Strayed Lights – Etwas Besonderes

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Vor einiger Zeit erreichte uns Strayed Lights, eine Art Action Art Titel, der von unserem Egor bereits vorab getestet worden ist. In einer Demo zeigte sich Kollege Sommer hier sehr angetan vom Stil und Kampfsystem des Spieles. In seinem Artikel zur Pressedemo zeigte er sich zuversichtlich das Strayed Lights Laune auf mehr machen könnte und auch bereits gemacht hat. Nun hatte der Kollege Egor leider keine Zeit und so habe ich mich persönlich um Strayed Lights gekümmert, komplett ohne einen Ersteindruck muss ich dazu sagen. Ich hatte also keinerlei Idee was da auf mich zukommen würde, ich kannte lediglich den Artikel und entsprechende Wertungen anderer Kollegen. Das hat mich allerdings sehr Neugierig gemacht…

-= Anmerkung: Die Strayed Lights Demo könnt ihr HIER herunterladen =-

Strayed Lights ist ein Spiel in dem ihr als eine Art Seelenwesen in einer fremden Welt erwacht. Eure reine und starke Seele wird aber von einem Monster korrumpiert und zersplittert. Auf der Suche nach eurer wahren Identität und eurer Seele begebt ihr euch auf eine abenteuerliche Reise durch weitläufige Welten um wiederzufinden was euch genommen wurde. Doch das gestaltet sich nicht so einfach denn es stellen sich euch neben vielen Gegnern auch Rätsel in den Weg die gelöst werden müssen. Ob das allerdings langfristig für Laune sorgen kann habe ich für euch herausgefunden.

Das ist Strayed Lights

Wie ich bereits eingangs erwähnt habe konnte ich natürlich auch schon die Reviews von anderen kollegen zum Spiel lesen. Hierbei hat sich vor allem herausgestellt das die Story immer wieder anders wahrgenommen wird. Strayed Lights ist und bleibt zwar ein Action Adventure, doch kommt es dank einer atmosphärischen Gestaltung und guter Zwischensequenzen ganz ohne Sprache aus. Das macht zwar Sinn, vor allem für ein Indie Studio, so spart man sich die Übersetzungen und Lokalisierungen, aber vor allem individualisiert man seine Reise. Die Einen sprechen hier von einem Lichtwesen auf der Suche nach Erleuchtung, der nächste spricht von einem neugeborenen Funken der die Verderbtheit selbst in die Welt bringt, ich empfinde uns als das Licht, das die Welt reinigen sollte, die bereits korrumpiert war.

Ich muss dazu erwähnen das ich nicht die Muße hatte Strayed Lights komplett durch zu spielen, kann euch also nicht sagen ob sich das am Schluss aufklärt. Das Kampfsystem, das dieses Spiel zum Einen besonders macht, zum anderen aber auch recht fordernd ist, hat mich nach einer Weile zur ungedulf getrieben. Das heißt nicht das ich Strayed Lights nicht mochte oder nicht durchspielen werde nur muss so ein Review ja auch irgendwann mal geschrieben werden. Da ich aus persönlichen Gründen nun einige Zeit weniger aktiv war als ich das gerne gewesen wäre, bleibt mir derzeit nicht viel.

Dennoch ist Strayed Lights ein sehr auffälliges Spiel, das einem in Erinnerung bleibt. Das bereits erwähnte Kampfsystem und die einzigartige Optik tun ihr eigenes dazu. In Erster Linie ist es aber die Erzählweise und die stimmige Musik die hier eine besondere Atmosphäre zaubern!

Das Kampfsystem ist “besonders”

Als ich den Satz “…erinnert mich an Sekiro…” bei einem Kollegen von DLH gelesen hatte (hier) war ich eigentlich sofort raus! Sekiro gehört für mich zu den schlimmsten Spieletiteln mit denen man mich jemals gefoltert hat. Das liegt wohl daran das ich kein Soulslike Spieler bin. Ich will, ich muss und ich kaufe Soulslike Spiele aber mein Talent, meine Reaktionsfähigkeit mit mittlerweile fortgeschrittenem Alter und auch meine Geduld halten sich massiv in Grenzen. Ein Spiel mit Sekiro zu vergleichen, das zugleich wunderschön aussieht und mich beim ersten halbwegs wehrfähigen Gegner schon zur verzweiflung getrieben hat, ist kein gutes Vorzeichen. Jedoch ist Strayed Lights hier auch wieder ein Stück weit anders.

Ich habe so ein wenig das Gefühl das sich Entwickler Embers Games (Nicht zu verwechseln mit Ember Games) hier richtig Gedanken gemacht hat! Strayed Lights basiert zwar wie auch Sekiro auf einem Paradelastigen Kampfsystem, bei dem wir parieren müssen bis wir genug Kraft für einen entscheidenden Gegenschlag angesammelt haben, allerdings müssen wir den, gegen normale Gegner, in der Regel nicht sonderlich timen oder ansetzen. Haben wir die Energie lösen wir den Schlag aus und gewinnen den Kampf. Das erleichtert mir das Spiel schon deutlich. Auch ist das parieren so offensichtlch gehalten das man nicht versuchen muss zwischen Angriffen eigene Schläge zu landen, wie z.B. bei Sekiro.

Fun Fact: Dieser Vergleich ist eigentlich in meinemn Augen ein Grund ein Spiel nicht zu kaufen und garnicht erst zu probieren. ich war Zeit meines Lebens kein Rage Gamer, aber Sekiro hat mich dermaßen agressiv gemacht das ich nach 15 Minuten scheitern am gleichen Gegner das Spiel deinstallieren musste, weil ich ansonsten Controller und Laptop verloren hätte, naja verloren weniger, aber ich war drauf und dran den Controller durch den Monitor Bildschirm zu schlagen und zwar schlimmer als im schlimmsten Meme.

Glücklicherweise bekommt ihr direkt am Anfang die Erklärung: Pariere bis du genug Energie hast und dann gewinnst du auch! Das war eindeutig und hat mich deutlich mehr mitgenommen als jedes Soulslike, das meist mit …hier hast du ne Waffe… tu Dinge… auskommt. Die zusätzliche Herausforderung, in Strayed Lights, besteht aus den Farben. Gegner wechseln je nach Angriffsmuster ihre Farben und nur wenn ihr in der richtigen Farbe pariert gibts Energie zum Gegenschlag. Hört sich herausfordernd an, ist es auch, aber es ist handelbar. Ich selbst habe Strayed Lights einige Stunden mit Maus und Tastatur gespietl, was ich euch ehrlich nicht empfehlen will, aber wenn ICH als talentfreier Soulslikeversager, das hinbekomme dann ist es machbar! Das Farbensystem ist eine zusätzliche Herausforderung, verleiht dem Spiel allerdings auch Spieltiefe und den Kämpfen ein gewisses Maß an Energie das selbst ich anerkennen muss!

Das erwartet euch in Strayed Lights

In Strayed Lights erwartet euch eine überschaubare Spielzeit die aber natürlöich individuell davon Abhängt wie man das Spiel spielt und wie man sich schlägt. Ich selbst werde vermutlich deutlich mehr als doppelt so lange brauchen wie z.B. Egor, der über den Schwierigkeitsgrad eher lachen dürfte. Dennoch erwartet euch ein abenteuerlicher Trip, der zwar manchmal auch ein wenig rätselhaft wirken kann, jedoch in unserer PC Fassung sehr gut gelaufen ist! Wie die Kollegen bei gamers-palace aber (hier) berichten scheint die X-Box Version mit deutlichen technischen Problem zu kämpfen. Das muss man natürlich irgendwo mit berücksichtigen wenn man von dem Spie redet.

Die normalen Gegner sind eigentlich recht schnell erlernt. Hierfür gibt es immer wieder gleiche Abläufe und es ist meist kein Problem, wenn man diese kennt, an ihnen vorbei zu kommen. Bosskämnpfe sind aber dafür schon eher knackig und können überzeugen. Vor allem Kämpfe gegen die verschiedensten Tierarten, die von den Schatten entstellt worden sind, machen einfach Laune. Hier haben die Entwickler besonders viel Liebe zum Detail bewiesen und Bewegungsabläufe perfektioniert. Das finde ich persönlich extrem ansehnlich und kann kaum genug davon bekommen, klar in kleinen Dosen damit es frustfrei bleibt, nur weil ich ein Spiel mag werde ich nicht besser darin 😉 aber auch das ist ok.

Die komplett Sprachlose Erzählweise lebt vor allem von der Stimmung an Licht und Schatten, Musik und Animationen, denn auch wenn nicht gesprochen wird, so wird viel kommunziert. Das gelingt Entwickler Embers Games hier verdammt gut! Herausfordernde Kämpfe mit wirklich fair gesetzten Speicherpunkten und ohne Kraftverlust, nur weil ihr mal versagt, das gefällt mir. So kann ich ein Spiel erleben wie es vom Entwickler gedacht worden ist, auch wenn ich unwahrscheinlich viel länger brauchen werde als die meisten da draußen!

Fazit und Bewertung

Bei unserem PC-Test, der sich nun schon eine ganze Weile hin zieht, konnten wir keinerlei gravierende Probleme feststellen. Dennoch gab es in meinen Augen eingie Stellen die doch eher frustrierend waren. Technisch kann ich mich am PC nun nicht sonderlich beschweren, die X-Box Version scheint da eher Probleme zu bereiten. Da es sich aber bei Strayed Lights um das Erstlingswerk von Embers Games handelt kann man darüber hinwegsehen und muss die Entwickler eher loben, denn dafür haben wir ein sehr tolles Produkt hier. Sicherlich könnte das Spiel länger sein, mehr abwechslung bieten und umfangreicher sein. Es gibt immer Mittel und Wege ein Spiel zu dehnen und zu verlängern, jedoch macht das oft auch nur wenig Sinn. Man denke an Spiele wie Farcry oder Asassins Creed, bei denen die Karten komplett überladen sind mit Herausforderungen, Sammelobjekten, Nebenmissionen, Fahrzeugen und so weiter. Da geht Strayed Lights einen klaren Weg! Das Spiel will unterhalten und euch fordern, für einen gewissen Zeitraum, lässt euch dann aber auch wieder los um andere Spiele genauso genißen zu können.

Die Schwierigkeit ist, für mich extrem hoch, Soulslike Spieler würden eher darüber schmunzeln und es als Training bezeichnen, aber es sei an dieser Stelle klar erwähnt das Strayed Lights kein Soulslike ist. Es ist schwer ja, man braucht gutes Timing und ein paar schnelle Finger, aber das Spiel ist auch für Diejenigen spielbar die keine Ader zum Selbsthass haben, wenn ihr versteht wie ich das meine (Kommentarfunktion nutzen). Ich selbst war beeindruckt als ich gerade, während ich diese Zeilen schreibe, herausgefunden habe was das Spiel eigentlich kostet. Gerade einmal um die 12€ werden für den Steam Key aufgerufen (Unter 12€ gibts das Spiel z.B. hier*). Das relativiert in der Wertung einiges! Ich bin davon ausgegangen das wir es nicht mit einem Vollpreistitel zu tun haben aber roundabout 10-15€ ist schon fast ein selbstverachtender Preis. Ich denke die Entwickler verkaufen ihren Titel hier deutlich unter Wert. Ich selbst hätte das Spiel deutlich teurer gesehen. Unter diesem Gesichtspunkt fällt es mir natürlich schwer mich zu beschweren! Lediglich den X-Box Preis mit 25€ finde ich realistischer. Schade das die Entwickler bereits so kurz nach dem Release einen solchen Preisverfall mitmachen müssen.

Meine Wertung bleibt davon aber unberührt und ich muss an dieser Stelle die verfluchte Wertung abgeben:

8 von 10 Punkte

Warum diese Wertung verflucht ist lest ihr hier: Die verfluchte Wertung – Ein Statement!