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Atlas Fallen (PS5) im Test – Das kann das Action RPG

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Vor einigen Tagen b ereits ist Atlas Fallen erschienen. Leider sind wir recht spät an das Spiel gekommen so das es natürlich eine Weile gedauert hat bis wir eine ausführliche Meinung zum Spiel abgeben können. Der deutsche Action RPG Titel von Entwickler Deck13 ist definitiv ein ambitioniertes Projekt, erinnert aber leider optisch sehr stark an Forspoken und daran haben wir ja nunmal garkeine so tollen Erinnerungen. Ob Atlas Fallen aber alles besser macht und das Forspoken ist, das wir erwartet hätten, erfahrt ihr nach dem Trailer! Für besonders lesefaule unter euch gibts dieses Mal auch ein Video Review!

In Atlas Fallen schlüpft ihr in die Rolle eines “Namenlosen” Charakters, den ihr selbst erstellen könnt. Die Geschichte spielt in der gefallenen Welt von Atlas in der eigentlich alles zerstört zu sein scheint, bis auf ganz wenige Orte. Ein seltsames Gotteswesen treibt hier sein perfides Spiel, zwischen Sklaverei und Anbetung huldigen die Menschen Telos, dem Sonnengott. Doch dieser Gott zerstört die Menschheit rücksichtslos durch sein Verhalten. Als junger “Namenloser” schützt ihr eure Freunde und zettelt in einer Karawane einen kleinen Aufstand an. Ihr werdet daraufhin in die Wüste geworfen wo ihr einen seltsamen Handschuh findet, den Gauntlet. Dieser Gauntlet verleiht euch die Kraft den Sand zu kontrollieren. Mit dieser Kraft steht der Entschluss schnell fest, ihr tut etwas gegen die Ungerechtigkeit in Atlas! Doch werdet ihr die Menschheit gegen ihren eigenen Willen von der Tyranei und habsucht eines Gottes befreien können, dem menschliches Leben nichts wert ist?

Dieser Gauntlet ist vielleicht Lösung aller Probleme! Doch wie spielt sich Atlas Fallen und vor allem taugt das was?

Atlas Fallen Videoreview für lesefaule 😉

Da ich weiß das ich teilweise sehr lange und ausführliche Reviews schreibe gibts hier ein Video Review in dem ihr zu Gameplay- und Trailerszenen einen Einblick ins Spiel bekommt. Das geschriebene Review enthält trotzdem noch zusätzliche Infos, ich habe das Script nicht wiederverwendet 😉 Zusätzlich gibt es hier auch das Video Review des Kollegen Egor, der hat auch ein Video zum Spiel gemacht!

und hier natürlich auch gerne die Meinung von unserem Egor:

Das passiert in Atlas Fallen (SPOILERFREI)

In Atlas Fallen stellt ihr euch der Obrigkeit entgegen! Was am Anfang noch der Leiter der Karawane ist, ist später gleich mal eben ein Gott. Dabei entdeckt ihr nicht nur alte Ruinen und versteckte Geheimnisse, sowie die Vergangenheit von Atlas und seiner Geschichte, sondern auch neue Freunde und Verbündete. Darunter der “Gauntlet” in dem der Geist eines mysteriösen Wesens innewohnt. Dieser Gauntlet ihr eure Verbdinung zur Welt der Götter, doch wer ist Nyaal? Ein Gott? Ein Dämon? Ein Krieger? Eins ist von Anfang an klar: Ihr werdet euch dem Sonnengott Telos entgegenstellen!

Dazu müsst ihr in die Hauptstadt vordringen und die Königin stürzen, die vom Thron aus als Telos Avatar die Welt im festen Würgegriff hält! Das zu erreichen ist natürlich für einen ehemaligen Sklaven garnichtmal so einfach, da hilft euch die alte Waffe, die ihr in der Wüste gefunden habt schon ordentlich weiter. Der Gauntlet lässt euch den Sand benutzen um Dinge zu heben die einst im Sand versunken sind, oder Waffen aus Sand zu erschaffen die immer stärker werden, je länger ihr sie benutzt.

So spielt sich Atlas Fallen

Atlas Fallen erinnert optisch stark an Forspoken (review hier) ist aber ein eigenständiges Spiel und schon lange genug in Entwicklung um sagen zu können das hier sicherlich nicht massiv voneinander abgeguckt worden ist. Während Forspoken aber vor allem mit dem DLC “In Tanta we trust” (Test hier) mittlerweile bereits so gut wie aufgegeben wirkt hat Atlas Fallen deutlich mehr Potential, wie ich finde. Atlas Fallen besitzt eine gute Steuerung auch wenn sich die Move Sets manchmal schwerfällig und abgehackt anfühlen. Das liegt aber vor allem daran das die Entwickler von Deck13 hier besonders ihre Erfahrung von The Surge und Lords of the Fallen haben spielen lassen. Meiner Meinung nach merkt man das sehr gut.

Inspiriert von Spielen wie Gothic oder Darksiders ist Atlas Fallen ein Action RPG geworden das vor allem mit einem guten Kampfsystem glänzen kann, sich dabei an Soulslike Spielen grob orientiert, aber dennoch seinen eigenen, wesentlich verträglicheren Stil mitbringt. Während die guten Elemente von Soulslike Spielen, wie die notwnedigkeit auszuweichen oder zu blocken ins Spiel eingeflossen sind so ist der Schwierigkeitsgrad und das hohe Frustpotential hier nicht gegeben.

… sicherlich wenn ihr euch gleich zu anfang mit den Häusergroßen Monstern anlegt die die Welt im Würgegriff halten, dann erlebt ihr auch im einfachsten Schwierigkeitsgrad, dem Story Modus, euer blaues Wunder, denn hier sind die Entwickler doch wenigstens klar soweit gegangen eine Grenze zu setzen, beim “einfacher machen”! Auch gut ist das Momentum Kampfsystem. Ihr baut während eurer Angriffe Momentum auf. Dieses Momentum baut sich mit jedem erfolgreichen Schlag und/oder Block weiter auf. Werdet ihr getroffen verliert ihr große Mengen Momentum, genau wie außerhalb von Kämpfen. Mit dem Momentum baut ihr eure Stärke auf. Je länger ihr kämpft umso mehr passive Fertigkeiten werden aktiviert. Das können verstärkte Heileffekte, ein Schild, erhöhter Schaden oder verbesserter Momentumaufbau sein. Aber auch viele andere Effekte und Skills können so während des Kampfes aktiviert werden. Insgesamt könnt ihr aber auch bis zu 3 aktive Fertigkeiten im Repertoire haben. Diese können im Tausch gegen Momentum ausgelöst werden und sind die mächtigsten Fähigkeiten im Spiel.

Da ihr Atlas Fallen neben dem Singleplayermodus auch komplett im Co-Op mit bis zu 3 anderen Spielern spielen könnt ist es natürlich besonders Wichtig möglichst viele Fähigkeiten freigeschaltet zu haben, denn aktive und passive Fertigkeiten sollten immer auf die jeweilige Situation angepasst sein. Da ihr 6 passive und 3 aktive Fertigkeiten gleichzeitig ausrüsten könnt, die nach und nach durch die Momentumleiste verfügbar werden ist die Auswahl und die Kombinationsmöglichkeit sehr groß.

Atlas Fallen Pro und Contra – Das war gut

Atlas Fallen hat ein gutes Kamfpsystem, klare Erklärungen, verschiedene Rüstungssets und das Ganze wird nach und nach eingeführt, so das ihr nicht überfordert werdet. Dazu gibt es eine optisch sehr aufwändig gestaltete Umgebung die mit tollen Effekten, Schatten sowie dem Spiel mit den Szenen punkten kann. Besonders herausstechend ist das Design der Welt. Hier wird viel Wert darauf gelegt das das Spiel Dreidimensional gestaltet worden ist. Ihr könnt nahezu alles erklimmen was ihr seht und es macht auch Sinn. Gerade in Spiele wie The Legend of Zelda Tears of the Kingdom oder Genshin Impact macht es ja oft auch keinerlei Sinn die Berge zu erklimmen weil es einfach nichts dort oben gibt. Atlas Fallen ist hier anders. Entweder ihr findet Lore, Loot oder irgendetwas anderes an schwer erreichbaren Stellen, und wenn es nur eine Sandgrube mit einem Elitegegner ist, der euch das Gesicht vom Schädel snacken möchte. Es lohnt sich auf jeden Fall… also das Loot und die Lore zumindest, sich das Gesicht vom Schädel snacken zu lassen dürfte eher unangenehm sein, das Loot das ihr für die Elitegegner bekommt ist allerdings schon eher wieder etwas das sich lohnt.

Atlas Fallen Pro und Contra – Das war schlecht

Nein leider ist nicht alles gut in Atlas Fallen, denn wir treffen auf massive Probleme bei den ladezeiten. Zwischen 2 Sequenzen zu warten wäre für mich als alteingesessener Gamer der noch Load “0:*” als Standard kennt, nicht weiter schlimm, aber wenn Texturen im Spiel erst nachladen wenn die Truhe schon wieder verschwindet dann ist es doch kaum angenehm. Man wird leider immer wieder aus der Immersion geschmissen, die angesichts der aktuellen temperaturen besonders gut ausfällt. Schlecht ladende Texturen, teilweise schlecht animierte NPC´s und vor allem teilweise echt unmotivierte Sprecher machen das Spiel schon etwas mäßig.

Kombiniert mit einer Open World, die weniger offen ist als wir uns das gewünscht hätten und die größtenteils auch eher leer und verfallen wirkt, werden wir schon wieder ein wenig ernüchtert.

Atlas Fallen Pro und Contra – Meine Highlights

Trotz Kritik darf hier nicht unerwähnt bleiben das das relativ keine Entwicklerstudio aus Frankfurt, mit knapp 70 Mitarbeitern, in der lage war einige große und bekannte Stimmen für Atlas Fallen zu verpflichten. Auch wenn ich mich natürlich freue Groot, Vin Diesel oder Nicolas Cage im Spiel zu hören, genauso komisch kommt mir Ben Stiller als fahrender Händler vor. Während Martin Kessler und Oliver Rohrbeck natürlich sofort erkannt werden sind Stimmen wie die von Gregor von Rocket Beans TV kommen uns natürlich durchaus bekannt vor, werden jedoch von den “großen Namen” der Szene regelrecht an die Wand gespielt und wirken dann teilweise eher weniger professionell. Das merkt man dann leider bei vielen NPC´s (Liebe Kollegen von Rocket Beans TV damit meine ich ALLE NPC´s nicht speziell euch ;-).

Trotzdem was das für mich ein kleines Highlight solch bekannte Stimmen wieder zu hören, auch wenn es einw enig die Imemrsion kaputt gemacht hat. Wenn ihr das erste Mal auf den fahrenden Händler trefft und dieser dann redet wie der Zoolander dann kanns schonmal ein wenig weird werden.

Atlas Fallen – Fazit und Bewertung

Ein deutsches Produkt, das ist ja alleine schonmal ein Grund dem Spiel aufmerksamkeit zu schenken, als solches kommt Atlas Fallen schwer international rüber. Man merkt Deck13 die professionalität bei der Entwicklung von Story und Gameplay klar an. Hier haben wir ein Spiel das eine große Leistung erbracht hat. Eine tolle Story, wenn wir die ganze Lore nebenbei entdecken lernen, sowie ein gutes Gameplay mit teilweise riesenhaften Monstern wartet auf uns. Das Ganze mit stark Actionlastigen Kämpfen die aber gleichzeitig auch strategische Elemente haben, die gut durchdacht sind und dank ihrer passiven Eigenschaften perfekt ins Spiel eingefügt worden sind.

Eine tolle Idee und eine tolle Gestaltung mischen sich hier mit teilweise verdammt großen Namen aus der Synchronsprecherszene. Dennoch haben wir ein Open World Action Spiel das sich durch eine teilweise verbuggte und leblose Open World auszeichnet. Diese ist zwar richtig gut gestaltet und bietet viel zu entdecken, vor allem Dreidimensional, denn es kann Jederzeit auch über euren Köpfen etwas passieren, dennoch wirkt die Welt oft leblos.

Die richtig gut gemachten Kämpfe, bei denen wir mit reinem Button Smashing nicht weit kommen sind zwar soulslikeähnlich gemacht, aber bei weitem nicht so schwer. Dennoch solltet ihr die Kämpfe nicht auf die leichte Schulter nehmen denn selbst im einfachsten Modus können euch Monster die groß sind wie ein Haus noch ohne Problem ein grund und Sand stampfen.

leider treffen wir auf einige Bugs, schlechte Nachladezeiten, vor allem von Texturen, die bisher nicht behoben worden sind und viel verschenktes Potential. Die Welt fühlt sich oft zu leer an, ist teilweise minutenlang komplett ohne Ereignisse durchstreifbar. Schnellreisepunkte gibt es nicht, so müssen wir an diverse Stellen teilweise lange zurückreisen. Auch die gute Inszenierung der Welt täuscht nicht darüber hinweg das die Welt sehr einfach gehalten ist. Mittelmäßige Animationen von NPC´s teilweise schwierigkeiten mit dem Sound und eine schwerfällige und abgehackte Steuerung außerhalb von Kämpfen wirken einfach ermüdend mit der Zeit.

Trotz Allem (Sorry Allem) würde ich euch das Spiel ans Herz legen. Immerhin ist Atlas Fallen bereits für weniger als 35€ zu haben (Nachweis hier*), also darf man an dieser Stelle natürlich auch den gleichen Maßstab ansetzen wie zuzm Beispiel für ein Forspoken das von einem Multimillionen Dollar Unternehmen stammt. Ich bin jedenfalls der Meinung das sich Atlas Fallen gut spielt, wenn es auch nicht das Game of the Year werden wird. Wenn ihr gute Stories mögt und auf gute Kämpfe steht dann ist Atlas Fallen sicherlich etwas für euch. Ich vergebe an dieser Stelle:

7 von 10 Punkte