Erlebe die Legende erneut – Re: Legend im Test

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Vor kurzem erreichte uns die PC Version von Re:Legend, die den Early Access verlassen hat und zu einem kooperativen Abenteuer einlädt, das euch begeistern soll. Bereits seit 2019 war das Spiel im Early Access und wir haben es auch schon einmal gespielt. Das Spiel ist aber am 06.09.2022 erst vollständig erschienen und scheint nach mehr als 3 Jahren im Early Access endlich soweit zu sein. Wir haben das Spiel für euch einige Stunden getestet und sind zu einem Urteil gekommen.

Es gibt einen Unfall… ihr fallt… ihr habt euer Gedächtnis verloren… und wacht an einem Strand auf. Die Welt in der ihr aufwacht ist voller Wunder, doch habt ihr keine Ahnung wie ihr dort hin gekommen seid. Aber eines ist klar, ihr müsst euch ein neues Leben aufbauen. Natürlich könnt ihr das so gestalten wie ihr möchtet, aber es gibt ebenfalls einen klaren Storyfaden, der euch durch das Spiel führt. Bei dem müsst ihr nach und nach diverse Aufträge erledigen und nebenher euer eigenes Leben führen, in einer Welt voller Wunder, Kreaturen, Rätsel und vielem mehr. Ihr habt eure Geschichte vergessen, doch jetzt könnt ihr euch eine neue aufbauen.

Das ist Re: Legend

Wie bereits erwähnt wacht ihr ohne Erinnerungen an euer früheres Leben in einer fremden Welt auf. Die klassische Isekai Erfahrung sozusagen. Doch Overpowered seid ihr nicht, noch nicht, was nicht ist kann ja noch werden, denn auch in vielen Isekai haben die Helden ja einen langen Weg vor sich, bis sie zu wahrer Stärke finden. Die Grafik ist schön bunt und kindgerecht gehalten, so das das Spiel im Prinzip für alle Altersklassen geeignet ist. Weder sprachlich noch in Sachen Darstellung sind wir bisher auf Elemente gestoßen die uns eine höhere Alterseinstufung erwägen lassen würden. Das Spiel hat große Ähnlichkeit mit Rune Factory 5, das wir ebenfalls bereits im Test hatten (Rune Factory 5 Test hier entlang).

Ihr baut euch also ein neues Leben auf, beginnen werdet ihr als Farmer und Abenteurer. Wobei euer erstes Abenteuer bereits recht schwer ist und ihr sicherlich ein wenig Geld verdienen müsst, dann eure Ausrüstung verbessern solltet und dabei schonmal eine Menge neuer Bekanntschaften knüpfen könnt. Die Beziehungen zwischen euch und den Dorfbewohnern des Dorfes, in dem ihr landet, muss nämlich genauso aufrecht gehalten werden wie die Pflanzen auzf eurer Farm, die Fische in eurem Teich und sogar eure Reittiere, Magnus genannt, die euch im Kampf helfen können, müsst ihr fangen, hegen und pflegen. Nach Nexomon Extinction auf der Switch ist das mein erster Test eines Spieles in dem man wieder eigene Kreaturen fangen und pflegen muss.

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Grundsätzlich hört sich das alles nach viel Arbeit an, ist es im Prinzip auch, weshalb wir euch empfehlen würden, die Missionen erstmal beiseite zu lassen. Gerade die erste Mission, den Streit zwischen den Krebsen und den Quallen zu schlichten, solltet ihr erst ausführen wenn eure Ausrüstung verbessert ist. Nur so ein Tipp, sonst kommts schnell zum ersten Game Over, denn der Krebskönig ist recht stark.

Das ist gut an Re: Legend

Grundsätzlich haben wie hier ein Spiel das bereits seit 2019 im Early Access ist. Das ist zum einen natürlich gut, da es damit 3 Jahre Zeit hatte von der Community beeinflusst zu werden und Bugs, Fehler und vieles mehr ausgebessert werden konnten. Zum anderen ist es nun natürlich kein allzu neues Spiel mehr, was UNS die Arbeit natürlich schwerer macht. Wie bereits erwähnt habe auch ich RE:Legend schon einmal gespielt, zumindest bin ich der Überzeugung das es so ist, natürlich nicht in der aktuellen Form. Es kann natürlich auch sein das ich das Ganze Prinzip irgendwie verwechsle und ein ähnliches Spiel gespielt habe. Ich fühle mich grundlegend also durchaus nicht komplett alleingelassen in Re:Legend. Aber das kann euch genauso gehen, wer weiß schon noch was er vor 3 Jahren mal gezockt hat.

Grundlegend ist das Spiel schonmal gut gemacht. Die Steuerung ist einfach, eingängig und das Tutorial integriert sich komplett in die Story. Zwar ist es anfangs ein wenig nervig, sich lange Zeit herumführen zu lassen und Aufgaben zu erledigen die man im Prinzip noch garnicht erledigen will, aber dennoch bekommen wir alles vernünftig erklärt so das der Start ins Spiel gut klappt.

Beginnen solltet ihr erst einmal mit der Farmarbeit. Lasst die ersten Aufträge mal links liegen und sorgt dafür das sich eure Farm ausbauen lässt. Sie versorgt euch mit Geld und das werdet ihr schnell brauchen, denn Upgrades wie z.B. größere Rucksäcke sind nicht billig. Die solltet ihr aber auf euren Abenteuern schnell dabei haben, denn ihr findet viel Zeug. Sich später entscheiden zu müssen was ihr genau mitnehmen wollt und was zuhause bleibt ist etwas doof auf Dauer. Da lieber einen größeren Rucksack kaufen.

Mit der Zeit werdet ihr neben mehr Aufgaben auch immer mehr Möglichkeiten bekommen euer Leben zu gestalten. Das kann sogar soweit gehen das ihr einen der Dorfbewohner heiraten könnt. Hierbei ist es übrigens auch egal ob ihr einen männlichen oder weiblichen Charakter spielt und wie ihr euch entscheiden wollt. Das liegt alles in euerer Hand und an eurer Spielweise. Das finde ich schön, das mir die Option gelassen wird auch wenn ich da komplett langweilig und konservativ bin.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war neben wiederkehrenden In-Game Events, in der Vergangenheit aber auch die Tatsache das wir neue Welten bereisen und so unsere Abenteuer weiter ausdehnen können. Das Spiel lässt euch zudem in eurem eigenen Tempo spielen.

 Das hat mich gestört an Re: Legend

Das Spiel ist durchaus gut geworden, aber es gibt so einige Dinge die mich gestört haben und das sind tatsächlich nicht wenige. Hier muss man allerdings von vornherein sagen, das ich den Preis des Spieles kenne und bei 25€ sind wir hier mit etwas geringeren Erwartungen ran gegangen als eigentlich üblich. So kritisiere ich bei einem 25€ Titel sicherlich nicht die Grafik, die teilweise doch echt arg kantig und unschön wirkt. Auch die Proportionen hätten hier und da sicherlich etwas angepasst werden können.

Was mich aber wirklich gestört hat ist vor allem die Kartenansicht, die doch wirklich mies gemacht ist. Wir haben teilweise Schwierigkeiten die Auftragsziele zu finden, da nicht vernünftig angezeigt wird auf welchem Teilstück der karte wir uns gerade befinden. Eigentlich will ich an dieser Stelle noch massive Controllerprobleme und unsteuerbarkeit anbringen, das ist allerdings MEIN FEHLER gewesen. Man sollte vielleicht seinen Flightstick von Star Citizen ausstecken bevor man den X-Box Controller anschließt, dann kommt es auch nicht zu Problemen bei der Steuerung. Als mir das beim zweiten Spiel in Folge aufgefallen war fühlte ich mich irgendwie doof.

Alles in Allem finde ich das Spiel grundlegend etwas viel von Anfang an. Fans die das Spiel seit 2019 im Early Access begleitet haben werden hier aufschreien und sagen ich würde total übertreiben, aber ich bekomme ein Spiel in dem ich sofort craften muss, einen Farm Modus nutzen, Fischzucht betreiben, Monster zähmen und fangen, Beziehungen mit Dorfbewohnern aufbauen, Missionen erledigen, Erze Farmen, Holz fällen und vieles mehr tun soll, will und muss. Aber ich habe am Tag nur eine bestimmte Zeit und auch nur eine bestimmte Ausdauer. Diese kann ich aber wieder durch tränke verbessern die ich, kaufen oder craften kann. Dazu sind die Laufwege im Spiel teilweise recht groß, so das sich das Spiel zwar gemächlich und ruhig anfühlt, jedoch unterschwellig ständig hektik aufkommt weil man gerade 10 Dinge auf einmal tun will oder muss. Dann gibt es noch täglich Post sowas wie… “… dein Fischteich stinkt, räum mal den toten Fisch raus…” und solche Sachen wenn man vergessen hat Fischfutter zu kaufen.

Das sind zwar alles tolle Sachen, jedoch hätte ich mich gefreut diese Funktionen nach und nach zu bekommen. Sprich ich beginne mit der Farm und meinem ersten Reittier. Habe ich nun ein wenig Geld verdient kann ich mir Hacke und Axt kaufen, anfangen weitere Materialien zu sammeln. Habe ich dann meine erste verbesserte Ausrüstung geschmiedet gehts mit Missionen los. Auf diesen Missionen begegne ich irgendwann jemandem der mich im zähmen unterweist und ich beginne mit mehr. Alles in Allem also mehr Struktur und nicht… Hier ist Alles, mach was draus. Für Einsteiger kann das schnell zuviel werden.

Zusätzlich zu allem haben wir dann noch die Möglichkeit unser kleines Häuschen zu individualisieren. hier jedoch habe ich das Gefühl das die Option nur mal eben auf Wunsch von Usern eingefügt worden ist, denn die Möglichkeiten sind, vor allem für 2 Personen, doch etwas stark beschränkt. Vielleicht geht da später im Spiel mehr, aber so weit waren wir leider noch nicht.

Ein Fazit zu Re: Legend

Ich will jetzt nicht sagen das das Spiel schlecht sei, tue ich auch nicht, denn es hat sehr viel Potential, vor allem der Multiplayermode ist eine tolle Sache. Wir können uns Gegnern zusammen stellen und gemeinsam eine tolle Zeit haben. Das Erinnert auch ein wenig an Animal Crossing New Horizons, das auch ähnlich aussieht. Re: Legend ist aber mehr Erwachsener als Animal Crossing und so kommt es natürlich auch dazu das es viel mehr Optionen und Möglichkeiten gibt, dafür aber weniger Möglichkeiten zur individualisierung, was ich recht schade finde. Die Überladung und viel zu schnelle Einführung aller Möglichkeiten hat mich am Anfang etwas überfordert, war aber erlernbar. Für uns ist es natürlich immer schwer sich dann darauf einzulassen, wenn ein Spiel so umfangreich ist, da es oft sehr zeitfressend ist.

-= Animal Crossing New Horizons: 10 Einsteigertipps für Anfänger =-

Zeitfressend ist allerdings auch das Gameplay und das hat mich wirklich gestört. Bereits nach ein oder zwei Stunden hatte ich meine erste Kampfmission zu der ich nicht richtig hin gefunden habe, weil die In-Game Map sehr ungenau ist, daran muss man sich erstmal gewöhnen. Dazu kommt das meine Ausrüstung nicht ausreichend war. Ein Hinweis vorher wäre lieb gewesen, denn der vermeintliche Bossgegner war nur ein General, kein Boss, der Boss selbst hat mich sofort platt gemacht. Dabei muss ich dann aber immer wieder auf meine Ausdauer achten, die Tageszeit, darauf das ich ausreichend Material besitze aber nicht zuviel mit mir rumschleppe, mich mit den Dorfbewohnern gut stelle, ihnen Geschenke mache, meinen Fischteich im Auge behalte und meine Farm bestelle… ihr merkt gerade das geht ein wenig in Hektik über.

Hier bin ich der Meinung hätte es ausgereicht die Tageszeit unbarmherzig ablaufen zu lassen, nicht jedoch die Ausdauer. So kommt es immer wieder vor das ich teilweise komplett fertig mit der Welt und frustriert den PC ausmache weil ich nicht die Dinge machen kann die ich will. Als Lifesim ist das natürlich normal und auch so gewollt, aber das Spiel ist ja weniger eine ernstzunehmende Lifesim sondern eher ein Spaßspiel das wir mit mehreren zusammen spielen können. So macht es dann auch weitaus mehr Laune und kann begeistern.

Ich vergebe an dieser Stelle, vor allem aufgrund der vielen Inhalte und des dafür geringen Preises:

8 von 10 Punkte

 

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