Tentacular für Playstation VR2 im Test

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Die virtuelle Realität ist eine tolle Sache. Wir können uns in die schnellsten Autos der Welt setzen und über die bekanntesten Rennstrecken der Welt hetzen. Zusätzlich können wir in andere Welten reisen, Abenteuer erleben und sogar ein riesiges Tentakelmonster werden das einen Job in einer kleinen Küstenstadt sucht. Es gibt Spiele wie zum Beispiel Horizon Call of the Mountain (Hier im Test) die technisch total gut gemacht sind und dann gibt es Tentacular von Devolver Digital und Entwickler Firepunched Games UG, das etwas andere Qualitäten hat.

Das ist Tentacular

Als riesiges Krakenmonster müsst ihr die Welt zerstören, oder nein, halt, eben genau das nicht! Ihr seid eigentlichnicht einfach ein gewaltiges Kaijū das alles vernichten will, sondern eigentlich wurdet ihr von den Menschen der Insel La Kalma adoptiert. Ihr seid dort aufgewachsen und gewachsen und gewachsen und gewachsen. Mittlerweile lässt es sich nichtmehr wirklich von der Hand weisen das eure blaue Haut vermutlich darauf hinweist das ihr wirklich adoptiert seid. Dennoch wollt ihr euch nützlich machen und den menschen ein bisschen was zurückgeben. Aber das ist natürlich nicht ganz so einfach wie man sich das denken möchte, denn als riesiges Tentakalmonster hat man es natürlich nicht leicht mit den kleinen Menschlein.

So ergeben sich eine Menge lustiger und teilweise auch emotionaler Momente, während ihr versucht auf der Insel La Kalma mehr zu tun als nur zu schmarotzen. Aber Vorsicht, denn die Boote und die Infrastruktur der Insel sind nicht so stabil wie ihr selbst. Und seid euch mal sicher das Tentacular noch komplizierter wird wenn ihr erstmal rausbekommen habt das ihr prinzipiell machen könnt was ihr wollt…

Das weder technisch noch grafische anspruchsvolle oder perfekte Spiel gibt euch jede Menge zu tun und als neu eingestellter Müllsammler der Insel habt ihr eure Aufgaben. Aber werdet ihr die Container und den Müll so sammeln, wie das die Menschen von euch verlangen oder werdet ihr lieber ausprobieren was die lieben Menschen so alles auf dem Kasten haben wenn es plötzlich Container regnet oder sie im hohem Bogen durch die Luft fliegen um letztlich irgendwo im Ozean zu laden… ja die Menschen und die Container 😉

Tentacular bietet euch zwar eine Menge Aufgaben und Challenges zu erledigen, jedoch hetzt euch keiner und auch das Spiel setzt euch nicht uner Druck eure Aufgaben schnellstmöglich zu erledigen.  Dennoch tickt ständig eine Uhr mit und hält nach wie lange ihr braucht um in das nächste Level zu kommen.

Was macht Tentacular besonders?

Dieses Spiel strotzt eigentlich nur so vor Witz und WTF Momenten. Bereits auf der ersten PSVR war Tentacular cool, jedoch jetzt, dank Playstation VR2 ist es etwas besonderes geworden. Sicherlich könnten wir hier jetzt auf die technische Variante eingehen die natürlich dank foveated rendering sehr gut ausgefallen ist, oder die Haptik die uns, im Gegensatz zu Steam oder Meta Quest 2, alles spüren lässt was wir tun, aber es sind doch die kleinen Momente die Tentacular interessant machen.

Klar ist eine Wibbli-wobbli-Angelegenheit mit riesigen Tentakeln herumzufummeln und garnicht so leicht nicht gleich die Ganze Stadt zu zerstören, aber ihr werdet auch viele WTF Momente erleben, denn Las Kalma ist eine sehr weit entwickelte Stadt, weit draußen im Meer und vor allem ihr Raumfahrtprogramm ist wirklich weit entwickelt, was Fragen aufwirft. Seid ihr wirklich ein adoptiertes Krakenjunges oder vielleicht doch ein Alien von einem anderen Stern?

Was hat uns gestört

Technisch gesehen ist Tentacular nicht perfekt und leider gibt es neben kleineren Fehlern, Trackingproblemen, die aber auch für so manche lustige Momente sorgen, auch ein paar Problemchen mit der Gestaltung des Spieles. Es gibt viele Momente im Spiel die einfach in die Länge gezogen wirken, was wirklich etwas unschön ist und nervt. Ihr könnt eure Mitbürger zwar sanft auf den Kopf klopfen um sie zu beschleunigen, aber dennoch wird uns leider sehr sehr oft, sehr viel erklärt. Das ist zwar eigentlich ganz gut, aber leider auch an vielen Stellen einfach zuviel des Guten.

Darüber hinaus bietet uns Tentacular zwar eine Menge lustiger Momente aber auch viele Momente die einfach nur in die Länge gezogen wirken.

Zusammenfassung und Bewertung

Grundlegend müsste man Tentacular eigentlich herabstufen denn technisch ist das Spiel wirklich nicht perfekt geworden. Auch das stellenweise herausgeziehe von Anleitungen ist immer wieder ätzend. Dennoch ist Tentacular ein Spiel das so unheimlich viel Charme hat, das man es eigentlich einfach lieben muss. Tentacular ist witzig, macht Laune und hetzt euch nicht. Darum ist Tentacular in meinen Augen durchaus ein Titel den man spielen kann.

Wenn ihr euch an spaßigem Nonsense erfreut, auch mal fern ab von Anleitungen und Konventionen bewegen wollt dann findet ihr mit Tentacular eine Menge Spaß. Für gerade einmal 25€ erhaltet ihr im Playstation Store gut 7 Stunden Spielspaß, je nachdem wie schnell ihr euch durch das Spiel bewegt. Aber lasst euch sagen das nur die Wenigsten wirklich durch das Spiel rushen werden, dafür ist das Spiel viel zu lustig. Auch wenn es nicht perfekt ist, so macht es doch unheimlich Spaß. In diesem Sinne vergebe ich auch gut gemeinte

7 von 10 Punkte