
Physische Medien retten und Klassiker auf den PC bringen: Durch eine intern an Partner verschickte E-Mail – deren Echtheit mittlerweile von The Verge bestätigt wurde – sind spektakuläre Details zu Microsofts Zukunftsplänen aufgetaucht. Im Zentrum stehen ein hauseigener Emulator für Xbox-Klassiker sowie ein Umwandlungssystem von physischen Discs in digitale Lizenzen.
Eigener Emulator bringt Xbox- und 360-Klassiker auf den PC
Laut dem Dokument bittet Xbox Publisher und Entwickler um Zusammenarbeit, um ältere Titel per Emulation auf dem PC lauffähig zu machen. Das System soll ab Oktober 2026 verfügbar sein und später auch auf der PC-kompatiblen Next-Gen-Konsole Project Helix laufen.
- Kein klassischer Port nötig: Spiele der ersten Xbox sowie der Xbox 360 laufen direkt über den Emulator, ohne dass Entwickler den Code aufwendig anpassen müssen.
- Volle Rechtekontrolle bei Publishern: Jeder Titel muss einzeln zertifiziert werden. Partner können entscheiden, ob sie das Programm annehmen, und behalten die volle Kontrolle über Preise und Freigaben.
„Disc-to-Digital“: Rettungsanker für physische Sammlungen
Das zweite enthüllte Programm, Disc-to-Digital, soll bereits im August 2026 an den Start gehen. Das System soll es ermöglichen, eine physische Disc einzulegen und eine digitale Lizenz direkt an den entsprechenden Account zu binden.
Die Erkennung erfolgt mutmaßlich über die einzigartige ID des Datenträgers. Wird die Disc weiterverkauft und von einem anderen Account registriert, verfällt die Lizenz beim ursprünglichen Besitzer. Die Maßnahme passt zu Berichten, wonach sich die Konsolenhersteller schrittweise von physischen Medien verabschieden – Konkurrent Sony plant Berichten zufolge ab 2028 ebenfalls den Ausstieg aus der Disc-Produktion.
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