Dark Fantasy Citybuilder GORD (PS5) im Test zur GC23

Events Gamescom 2023 Microsoft X-Box PC-Games Playstation 4 Playstation 5 Spieletests Top Slider X-Box Series X

Im Zuge der Gamescom könnt ihr euch in diesem Jahr auf viele Spiel stürzen! Wie ihr in den letzten Jahren schon festgestellt habt stürzen wir uns lieber auf die kleineren und unbekannteren Titel als auf die großen Marken und IP´s die sowieso in allen Magazinen zu Hauf erwähnt und pattgetreten werden. Einer dieser Titel mit etwas weniger aufmerksamkeit ist Gord. Das dark Fantasy Spiel von Entwickler Team17 ist am 17.08.2023 erschienen und wird im Zuge der Gamescom nochmal gezeigt. Wir durften Gord für euch bereits vor der Gamescom antesten und verraten euch wie sich das Spiel auf der Playstation 5 schlägt. Der spooky Trailer stimmt schon einmal darauf ein das dieses Spiel dunkel und düster werden wird…

In einer Fantasy Welt, wie wir sie kennen, schickt der König seinen Lakeien los, der ein wenig an Tyrion Lannister in fies erinnert, um einen Goldtransport zu sichern. Um das sicherzustellen muss der Transport auf der anderen Seite eines düsteren Waldes abgeholt werden, doch dieser Wald enthält mehr Geheimnisse als man denken sollte. Dunkle Kreaturen, fiese Monster, Dämonen und ein Wildlingsstamm warten auf die tapferen Dorfbewohner, die sich nur widerwillig in den Wald begeben. Zuerst ist der königliche Schmierlappen noch skeptisch, verspottet die Dorfbewohner die bei jeder Gelegenheit anfangen eine ganze Siedlung aus dem Boden zu stampfen doch schnell merkt auch er das es in diesem Wald besser ist eine befestigte Stellung zu haben, spätestens als man den königlichen Kartographen babarisch massakriert auffindet.

Was ist Gord?

Gord ist ein Dark Fantasy City Builder mit großen Ambitionen und Horror Setting. Der Entwickler Team 17 konzentrierte sich beim erstellen von Gord aber weniger auf die City Builder Komponente als vielmehr auf das Horror Element und die Möglichkeit eine Bindung zu den Bewohnern aufzubauen.  Bei der Entwicklung hat man sich vor allem an der slawischen mythologie bedient und man erkennt viele und deutlcihe Parallelen. Die Bewohner eures “Gord” sind hier aber wesentlich wichtiger als die eigentliche Siedlung, denn Stadt kann man das nicht nennen.

Ihr beginnt recht klein, in dem ihr an einer geeigneten Stelle, die zu beginn vorgegeben ist, eine Palisade als Schutz errichtet. Diese dient dazu eure Bürger drin und geschützt zu halten und gleichzeitig die Dunkelheit und Monster draußen. Innerhalb der Pallisaden könnt ihr dann, auf dem begrenzten Platz der euch gegeben ist, Gebäude errichten um Ressourcen zu sammeln, zu verarbeiten und Leute auszubilden.

Immer in Nacken, der hässliche Cousin von Tyrion Lannister der nur eines will, zu seinem Gold! Dazu ist es ihm quasi egal das er ein ganzes Dorf in diesen dunklen Wald geschleppt hat in dem so manches mysteriöses und seltsames vor sich geht. Hier tummeln sich nicht nur fiese Wilde sondern auch Wölfe, Bären, Spinnen und anderes Getier, aber natürlich auch Dämonen, Höllenfürsten und vieles mehr. In klassischer Katastrophenmanier trefft ihr immer wieder auf diese Übel und müsst euch mit euren stark eingeschränkten Ressourcen zur wehr setzen.

Das ist natürlich nicht sonderlich einfach, wenn man bedenkt das ihr zu Beginn mit maximal 7 Bürgern in eine Runde startet. Mehr können in der Siedlung geboren werden oder aus den Fängen der Wildlinge befreit werden. Worauf ihr achten müsst sind aber nicht nur die Angriffe der Monster und Wildstämme, die Rätsel und Dämonen die sich im Wald verbergen können sondern vor allem die geistige Gesundheit eurer Bewohner. Die Dunkelheit, die Geräusche im Wald und die ständige Bedrohung zehren an den Nerven und so müsst ihr eure Leute individuell im Auge behalten.

So spielt sich Gord

Team17 führt euch langsam in das Spiel ein, das Tutorial ist gut gemacht und bringt euch die Steuerung schnell und einfach bei. Das ist natürlich gerade auf der Playstation wichtig, denn ein solches Spiel ist eigentlich eher für die Steuerung mit Maus und Tastatur prädestiniert. Team17 hat aber scheinbar von vornherein an Konsolenspieler gedacht und die Steuerung so weit simplifiziert das sie auch an der Konsole gut funktioniert. Ihr haltet zum Beispiel den Button gedrückt und um den Pointer herum bildet sich ein Kreis zur Mehrfachauswahl.

Nachdem ihr eure Pallisade errichtet habt und die ersten Gebäude gebaut habt, Bewohner ohne Job bauen automatisch innerhalb der Pallisade, müsst ihr euren Bewohnern Jobs zuteilen. Dies eüben sie dann nach bestem Wissen und Gewissen aus, auch wenn es sie ihr eigenes Leben kosten sollte, denn die Mannen unter eurem Kommando sind nicht sonderlich eigenständig, sie tun genau das was ihr ihnen befehlt auch wenn das bedeutet das die Angst sie packt und sie in Panik flüchten werden.

Um das zu verhindern könnt ihr eure Bewohner an eine imnprovisierte Bar schicken oder in ein notdürftig zusammengeschustertes heißes Bad. Zusätzlich zur deitigen Gesundheit müsst ihr natürlich auch auf Lebensenergie achten, die eure Mannen und Frauen bei Kämpfen mit Wildstämmen, Monstern und bei Überfällen, durch Fallen, Gifte und ähnliches verlieren können.

Neben dem Aufbau euerer Siedlung müsst ihr aber auch immer wieder Entscheidungen treffen die teilweise wichtig sein können. So könnt ihr neue Bewohner aufnehmen, die vielleicht die ein oder andere Spezialisierung haben, im Test trafen wir zum Beispiel auf eine junge Holzfälerlin mit Kind die aber erstmal eine ordentliche Portion Nahrung verlangt hat um uns beitreten zu können. Haben wir die Nahrung ist alles toll, haben wir die nicht, kann das doof enden. Ein Dämon forderte dann sogleich Wegzoll von uns in Form eines Kindes, das wir ihm opfern sollten. Geht ihr den Blutpackt ein oder versucht ihr den Dämon in die Hölle zurückzuschlagen? Welche Entscheidung ist besser? Ein Kind opfern oder im Kampf vielleicht das halbe Dorf verlieren?

Hinzu kommen neben den Hauptmissionen, bei denen ihr bestimmte Bereiche erreichen, Personen finden und retten müsst auch Nebenmissionen mit denen ihr euch tolle Boni für euer Dorf und eure Bewohner verdienen könnt. Diese Nebenmissionen sind meist Zeitbegrenzt und bestrafen euch wenn ihr sie nicht innerhalb der Zeit erfüllen könnt. Es bleibt also an euch, dem Dorfältesten hängen zu entscheiden was passieren wird.

Gord – Ein Fazit und eine Bewertung

Optisch ist Gord toll gemacht, die Idee dahinter ist ebenfalls genial. Was mir allerdings weniger gefallen hat ist das Nachrichtensystem das euch entweder zu sehr überlastet weil es nahezu jeden mist mitteilt, wie fertiggestellte bauten oder aben zu wenig Möglichkeiten bietet, wie das direkte hinspringen zu Meldungen, also zum Beispiel kämpfen. Leider mussten wir im Spiel auch immer wieder Ruckler feststellen. Das ist zwar jetzt bei einem Citybuilder nicht so schlimm, aber es nervt halt ein wenig, vor allem weil die Steuerung auf der PS5 natürlich etwas langsamer und schwerfälliger ist als es das am PC sein könnte.

Auf diese schwerfälligere Steuerung ist das Spiel aber gut vorbereitetet und bietet euch die Möglichkeit das Spiel zur Not zu pausieren. So könnt ihr auch ausreichend nach dem Ort des Geschehens suchen, auch wenn das natürlich wieder etwas nervig ist. Ich hätte mir hier definitiv gewünscht das zum Beispiel Kämpfe deutlicher gemacht werden und mit einer sehr deutlichen Sounduntermalung behaftet worden wären. Sind sie zwar aber das ist mir jetzt im Übernachttest nicht wirklich groß aufgefallen.

Auch interessant:

https://gamolution.de/2023/08/20/remnant-2-exzellentes-soulslike-geballer/

Die Stimmung von Gord ist super getroffen, zumal ich gestern die gesamte Nacht durch Gord gespielt habe und das Spiel gerade perfekt zur Stimmung passt. Die düstere und dämonische Stimmung in Gord ist gut getroffen und die Idee mit der geistigen Gesundheit und den tiefen moralischen Entscheidungen gefällt mir. Wenn jetzt unser Menschenopfer noch ordentliche Auswirkung auf die Bewohner gehabt hätte und diese dann schneller geistige Gesundheit verloren hätten, wäre es perfekt gewesen.

Die handgeschriebenen Nebenmissionen, so betont es zumindest Entwickler Team17, wie auch immer die Nebenmissionen sonst geschrieben werden sollten, machen Laune und beiten gute Boni. Die Entscheidungen im Spiel bereichern das Spiel und der begrenzte Raum für die Stadt ist ebenfalls eine wirkliche Herausforderung. Gord verlangt von euch einen guten Überblick, starke Nerven und ein gutes Planungsvermögen. Wirkt es am Anfang noch sehr einfach so wird das Spiel schnell komplexer und umfangreicher. Spätestens wenn eure Bürferzahl wächst und ihr mehr Bürger spezialisieren könnt wird Gord zu einer echten Herausforderung.

Aus diesem Grund vergebe ich liebend gerne an dieser Stelle:

8 von 10 Punkte

Gord ist erhältlich für Windows PC´s über Steam, Playstation 4/5 und X-Box one/Series S/X Gord kostet derzeit 35€ und ist damit ein recht günstiger Titel.

 

 

NICHT VERPASSEN: Alle News, Tests und Artikel zur Gamescom 2023 jetzt HIER