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Nach dem TLoU-Multiplayer-Aus: Steht Naughty Dog wegen „Intergalactic“ unter Druck?

Naughty Dog gilt im PlayStation-Kosmos als die unangefochtene Bastion für kinoreife Singleplayer-Erlebnisse. Spätestens im Dezember 2023 zementierten die Entwickler diesen Ruf, als sie im Zuge einer internen Neuausrichtung das ambitionierte Live-Service-Projekt im The Last of Us-Universum komplett einstampften. Die offizielle Begründung damals: Der dauerhafte Support eines Multiplayer-Titels würde die Ressourcen binden und die Entwicklung zukünftiger Einzelspieler-Spiele erheblich beeinträchtigen.

Unter dem großen Jubel der Fans entschied man sich bewusst gegen den Live-Service-Trend und für das klassische Erbe des Studios. Bei den Game Awards 2024 folgte schließlich der Paukenschlag: Naughty Dog enthüllte mit einem imposanten Cinematic-Trailer seine erste komplett neue IP seit über zehn Jahren – das ambitionierte Sci-Fi-Epos Intergalactic: The Heretic Prophet. Doch seit dieser ersten großen Ankündigung herrscht um die Reise zum Planeten Sempiria wieder eisige Funkstille, was in der Branche nun für hitzige Diskussionen sorgt.

Was ist Intergalactic: The Heretic Prophet?

Das Spiel ist mehrere Tausend Jahre in der Zukunft angesiedelt und versetzt die Spieler in die Rolle von Jordan A. Mun, einer gefährlichen Kopfgeldjägerin, die auf dem entlegenen Planeten Sempiria gestrandet ist. Sempiria ist seit über 600 Jahren komplett von der Außenwelt abgeschnitten – und noch niemandem ist seitdem die Flucht gelungen. Jordan muss all ihre Fähigkeiten, ihren Verstand und ihr Wissen einsetzen, um den Orbit des Planeten als erste Person wieder zu verlassen.

Das Großprojekt befindet sich bereits seit 2020 in der Entwicklung und markiert einen stilistischen Aufbruch für das Studio. Für den passenden, atmosphärischen Klangteppich der Sci-Fi-Odyssee zeichnen zudem die Oscar-Preisträger Trent Reznor und Atticus Ross verantwortlich, die einen fantastischen Soundtrack beisteuern.

Live-Service-Krise vs. Millionen-Gräber im Singleplayer

Obwohl das Projekt offiziell angekündigt ist, sorgt die extrem lange Entwicklungszeit bei Sony intern für spürbare Spannungen. Während die Fangemeinde von packenden Solo-Kampagnen unverändert groß ist, spülen erfolgreiche Live-Service-Games kontinuierlich Geld in die Kassen. Einem aktuellen Bericht des renommierten Bloomberg-Journalisten Jason Schreier zufolge fährt Sony bei anderen Studios einen strikten Sparkurs: So soll dem Destiny-Entwickler Bungie das Geld für ein potenzielles Destiny 3 vorerst verwehrt geblieben sein.

Das sorgt für Kritik in der Industrie. Auf der Social-Media-Plattform Bluesky merkte ein Nutzer süffisant an, dass Bungie radikal beschnitten wird, während Sony bei Naughty Dog seit Jahren Unsummen an Budget hineinpumpt, ohne dass konkrete Gameplay-Fortschritte oder Release-Termine für Intergalactic präsentiert werden. Jason Schreier reagierte prompt auf diesen Einwurf:

„Oh, damit haben sie [Sony] definitiv ein Problem.“ — Jason Schreier, Bloomberg-Journalist via Bluesky

Über 300 Millionen Dollar Kosten: Schreier schafft Klarheit

Dieser Satz löste in Foren wie ResetEra sofort Spekulationen über eine handfeste Krise zwischen dem Publisher und seinem Elite-Studio aus. Da die Aussage zunächst viel Interpretationsspielraum zuließ, schaltete sich Schreier im ResetEra-Forum persönlich ein, um den Kontext zu verdeutlichen:

„Hier gibt es absolut nichts Vages oder Interpretationsspielraum. Sony hat, wie die meisten Spielehersteller, ein Problem damit, dass die Entwicklungskosten auf über 300 Millionen Dollar ansteigen und die Entwicklungszeit fünf Jahre überschreitet.“ — Jason Schreier im ResetEra-Forum

Damit stellt der Branchen-Insider klar, dass es sich hierbei nicht um eine gezielte Jagd auf Naughty Dog handelt, sondern um ein strukturelles Problem moderner AAA-Produktionen. Neil Druckmann selbst bestätigte in der Vergangenheit, dass Intergalactic das wohl umfangreichste und teuerste Spiel der Studiogeschichte wird. Die Kombination aus extrem langen Entwicklungszyklen und astronomischen Budgets jenseits der 300-Millionen-Marke erhöht das finanzielle Risiko für Sony immens – vor allem, da die PS5-Ära von Naughty Dog bislang primär mit Remasters und Remakes überbrückt wurde.

Branchenkenner gehen aktuell davon aus, dass trotz des frühen Trailers von 2024 mit einer Veröffentlichung von Intergalactic: The Heretic Prophet kaum vor Mitte oder Ende 2027 zu rechnen ist. Die Geduld der Sony-Chefetage wird somit weiterhin auf eine harte Probe gestellt.

Die Fakten im Überblick:

  • Das Spiel: Intergalactic: The Heretic Prophet ist eine neue Sci-Fi-IP von Naughty Dog, angekündigt bei den Game Awards 2024.
  • Inhalt: Story um die gestrandete Kopfgeldjägerin Jordan A. Mun auf dem isolierten Planeten Sempiria; Soundtrack von Trent Reznor & Atticus Ross.
  • Problemzone: Jason Schreier bestätigt immense Sony-interne Bedenken bezüglich der explodierenden AAA-Entwicklungskosten (über 300 Mio. Dollar) und der langen Entwicklungszeit (seit 2020 in Arbeit).
  • Release-Ausblick: Ein Release des neuen Spiels wird nicht vor Mitte bis Ende 2027 erwartet.

Was ist eure Meinung? Könnt ihr verstehen, dass Sony bei Budgets von über 300 Millionen Dollar und der anhaltenden Funkstille seit dem 2024er-Trailer nervös wird? Oder sollte Naughty Dog für ein ambitioniertes Projekt wie Intergalactic jegliche Zeit und finanzielle Freiheit bekommen, um das nächste Meisterwerk abzuliefern? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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