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Railway Empire 2 (PC) im Test – Kindheit Pur

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Es ist nun schon ein paar Tage her das uns Railway Empire 2 erreichte. Wir hatten das Glück das Spiel gleich für PC als auch für die Playstation 4/5 testen zu können. Das bedeutet das sich unser Artikel natürlich auf beide Versionen beziehen wird und wir hier und dort sicherlich einige zusätzliche Anmerkungen machen müssen. Dennoch war ich zuversichtlich das sich Railway Empire 2 zu einem interessantes Spiel entwickeln kann, immerhin habe ich solche Aufbau Strategiespiele bereits als Kind sehr gerne gespielt, darunter Spiele wie Transport Tycoon, Sim City/Tower/Ants, A-Train und vieles mehr. Interessanterweise hatte ich schon immer eine gewisse Affinität zur Eisenbahn, warum auch immer, selbst heute arbeite ich in einem chemischen Unternehmen am Gleis und be- und entlade Züge. Interessanterweise realisiere ich das jetzt gerade erst richtig, aber es geht hier ja um das Spiel, also lasst uns beim Thema bleiben…

In Railway Empire 2 müsst ihr eure eigene Eisenbahnfirma hochziehen, Strecken bauen, planen und vor allem managen. Hierbei stehen euch verschiedenste Optionen zur Verfügung und ihr könnt sogar zwaischen verschiedenen Szenarien, freiem Spiel und sogar einem Modellbausystem wechseln. Das finde ich an dieser Stelle erst einmal sehr interessant, aber beginnen wir trotzdem noch einmal mit einem kleinen Bekenntniss bevor wir nun in die große Welt der Eisenbahnsimulationen starten!

Das ist Railway Empire 2

In Railway Empire 2 ist es eure Aufgabe zum mächtigsten Eisenbahnmogul zu werden den ihr euch vorstellen könnt! Dazu verbindet ihr Städte und Fabriken miteinander, sorgt für Wachstum, kauft Produktionsbetriebe und errichtet selbst auch welche. Damit macht ihr aus Kleinstädten riesige Metropolen und verdient euch eine goldene Nase mit dem Transport von Waren, Post und Passagieren. Das klingt jetzt recht einfach, ist es aber durchaus nicht, denn der technische Fortschritt macht nicht halt und ihr müsst ständig am Ball bleiben, forschen, kaufen und auf das Budget achten, Missionen erledigen um Prämien zu kassieren und vieles mehr. Bei allem stehen euch aber Konkurrenten im Weg, denn ihr alleine seid nicht so schlau gewesen um euch mit der Eisenbahn zu beschäftigen, doch am Ende kann es nur ein Unternehmen geben!

So spielt sich Railway Empire 2

Grundlegend haben wir hier ein typisches Aufbaustrategiespiel, wir erwarten also keine Besonderheiten und/oder irgendwelche Eskapaden beim Gameplay und werden auch damit beglückt das unsere Erwartungen absolut erfüllt werden. Auch wenn die Steuerung an der Spielkonsole, in unserem Fall der PS5, etwas hakelig war, so haben wir genau das bekommen was wir erwartet hatten. Eine einfache Steuerung, leicht verständlich, schnell erlernt und vor allem auch in einem guten, deutschsprachigen Tutorial erklärt. Das ist schonmal ein dickes Plus, aber ich muss natürlich ehrlich sein, von Entwickler Kalypso habe ich nichts anderes erwartet. Wir hatten bereits so Einiges von Kalypso auf dem Prüfstand wie z.B. das Sci-Fi survival Aufbaustrategiespiel Ixion (Test hier) oder den Klassiker Tropico, die Diktatorensimulation (Hier der Test zu tropico 6). Wir sind uns also durchaus im klaren das wir es hier mit erfahrenen Entwicklern zu tun haben.

Was uns an dieser Stelle aber betrübt ist die Tatsache das die meisten Sachen dann am Ende doch ein wenig oberflächlich gehalten sind. Mir als Klassiker der Gamingbranche reicht das zwar vollkommen, aber gerade das Mikromanagment das in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen ist und bei dem man oftmals sehr weit ins Detail geht fehtl hier nahezu komplett. Wir bauen Bahnhöfe und Erweiterungen, vielleicht noch in der Stadt ein Gebäude wnn die Stadt gewachsen ist und dann sind wir auch nahezu schon am Ende der Möglichkeiten angekommen. Wir müssen zwar noch immer darauf achten den Städten genau die Waren zu liefern die sie gerade benötigt, was sich natürlich auch mit den fortschreitenden Jahren ändert aber auch das ist recht oberflächlich weil vieles sich von ganz alleine verteilt, über unser Schienennetz und unsere Züge, sofern wir keine speziellen Züge nur für bestimmte Waren reservieren.

klassische Dampflokomotive in Railway Empire 2 bei der Ausfahrt, beladen mit Holz

Grundlegend sorgt das aber auch wieder für eine gute Zugänglichkeit. Ich muss an dieser Stelle zugeben das wir hier natürlich einen sehr hohen Durchsatz an Spielen haben und ich aktuell parallel Zelda Tears of the Kingdom, Diablo 4 und Star War Jedi: Survivor spiele. Ein Kollege hat mir in der Zwischenzeit noch Stellaris ans Herz gelegt weil er weiß das ich Sci-Fi Fan bin und das schlägt ja in ungefähr in die gleiche Schiene wie Railway Empire 2, wenn auch nur grob. Stellaris ist aber an dieser Stelle deutlich umfangreicher was dazu geführt hat das ich keinerlei Lust hatte mich mit Mikromanagment und Details wie Anführerwahlen und dergleichen auseinanderzusetzen und das Spiel ganz schnell wieder drangegeben habe. Railwy Empire 2 hingegen ist so strukturiert das man es zur Not auch komplett ohne ein Tutorial im Trial & Error Prinzip schnell erlernt hätte. Das ist entspannender und vor allem macht es mehr Laune.

Grundlegend beschäftige ich mich ja gerne mit umfangreichen Spielen aber Railway Empire 2 macht für mich eher den Eindruck als wolle es den Spieler mit auf eine Reise nehmen die entspannend ist, darum auch die Mitfahroption für die Züge und die Chance das Spiel wirklich genießen zu können ohne großen Stress zu erzeugen. Ich finds gut!

Isdyllisches Bild einer klassischen Güterlieferung in Railway Empire 2

Highlights und negative Punkte

Vielen mag an dieser Stelle schon aufgestoßen haben das wir hier nicht allzusehr ins Detail gehen, ich finds eher entspannend und das ist gut so. Railway Empire 2 entschleunigt die Spielwelt ein wenig und sorgt für mehr Entspannung als andere Spiele. Dabei ist vor allem der Gleisbau einfach aber sehr effizient gehalten! Wir verbinden 2 Bahnhöfe und können anschließend die Schienen so formen das es nach unserem empfinden passt. Haben wir dann genug Geld im Konto reicht ein Klick um die Strecke zu bauen. Brauchen wir nun ein Gleis für den Rückweg, macht ja Sinn, reicht meist ebenfalls ein einfacher Klick auf die Parallelgleisfunktion, ein Träumchen. Die Benutzerfreundlichkeit ist wirklich sehr hoch.

Leider leiden die Details dadurch ein wenig. Damit meine ich nicht das fehlende Mikromanagment sondern viel mehr Details wie das mitbenutzen der Strecken der Konkurrenz zum Beispiel Verträge zur Bahnhofnutzung gibt es ebenfalls nicht. Das kann an manchen Stellen zu Problemen führen, da die K.I. meist viel einfacher Strecken bauen kann als wir das können. Hier ist die K.I. im Vorteil und kann uns von wichtigen Städten quasi praktisch ausschließen. Das ist weniger schön. Ebenfalls die Tatsache das wir Ausweichgleise bauen müssen uns mit dem Schienenmanagment beschäftigen müssen während die K.I. das praktisch nicht muss ist eine Sache die irgendwie unfair klingt und undfair rüber kommt. Dadurch hat die K.I. einen klaren geldwerten Vorteil der vor allem bei ausgeschalteter Pauseoption für die Bauphase noch zu einem Zeitvorteil wird. Auch die Tatsache das auf der Konsolenversion die Minimap fehlt ist zumindest fraglich.

Hinzu kommen aber auch Schwächen in Sachen Forschung. Hier können wir nicht wirklich viel Einfluss auf die Geschwindigkeit nehmen und sind auch an einen festen Forschungsbaum gebunden. Das lässt keinen wirklichen Platz für Individualität und ist einer der Teile die mir wirklich gefehlt haben. Dafür bekommen wir aber an die 30 Waren die wir transportieren können und müssen, eine sehr schön gestaltete Kulisse und flexible Städte die es uns nicht übel nehmen wenn wir mittendrin einen Bahnhof bauen. Die Bedürfnisse der Städte entwickeln sich und wir müssen uns ständig anpassen. Irgendwie hält uns Railway Empire 2 immer bei der Stange was mir sehr gefallen hat.


Alles kurz Zusammgefasst und bewertet

Ich muss an dieser Stelle zugeben das ich viel über Railway Empire 2 gemotzt habe wenn ihr euch den Artikel komplett durchgelesen habt, aber das sind alles Punkte die das Potential des Spieles aufzeigen. Wir haben hier ein Spiel mit einer wirklich schönen Grafik und einem sehr tollen Spielprinzip. Wir haben gerade ausreichend Simulationselemente um es als Handelssimulation durchgehen zu lassen, uns aber dennoch nicht zu stressen. Als Einsteiger ins Genre, als alter Hase oder einfach nur zum entspannen ist Railway Empire ein perfektes Game. Wir bekommen ein wunderschönes Setting in den USA und Europa geboten. Wir sind wirklich zufrieden mit Railway Empire 2, das ihr zum Beispiel hier* , bereits ab ca. 30€ bekommt. Der Preis macht hier natürlich irgendwo die Musik.

Generell kann man aber auch vom Spiel sagen das es ein stabiles und Bug-armes Spiel ist. Bis auf einige Framerateeinbrüche die uns von X-Box One und X-Box One S berichtet worden sind, konnten wir keinerlei Bugs feststellen. Die etwas bevorteilte K.I. hingegen ist mir persönlich wirklich ein Dorn im Auge. Das kann eigentlich nicht sein, das die K.I. günstiger und schneller ist als der Spieler. Jedoch muss ich auch sagen das es die K.I. bisher nicht geschafft hat mich auszustechen.

Ich jedenfalls bin mehr als zufrieden mit dem Spiel sowohl auf PC als auch auf der Playstation 5, auch wenn die PS5 Version teilweise etwas holprig war, was die Bedienung anging. Ansonsten haben wir hier 2 sehr gelungene Eisenbahn Aufbausimulation gefunden! In diesem Sinne gebe ich gut und gerne:

8 von 10 Punkte