie im Vorgänger, vermissen wir leider schmerzlich und da das Ende der Geschichte bereits nach etwas mehr als 30 Spielstunden erreichbar ist, sind wir auch ein wenig enttäuscht gewesen das hier nicht mehr herausgeolt worden ist, potential wäre immerhin eine Menge dagewesen. Das Problem an der Sache sind viele kleine Details, die sich nicht so ganz auflösen wollen. Als Beispiel können wir hier zum Beispiel die Bezeichnung des Erdfreunds nehmen. Alle Welt redet immer wieder von meinem großen Schicksal und meiner Bestimmung als Erdfreund, jedoch wird nie aufgelöst was es damit zum Beispiel auf sich hat. Das ist schon ein wenig ernüchternd. Hier hätte ich mit mehr liebe zum Detail gerechnet und gehofft das sich noch ein wenig mehr tut.

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Was allerdings wirklich toll war, waren die Dungueons im Spiel. Hier hatte ich einige der besten Momente, vor allem wenn komplexe Schalterrätsel einem mal wieder das leben schwer gemacht haben. Leider werden aber viel zu viele Details im Spiel recycled. So kann man einige Gegnertypen gerade noch an ihrer Farbe unterscheiden, nicht jedoch an ihren Moves oder Angriffen. Auch einige der Dungeons gleichen sich nahezu wie ein Ei dem Anderen. Das macht mal wieder ein Stück derg erade gewonnenen Euphorie zur Nichte.

Wiederrum positiv ist die Entwicklung der Beziehungen zu bewerten. Im Gegensatz zum Vorgänger werden euch die Events für Beziehungspflege auf der Karte angezeigt, so kommt ihr einfacher und wesentlich schneller in den Genuss der großen Liebe, die ihr im letzten Teil vielleicht noch schmerzlich vermissen musstet. Das fanden wir damals schon sehr schade, denn viele Events haben lediglich zufällig getriggert, was am Ende zu einem großen Tohuwabohu geführt hat und einige Spieler auch noch vielen Jahren noch unverheiratet zurückließ. Das haben die Entwickler definitiv jetzt besser gemacht und zeitgemäß liegt es auch an euch zu entscheiden wen ihr heiraten wollt. Dabei spielt euer Geschlecht zum Beispiel keine Rolle. Es ist und bleibt eure Entscheidung.

Rune Factory 5 – kaufen oder eher nicht?

Eigentlich brauche ich mir nur die Box der physischen Edition anzuschauen um für mich zu entscheiden das ich das Spiel kaufen möchte. Da diese Box aber mittlerweile garnicht mehr so einfach zu bekommen ist, wird das natürlich schwer. Ihr solltet euch aber keinen Kopf machen. Als Fans der Serie erlebt ihr vielleicht den Biginn eines neuen Abenteuers, in einer absolut neuen Form. So kann Rune Factory sich gerne weiter entwickeln und wenn wir in der Zukunft wieder Spiele mit mehr Spieltiefe und einer besser ausgeklügelten Story erhalten dann lohnt es sich auch wieder richtig zuzuschlagen. Beim fünften Teil ist zwar vieles Neu und vieles besser als früher, doch gibt es auch einige Dinge die man hätte besser machen können. So zum Beispiel das massive recycling von Gegnertypen und Dungeons. Da hätte man wirklich ein wenig mehr kreativität ausüben können. Zumal viele der Dungeons wirklich gut geworden sind. An dieser Stelle kann ich eine Wertung geben die recht gut ausfällt:

8 von 10 Punkte

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6 Monate zuvor

[…] schonmal Rune Factory probiert? Hier unser Test zu Rune Factory 5 […]