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Ravenlok (XBSX) ein herrliches Fantasieabenteuer

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Vor einiger Zeit erreichte uns Ravenlok, ein nettes, kleines und durchaus sehenswertes Action RPG von Cococucumber. Das Spiel wirkt im ersten Moment ein bisschen wie ein Indietitel und optisch macht es auch teilweise den Eindruck. Dennoch hat mir Ravenlok wirklich etwas angetan. Warum!? Das lest ihr nach dem Trailer!

In Ravenlok schlüpft ihr in die Rolle der magischen Heldin Ravenlok, die mit dem Rabenschwarzen Haar, auch wenns auf den Bildern eher Lila wirkt ;-). Ravenlok ist die lange prophezeite Heldin die die Märchenwelt vor der Bösen Königin retten wird. Klingt klassisch und genauso ist es auch ausgelegt. Ein Action RPG nach klassischen maßstäben, mit klassischen Elementen und klassischem Gameplay. Nichts besonderes könnte man jetzt meinen, aber angesichts der jüngeren Zielgruppe des Spieles, durchaus auch in Ordnung. Vor allem aber… das Spiel macht euch mal nicht gerade Arm! Soviel spoilere ich gerne schon an dieser Stelle, man kann es für knappe 25€ seinen Kids kaufen und sie damit beruhigt alleine lassen!

Das ist Ravenlok

… oder eher nicht, das ist eigentlich das Schloss der bösen Königin, die das Königreich der Märchen in Atem hält. Für Kids ist das eine schöne Geschichte, für Eltern oder Spieler in meinem Alter eine herrliche Anspielung auf vergangene Märchen und Geschichten. Wir finden in Ravenlok ein klassische Action RPG vor, ihr lauft rum, interagiert mit Dingen, Schlagt auf Gegner ein und löst Rätsel und kleinere Quests. Alles nicht so schwer das man es nicht meistern könnte und nichts davon in irgendeiner Form unangemessen, weder in Optik noch in der Sprache!

Interessanterweise ist die Grafik eine Art Mischung, wie man oben sehr gut erkennen kann. Während die Bäume einen sehr hoch aufgelösten Eindruck machen, genauso wie der Himmel und auch die Kamera sehr professionell wirkt, geradezu wie aus einem Triple A Titel so sind viele Elemente des Designs eher in einer pixeligeren Optik gehalten. Das hat einen gewissen Charme und sorgt dafür das die Teile des Spieles, vor denen Kinder vielleicht Angst bekommen könnten, weniger realistisch wirken. Diese Wirkung wird vermutlich bewusst erzielt, fällt jedoch nur auf wenn man sich wirklich darauf konzentriert. Ich finde das eine Gute Lösung.

Spielerisch finden wir eine Welt wieder die sich vieler Details aus bekannten Märchen und Geschichten bedient. Vieles davon ist vor allem von Alice im Wunderland inspiriert und auch einige Anspielungen verstehen wohl eher die Erwachsenen, wie der kleine Igel, der einen Seltsamen Pilz aus dem Wald haben will und sich danach beschwert das das ein toller Trip gewesen ist… das bleibt aber die Einzige Anspielung die mir bewusst aufgefallen ist, vielleicht auch ein Detail das sich bei der Übersetzung eingeschlichen hat. Wir finden hier vor allem Details aus Alice im Wunderland wieder, wie z.B. eine Teeparty die nicht stattfinden kann, weil die Tassen fehlen, oder die Wachen mit Rüstungen aus Spielkarten. Wer in seiner Kindheit viele Märchen gelesen, gesehen oder vorgelesen bekommen hat der wird sich hier über die vielen Details freuen!

Ist Ravenlok gut?

Ja natürlich hat Ravenlok viel schönes, allen voran die Optik, die wirklich gelungen ist! Ich fand die verschiedenen Welten in denen ich mich bewegt habe durchaus ansprechend und konnte mich vollends auf die Märchenwelt einlassen. Das eigentliche Spiel ist für erfahrene Gamer eher als leicht zu betrachten, aber es gibt ja auch eine Menge Kids die heutzutage schon sehr früh sehr fit sind und alten Säcken wie uns einen vormachen können und ich bin mir bewusst das ich hier keine Kinderseite betreibe 😉

Ravenlok hat ein klassisches Gameplay, mehr will ich dazu auch garnicht ausführen. Rätsel sind meist ebenfalls recht einfach zu lösen, können aber durchaus auch schonmal eine knackige Nuss werden. Wenn ihr zum Beispiel einen Code einstellen müsst an 4 großen Statuen und eine Weile braucht um zu kapieren das ihr die Statuen die im Level verteilt sind, zählen sollt. Das hat mir, aber vor allem aufgrund der weit fortgeschrittenen Uhrzeit zu der ich das Spiel feertig gespielt hatte, einiges an Kopfzerbrechen bereitet.

Es gibt also durchaus ein paar Stellen im Spiel die durchaus ein bisschen zum Knackpunkt werden können. Erfahrene Gamer werden aber nicht allzuviel Zeit dafür brauchen. Die Kämpfe im Spiel sind auch eher auf Anfängerniveau und leicht machbar. Eine gute Strategie brauchten wir im Test nicht, jedoch sind einige Passagen mittlerweile nachgebessert worden und damit deutlich anspruchsvoller geworden!

Was ist an Ravenlok schlecht?

Klar, wir als Redaktion gehen natürlich ganz anders an solche Spiele heran wie ein potentieller Käufer. Wir wollen vor allem die komplette Story sehen, erleben und beurteilen und wir wollen recht schnell dabei sein um nicht mehr Zeit aufzuwenden als notwendig. Dabei lassen wir bei vielen Spielen, wie auch bei Ravenlok, die Nebenmissionen und Sammelgegenstände meist eher außen vor. Damit kommen wir auf eine Spielzeit von 5-7 Stunden je nachdem wie schnell ihr seid. Hätte ich vorher gewusst das das Spiel so schnell vorbei ist hätte ich Videos auf meinem Youtube Gaming Kanal Big Frank Gaming dazu gemacht und ein Walktrough veröffentlicht. Aber die Idee kam mir leider erst nach dem ersten durchspielen. Naja wer weiß, wenn es bedarf gibt mach ichs vielleicht nochmal.

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Grundlegend finde ich es immer gut wenn ein Spiel nicht zu lange ist, allerdings finde ich es auch nicht so sonderlich toll wenn ein Spiel so schnell vorbei ist und man quasi cheaten kann, aufgrund diverser Ingame Mechaniken die es uns ermöglichen z.B. unendliches Geld zu generieren. Das fand ich etwas kritisch, so kann man die meisten Mechaniken im Spiel einfach dribbeln.

Auch die Einleitung wirkt eher wie ein Farmgame, kaum wie ein wirkliches Action RPG. So verbringen wir die erste halbe Stunde damit auf einer kleinen Farm hin und her zu laufen, was schnell trist und Öde wird. Hier hätte man tatsächlich die komplette Spieleinleitung etwas kürzer halten sollen, oder aber den Bauernhof der Großeltern vielleicht eher zu einer Art Basis machen können, an die wir immer wieder zurückkehren und z.B. mit den Eltern sprechen. Hier ist auf jeden Fall viel verloren gegangen.

Fazit und Zusammenfassung

Abschließend kann ich sagen das Ravenlok mir gefallen hat. Das Spiel hat es mir wirklich angetan. Leider gibt es aber keinerlei Wiederspielwert, weil einmal durchgespielt kennt man die Lösung auf alle Rätsel und die Strategie für alle Kämpfe. Lohnt sich vielleicht noch für Trophy Hunter und Speedrunner, aber das wars auch schon.

Trotzdem hat mir Ravenlok gefallen. Ich hatte einen langen Nachmittag, bis hinein in die Abendstunden mit dem Spiel verbracht und es letztlich an einem Stück durchgezockt. Lässt man sich mehr Zeit, erkundet ein wenig mehr und genießt die Geschichte ein bisschen mehr, dann kommen wir vielleicht auf etwa 8-10 Stunden Spielzeit. Das ist aber durchaus in Ordnung für ein 25€ Spiel und mehr habe ich mir lediglich erhofft, aber nicht erwartet.

Die Optik ist schön gemacht und vor allem: “Wir sind auf keinerlei Fehler und/oder Bugs getroffen!” Das ist heute durchaus schon ein erwähnenswerter Punkt, in Zeiten in denen Vorbesteller abgezockt und User als Betatester benutzt werden. Einen dieser Punkte werde ich im nachhinein noch hier verlinken weil es mir in letzter Zeit immer mehr auffällt und ich mich tierisch aufrege, das hat aber nichts mit Ravenlok zu tun, das kann ich euch ohne Vorbehalte ans Herz legen. Aber bitte beachten das das Zielpublikum hier eher die jüngere Generation ist. In diesem Sinne gibt es von mir:

7 von 10 Punkte