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Epomaker TH108 Pro im Test

Die Epomaker TH108 Pro verspricht ein vollwertiges mechanisches Tipp-Erlebnis mit maximaler Flexibilität und modernen Features wie einem integrierten Mini-Display. Wir haben das 100-Prozent-Layout in den letzten Wochen intensiv im Alltag auf die Probe gestellt und verraten, wo die Stärken der Tastatur liegen und an welchen Stellen der Hersteller noch nachbessern muss. Ob sich der Kauf lohnt oder ob die Konkurrenz in diesem Segment die Nase vorn hat, klärt unser detailliertes Review.

Warum die Epomaker TH108 Pro eine echte Option ist

Wer auf der Suche nach einer neuen mechanischen Tastatur ist, steht oft vor der Wahl: Entweder ein günstiges Einsteigermodell mit Abstrichen bei der Haptik oder ein teures Custom-Keyboard, das schnell ein tiefes Loch ins Portemonnaie reißt. Die Epomaker TH108 Pro positioniert sich exakt dazwischen. Sie ist eine hervorragende Option für alle Nutzer, die auf den Nummernblock eines Full-Size-Layouts im Arbeitsalltag oder beim Gaming nicht verzichten können, aber dennoch moderne Features erwarten. Durch die Kombination aus hochwertiger Verarbeitung, Tri-Mode-Konnektivität und dem Verzicht auf aufgeblähte Treiber-Software richtet sie sich an Anwender, die ein stressfreies „Out-of-the-Box“-Erlebnis mit Premium-Anspruch suchen, ohne direkt 200 Euro oder mehr investieren zu müssen. Das absolute Verkaufsfeature sind hier ganz klar die hot swappable switches mit denen ihr Jederzeit auch im Betrieb die Tasten direkt austauschen und gegebenenfalls anpassen könnt.

[Bildplatzhalter: Totale der Tastatur auf dem Schreibtisch, idealerweise leicht schräg von oben]

Technische Details im Überblick

Bevor wir in die Praxiswerte einsteigen, hier die wichtigsten technischen Eckdaten der Tastatur:

FeatureSpezifikation
Layout108 Tasten (Full-Size 100%)
KonnektivitätTri-Mode (Bluetooth, 2.4 GHz USB-Dongle, USB-C Kabel)
BeleuchtungRGB (konfigurierbar)
BesonderheitenIntegriertes Mini-Display, Multifunktions-Drehregler, hot swappable switches
SoftwareOn-Board / Web-basiert (Kein lokaler Treiber nötig)
LadenUSB-C (Maximal 5 Watt)

Die Alltagsnutzung: Stärken, Schwächen und Besonderheiten

In den vergangenen Wochen musste sich die TH108 Pro sowohl bei langen Tipp-Sessions als auch in der allgemeinen Mediensteuerung und im Gaming beweisen. Dabei zeigte sich schnell ein klares Profil aus exzellenter Hardware-Basis und ein paar verzeihbaren, aber spürbaren Eigenheiten.

Haptik, Klang und Verarbeitung

Das Gesamtkonzept der Tastatur geht auf: Die Verarbeitung fühlt sich überaus wertig an. Epomaker hat hier ganze Arbeit geleistet, um ein Tippgefühl zu kreieren, das man sonst oft nur in höheren Preisklassen findet. Die Haptik der Switches und Keycaps ist sehr angenehm, und das Tastengeräusch besticht durch ein sattes, unaufdringliches Klangprofil, das weder im Großraumbüro noch im abendlichen Gaming-Zimmer negativ auffällt.

[Bildplatzhalter: Nahaufnahme der Keycaps und der Switches]

Drehregler und Display: Licht und Schatten

Ein optisches Highlight ist das integrierte Display in Kombination mit dem haptisch hervorragenden Drehregler an der oberen rechten Seite. Der Regler an sich ist fantastisch verarbeitet und unterstützt verschiedene Funktionen wie RGB-Steuerung, Lautstärke und Sprache. Ein wenig wertiger hätte er sein können wenn der Regler nicht glatt sondern eher geriffelt an der Außenseite gewesen wäre.

Das Problem in der Praxis: Man kann die Lautstärkeregelung nicht als Standardfunktion fest an den Regler binden. Man muss über das Menü immer erst auswählen, welche Funktion man gerade steuern möchte. Wer also im Eifer des Gefechts schnell den Sound leiser drehen will, wird hier künstlich ausgebremst.

Auch das Display fällt in die Kategorie „Nice to have“. Es ist ein witziges Gimmick, im Alltag jedoch schlichtweg zu klein, um die Informationen darauf aus einer normalen Sitzposition heraus schnell und komfortabel ablesen zu können. Positiv kommt hier dennoch Zugute das wir die komplette RGB Konfiguration hierüber steuern können und optisch z.B. Farben gleich im Display angezeigt bekommen.

Beleuchtung und Software

Wer viel Wert auf ein strahlendes RGB-Feuerwerk legt, muss bei der TH108 Pro Kompromisse eingehen. Die Hintergrundbeleuchtung ist insgesamt etwas zu schwach auf der Brust. Besonders dunklere Farbtöne verschwinden bei normalem Raumlicht oder Tageslicht fast vollständig.

Ein massiver Pluspunkt ist hingegen die Software-Lösung: Epomaker verzichtet auf nervige Bloatware, die sich tief ins System gräbt. Die Konfiguration der RGB-Effekte und Makros erfolgt entweder direkt über Tastenkombinationen an der Tastatur selbst, den Drehregler oder über ein webbasiertes Interface. Das ist vorbildlich und sollte Branchenstandard sein.

Akkulaufzeit und Flexibilität

Dank Bluetooth, dem beiliegenden 2.4-GHz-Dongle und dem klassischen Kabelbetrieb bietet die Tastatur maximale Flexibilität. Die Akkulaufzeit ist ein absolutes Highlight: Selbst bei permanent aktivierter RGB-Beleuchtung, selbst wenn man sie nicht nutzt hält die Tastatur beeindruckende 4 bis 6 Tage (je nach genutztem Modus) durch, bevor sie wieder an den Strom muss.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es beim Ladevorgang: Der interne Akku nimmt maximal 5 Watt Leistung auf. Das Laden zieht sich dadurch extrem in die Länge. Wer die Tastatur ohnehin meist am Kabel nutzt, den wird das nicht stören, reine Wireless-Nutzer sollten die Tastatur aber am besten über Nacht anstecken.

[Bildplatzhalter: Anschlussbereich an der Rückseite (USB-C) und Dongle]

Preis-Leistungs-Verhältnis und Konkurrenzvergleich

Ist die Epomaker TH108 Pro ihr Geld wert? Die kurze Antwort lautet: Ja.

Betrachtet man das direkte Konkurrenzumfeld (etwa Hersteller wie Keychron oder Akko), schlägt sich die TH108 Pro im Bereich um 100 bis 130 Euro hervorragend. Keychron bietet in dieser Preisklasse mit der V-Serie zwar eine stärkere QMK/VIA-Integration, punktet aber oft nicht mit der gleichen drahtlosen Flexibilität oder Extras wie einem Display. Deutlich günstigere Alternativen (unter 70 Euro) sparen spürbar an der Gehäusedämmung, den Switches und der Akkulaufzeit.

Es muss für 90 % der Nutzer definitiv keine 200-Euro-Tastatur sein. Die Epomaker bietet ein fast perfektes Mittelklasse-Paket. Wer jedoch eine primär auf extreme Beleuchtung ausgelegte Tastatur sucht oder den Drehregler ausschließlich für schnelles Volume-Controlling nutzen will, könnte bei der Konkurrenz glücklicher werden.

Fazit

Die Epomaker TH108 Pro ist eine hochwertig verarbeitete, hervorragend klingende mechanische Tastatur, die den Sweetspot zwischen Preis und Leistung treffsicher findet. Die enorme Akkulaufzeit, die stressfreie Konfiguration ohne Software-Zwang und das sehr angenehme Tippgefühl machen sie zu einem tollen Daily-Driver. Das Mini-Display und der haptisch tolle, aber softwareseitig umständliche Drehregler verschenken jedoch ein wenig Potenzial, ebenso wie die schwache RGB-Ausleuchtung und die langsame 5-Watt-Ladezeit. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt hier ein hochflexibles und exzellentes Eingabegerät, das seinen Preis absolut wert ist.

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