Waves of Steel die Warship Action Sandbox im Test

PC-Games Spieletests Top Slider

Mit Waves of Steel bringt Entwickler too much Abstraction ein strategisches Actionspiel auf den Markt. Besonders gereizt hat mich am Spiel das Spielprinzip. Ihr baut euch ein eigenes Schlachtschiff und erledigt verschiedenste Kampfmissionen in einer Storybasierten Kampagne. Das interessante daran ist das ihr ständig neue Teile sammeln könnt um eure Flottenblaupausen zu verbessern. In den Kampf nehmt ihr aber immer nur ein Einziges Schiff mit also müsst ihr verdammt gut entscheiden wie ihr euer Schiff ausrüsten wollt und vielleicht auch mal eine Mission wiederholen um das optimale Setup zu finden.

Amerika wird angegriffen, von einer unbekannten Macht und DU bist Kapitän des letzten intakten Schlachtschiffes. Du bekommst die einzigartige Chance zusammen mit einem Konstruktionsschiff, einer mobilen Werft, auf die Jagd zu gehen und die Welt vor einer unbekannten Macht zu retten. Dazu kommt das ihr eurch selbst und euer Arsenal weiterentwickeln müsst um weiterhin bestehen zu können. Die Möglichkeit ein eigenes Schlachtschiff erstellen zu können hat mich als alten World of Warships Fan besonders gereizt. Einmal die Kontrolle übernehmen einmal selbst entscheiden wie mein Schiff aufgestellt sein soll. Das war durchaus ein Grund das Spiel zu spielen.

Die Story ist interessant umgesetzt, wird mit kleinen Zwischensequenzen erzählt die allerdings an eine Visual Novel erinnern. Optisch ist das Spiel nicht sonderlich attraktiv und kommt in klarer Indieoptik rüber. Dennoch hat das Spiel was. Die Steuerung ist etwas einfach, aber leider hakelt der Editor manchmal. Hin und wieder hatte ich durchaus Schwierigkeiten mit dem anordnen von Waffen auf dem Schiffsdeck.

Besonders interessant ist die Tatsache das dem Editor wesentlich mehr Gewicht zugesprochen werden muss als man EIngangs denken mag. Ihr glaubt einfach Waffen aufs Deck klatschen zu können und schon wird euer Schiff stärker und besser, aber was ich auf die schmerzliche Tour lernen musste ist, das Waffen nicht nur aufs Deck passen müssen. Ihr müsst auf den potentiellen Bewegungsradius achten, allzu oft habe ich das Problem gehabt das meine Waffen zwar super funktioniert haben, aber nichtmehr nach links oder rechts drehbar waren, weil sie gegeneinander gestoßen sind und sich gegenseitig blockiert haben.

Die Herausforderung des Spieles liegt im Detail. Schnell hat man raus wie das Spiel im allgemeinen funktioniert und die  Kämpfe werden schnell zur Routine. Zwar kommen immer wieder neue Mechaniken dazu, aber im allgemeinen habe ich mich persönlich auf eine Waffengattung eingeschossen.

Im großen und Ganzen überzeugt das Spielprinzip vor allem auf der Basis des Editors. Hier hatte ich langfristig den meisten Spaß, immer wieder darüber nachzudenken wie ich mein Schiff gestalten könnte um effizient noch mehr Power aus meinen Waffen und meinem begrenzten Deck zu holen. Die Kämpfe sind durchaus auch abwechslungsreich gestaltet, bieten aber wie die Story wenig überraschendes. Hinzu kommt leider auch die etwas begrenzte Optik, die dem Spiel ein paar Minuspunkte bescheren.

Wen das allerdings nicht stört der wird in Waves of Steel ein interessantes und durchaus spaßiges Actionspielt. Ihr solltet allerdings nicht allzuviel erwarten. Das spiegelt sich aber auch im extrem günstigen Preis wieder. Das Spiel kostet derzeit bei Steam 12,99,- und für knapp 5 Euro Aufpreis bekommt ihr auch den Soundtrack dazu. Waves of Steel findet ihr natürlich hier im Steam Shop. Im Prinzip handelt es sich hier um ein kurzweiliges Actionspiel das sich immer wieder lohnt. Trotzdem motiviert es leider auf lange Sicht nicht sonderlich. Aus diesem Grund bekommt das SPiel von uns eine verhaltene Wertung von:

 6 von 10 Punkte