
Das Smartphone ist und bleibt die unangefochtene Nummer eins unter den Spieleplattformen in Deutschland. Wie neue Daten des Branchenverbands game zeigen, kletterte der Umsatz mit Mobile Games im Jahr 2025 auf stolze 2,7 Milliarden Euro. Doch nicht nur die Kassen klingeln – auch die Spielerschaft selbst bricht mit alten Klischees und zeigt sich so divers wie nie zuvor.
Ein Markt im Dauerwachstum
Der deutsche Mobile-Gaming-Markt blickt auf eine beeindruckende Jahresbilanz zurück. Das Plus von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (knapp 2,6 Milliarden Euro) führt einen langjährigen Trend fort: Seit 2021 sind die Umsätze in diesem Sektor um satte 25 Prozent in die Höhe geschossen.
Insgesamt zocken mittlerweile 28,1 Millionen Menschen in Deutschland auf ihrem Smartphone oder Tablet. Felix Falk, Geschäftsführer des game-Verbands, sieht den Grund für den anhaltenden Erfolg vor allem in der Flexibilität des Mediums:
„Eine große Spielevielfalt von kurzweiligen Gelegenheitsspielen bis hin zu großen Abenteuerwelten, Online-Multiplayer-Runden und sogar E-Sport-Wettbewerben: All das bietet Mobile Gaming heutzutage einfach und von überall aus. Diese große Zugänglichkeit hat diese Games zur beliebtesten Möglichkeit des Spielens in Deutschland gemacht.“
Schluss mit dem „Teenie-Klischee“: Die Community wird älter und weiblicher
Wer beim Begriff „Mobile Gamer“ an Teenager denkt, die in der U-Bahn daddeln, liegt laut den aktuellen Daten von YouGov und Sensor Tower völlig falsch. Die Spielerschaft zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt über alle Generationen und Geschlechter hinweg aus:
- Der Altersdurchschnitt: Das Durchschnittsalter der Mobile-Spielenden in Deutschland liegt inzwischen bei 38,8 Jahren. Damit bewegt es sich fast exakt auf dem Niveau des gesamten deutschen Gaming-Marktes (38,3 Jahre).
- Die Geschlechterverteilung: Frauen haben auf dem Smartphone klar die Nase vorn. 56 Prozent der Mobile-Gaming-Community sind weiblich, während die Männer 44 Prozent ausmachen.
Interessantes Detail am Rande: Durch eine Anpassung der Methodik erfasst die Statistik seit 2025 alle in Deutschland lebenden Menschen – in den Jahren zuvor wurden rein Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft berücksichtigt.
In-App-Käufe dominieren das Geschäft
Ein Blick auf die Umsatzverteilung zeigt deutlich, welches Geschäftsmodell den Markt beherrscht. Gigantische 97 Prozent des gesamten Umsatzes – umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro – werden über In-App-Käufe generiert. Das Free-to-Play-Modell, bei dem das Grundspiel kostenlos heruntergeladen werden kann und zusätzliche Inhalte oder kosmetische Extras optional gekauft werden, bleibt damit die absolute Cashcow der Publisher.
Klassische Kauf-Apps (Premium-Spiele ohne Folgekosten) spielen mit einem Umsatzanteil von gerade einmal einem Prozent (19 Millionen Euro) kaum noch eine Rolle. Ein kleiner, aber stabiler Wachstumsmarkt sind dagegen Abo-Dienste wie Apple Arcade oder der Google Play Pass. Diese Gaming-Flatrates spülten immerhin 56 Millionen Euro in die Kassen der Anbieter und bieten Nutzerinnen und Nutzern im Gegenzug einen komplett werbe- und in-app-kauf-freien Zugriff auf Spielekataloge.
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