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Figment 2: Creed Valley im Test – Ein Indie-Highlight!

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Was passiert, wenn man sich im Leben verliert und der moralische Kompass nicht mehr zu funktionieren scheint? Das bildhübsche und surreale Indie-Abenteuer Figment 2: Creed Valley geht genau dieser und anderen Fragen des Lebens nach. In diesem Action-Abenteuer versprechen euch die Entwickler eine lebendige Welt, die voller Rhythmus steckt und zudem im lokalen Koop Modus erkundet und entdeckt werden kann. Das Spiel ist seit dem 9. März 2023 für PlayStation 5, Nintendo Switch, Xbox One, Xbox Series X/S und den PC für den Preis von knapp 25 Euro erhältlich. Wir haben uns in die Tiefen des Verstandes gewagt und verraten euch, welche Albträume euch dort erwarten.

Albträume vernebeln den Verstand

Die Spieler schlüpfen in Figment 2: Creed Valley, wie auch schon im Vorgänger, in die Haut von Dusty, dem Mut des Verstands. Begleitet wird er von seiner gefiederten Freundin Piper, die im lokalen Koop jederzeit von einem Mitspieler gesteuert werden kann. Fiese Albträume breiten sich im Verstand aus und haben es vollbracht, den Kompass der Moral zu zerstören. Hierdurch ist der Verstand nicht mehr richtig funktionsfähig und gerät ins Wanken, was sich auf die Umgebung der betroffenen Person auswirkt. Die betroffene Person verliert den Fokus, vergisst, wer und was einem wichtig ist. Dusty und Piper sind die einzigen, die in der Lage sind, die Albträume zu vertreiben und den Verstand wieder auf Kurs zu bringen. Werden sie es auch diesmal schaffen, den moralischen Kompass zu reparieren und den Verstand zu retten?

Simples Spielprinzip

Gesteuert wird Dusty aus der sogenannten Iso-Perspektive oder Vogelperspektive, wie wir sie aus bekannten Hack and Slay Spielen wie Diablo, Balduar´s Gate oder ähnliche kennen. Wir laufen durch die sehr stark linear gehaltenen Welten des Verstandes, greifen Feinde mit dem Holzschwert an und vollziehen eine Ausweichrolle, um den feindlichen Angriffen auszuweichen. Dabei ist die Spielwelt sehr bunt, skurril und kindgerecht gehalten. Der Grafikstil erinnert an ein handgezeichnetes Bilderbuch. Für etwas Abwechslung neben den Kämpfen gilt es auch kleine Rätsel zu lösen. Hierbei müssen wir Gegenstände aufsammeln und im Inventar verstauen, ähnlich wie in einem Point and Click Adventure. Diese müssen dann an bestimmten Orten eingesetzt werden. Zum Beispiel lassen sich Batterien in unterschiedlichen Farben aufsammeln, die an farblichen Generatoren eingesetzt werden müssen. 

Aus spielerischer Sicht bietet Figment 2: Creed Valley keine große Herausforderung und richtet sich gezielt mit seiner farbenfrohen Welt, den leicht verständlichen Dialogen, einem simplen Kampfsystem sowie leichten Rätseln an ein jüngeres Publikum. Hierdurch wird jede Altersgruppe in der Lage sein, das Spiel zu meistern und zu erleben. Dank lokalem Koop-Modus lädt das Spiel gerade Eltern dazu ein, mit ihren Kindern das Spiel zu erleben, wobei beide Altersgruppen ihren Spaß haben werden.

Ein musikalischer Hochgenuss

Zwar werden geübte Spieler hier nicht sonderlich gefordert und werden dem simplen Gameplay auch kaum etwas Spannendes abgewinnen können, dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass Figment 2: Creed Valley alle voll in seinen Bann ziehen wird. Denn das Spiel hat viel mehr zu bieten als ein simples Kampfsystem und leichte Rätsel. Figment 2 erzählt eine wundervoll emotionale Geschichte, die jedem bekannt vorkommen wird. Die Dialoge sind gut geschrieben und die Welt ist voll von witzigen Anspielungen. Aber der größte Pluspunkt des Spiels ist sein herausragender Soundtrack. Jeder Boss hat sein persönliches Lied, wodurch er seinen Kummer zum Ausdruck bringt. Während das Albtraumschwein uns einen fetzigen Rocksong um die Ohren haut, singt uns der Narr unter anderem einen Pop-Song im Duett. Es macht dermaßen Spaß diesem Soundtrack zu lauschen, dass ich froh war nicht von herausfordernden Gameplay Elementen dabei gestört zu werden, denn die Songs werden in abwechslungsreichen Bosskämpfen performt.

Fazit

Figment 2: Creed Valley ist ein herausragendes Indie-Spiel, welches ich jedem ans Herz legen kann. Mit einer Spielzeit von höchstens fünf Stunden ist dieser zwar relativ kurz, doch ist er dermaßen unterhaltsam, dass man ihn mehrmals erleben möchte. Am besten zusammen mit der ganzen Familie. Dabei ist vor allem der gelungene Soundtrack besonders hervorzuheben, der neben einer nachdenklich stimmenden Geschichte, das Herzstück dieses Titels bildet. Das simple Spielprinzip trägt dazu bei, dass der Titel auch von einem jüngeren Publikum erlebt werden kann. Das Kampfsystem bietet nur einen Standardangriff und eine Ausweichrolle und auch die Rätsel sind schnell verstanden und gemeistert. Für Abwechslung sorgen hier die unterschiedlichen Areale des Verstandes und die unterhaltsamen Bosskämpfe. Für mich ist das definitiv das erste Indie-Highlight des Jahres. Ich vergebe

8 von 10 Punkte