Die Hölle ist in Gefahr… oder so… God of Riffs Test

Meta Quest 2 PC-Games Spieletests Virtual Reality


Die Tage werden kälter, die Welt wird düsterer. Inflation, Krieg, Kälte, Stromausfälle, Pandemien, man könnte meinen es geht geradewegs in die Hölle und genau da haben wir uns mit God of Riffs schonmal umgeschaut, denn wir wollen ja nicht das die Hölle zur Hölle wird… oder so… Jedenfalls ist das Jenseits in gefahr und wird von schrecklichen Feinden aus der Hölle, der nordischen Hölle, heimgesucht und ihr müsst das Leben nach dem tot retten. So in etwa könnte man God of Riffs beschreiben. Schwierig aufzuzählen aber ob das Spiel genauso schwierig zu spielen ist klären wir in einem ausführlichen Review zum PC VR Titel der auch für Meta Quest erhältlich ist.

Entwickler Vyersoft bietet uns hier ein optisch nicht sonderlich ansprechendes VR Spiel. Jedenfalls wenn man das Spiel als Video beachtet. Das ist aber kein Problem, denn wie ich schon so oft gesagt habe und auch in einem Artikel in den kommenden Tagen noch einmal verarbeiten werde, bei VR Spielen zählt die Grafik nur am Rande. Was bei God of Riffs wohl am wichtigsten ist, ist die Musik, denn es handelt sich um einen Rythm Slasher in dem wir in bester Beatsaber Manier herankommende Gegnerwellen besiegen müssen. Hier liegt auch schon das Huhn begraben, Beat Saber ist eine VR Macht, die ich bereits auf der Gamescom 2018 war es glaube ich, sehen durfte. Damals war für mich sofort klar… das wird ein Hit. Ein kleiner, vielleicht 10qm großer Stand, wenn überhaupt, eingekesselt in Metallboxen mit einem HTC VR Setup und einem Monitor außen, das man zugucken konnte. Oh Mann, nach heutigem Wissensstand hätte ich damals den Gamescom Highscore aufgestellt, ich habe das Spiel sofort adaptiert und konnte es in den ersten Tagen der PSVR Version bereits auf Platz 1 bei vielen Songs schaffen… dann kamen allerdings schnell die Profis und verwiesen mich auf Plätze weiter unten. Dennoch ist das Spielprinzip bereits einige Male kopiert worden und meistens nicht sonderlich erfolgreich. Bei God of Riffs hingegen habe ich ein gutes Gefühl…

Das war gut

Wir haben für euch die Version auf Quest 2 getestet. Das ist wichtig weil die Entwicklung auf beiden Plattformen vermutlich nicht gleichmäßig laufen wird. Im oberen Screenshot zum Beispiel seht ihr einen Avatar, der das Spiel spielt. Das ist natürlich genau das was wir erwartet hätten, aber es gibt leider keinerlei Funktionen um das einzustellen, sprich keine Option in der wir Übertragungseinstellungen machen könnten und uns entscheiden ob wir den Avatar sehen wollen, welchen Avatar wir sehen wollen oder ähnliches. Das Feature scheint also zu fehlen. Das ist es aber nicht was mir gefällt, mir gefällt die Idee dahinter, den Avatar gleich anzeigen zu lassen und somit die VIdeos zur Übertragung, zum Streamen oder für Gameplay Videos besser zu gestalten. Direktübertragungen aus VR Headsets sehen ansonsten sehr oft seltsam aus und sind nicht selten sehr anstrengend. Die funktion der eigentständigen Avatareinbindung finde ich gut. Ich gehe davon aus das diese noch nachgepatched wird.

Der Soundtrack ist super, auch wenn jetzt nicht gerade die größten und bekanntesten Metal Bands dabei sind ist mit Songs von The Tiberian Sons, Frank Klepackci und Swery65 dafür gesorgt das Stimmung aufkommt. Wir haben natürlich in alle Songs reingehört und der Soundtrack ist echt Klasse. Geht vielleicht ein wenig in Richtung Hard Rock teilweise, aber es muss ja nicht alles gleich Speedmetal oder etwas ähnliches sein.


God of Riffs spielt sich allerdings sehr ähnlich wie Beat Saber, das ist wohl auch gewollt und generell will man hier als Entwickler auf dem Hype mitschwimmen. Dennoch spielt es sich nicht exakt so sondern deutlich hektischer, bereits in der kleinsten Schwierigkeitsstufe sind die Songs eine echte Herausforderung, zumindest für Spieler wie mich die eine 100% Kombo bevorzugen. OK zugegeben mit Tennisarm und einem Büro das als Abstellraum umfunktioniert worden ist, ist es schwer gute Punktzahlen in VR Spielen zu erreichen, aber dennoch sind 99% Kombos schon obligatorisch… ein Fehler kann ja mal passieren.

Dabei spielt man sich schnell ein und der eingehende Soundtrack, natürlich nur für Fans von Metal und Hard Rock, geht gut unter die Haut und passt perfekt zum Spiel. Die Grafik ist mir gerade bei sowas dann komplett einerlei und vollkommen ausreichend. Ein weiterer Grund warum ich mich selbst schonen und den Arm ruhighalten muss denn die Highscorelisten rufen nach eurem Big Frank 😉

Das hat mir nicht gefallen

Grundlegend wäre mir ein wenig mehr Innovation ja lieb gewesen. Das Spiel und die Modifikatoren orientieren sich schon stark an Beat Saber, auch die Farbauswahl mit Blau und Rot ist nun die gleiche. Klar, es gibt den Overpowermodus in dem ihr euren Feinden Blitze entgegenschleudern könnt und die Stimmung ist super gemacht. Vor allem die unterschiedlichen Levelhintergründe und Bossgegner im Hintergrund sind super, aber letztlich fehlen mir einige Feinheiten. Mir fehlt das Alleinstellungsmerkmal ein wenig. God of Riffs ist cool und hat einen echt mal geilen Soundtrack aber auch Beat Saber könnte jederzeit einige Metal Bands zur Zusammenarbeit bewegen und ein Höllenlevel einbinden und wäre dann mit besserer Optik und gleichem Spielprinzip an der gleichen Stelle, würde für das DLC aber Millionen Spieler erreichen. In meinem Fall ist das eh egal… Beatsaber DLC´s werden bei mir erst bezahlt und dann schaue ich was das eigentlich war…

Hier hätte man Feinheiten einbinden können wie die Möglichkeit Schädel mit der flachen Seite der Axt als Tennisbälle zu benutzen mit denen wir andere Skelette entsorgen können oder das wir diese Skelette enthaupten können statt sie einfach nur zerplatzen zu lassen. Es wäre vieles möglich gewesen, aber es ist ja noch nicht aller Tage ende…

Zusammenfassung und Bewertung

God of Riffs ist ein cooles Music Slasher Spiel. Ein guter Soundtrack und ein zackiges Gameplay machen das Spiel wirklich spielenswert. Die gering aufgelöste Grafik sorgt für wenig Grafikkartenbelastung bzw. genauso zackiges Gameplay auf Meta Quest 2, auf der wir für euch getestet haben. Leider scheinen noch nicht alle Funktionen zu 100% im Spiel integriert zu sein, denn so einige Dinge fehlen uns einfach noch. Jedoch reden wir hier auch nicht von einem Vollpreistitel sondern von einem kleinen, aber feinen VR Spiel das auf dem PC gerade mal 13€ kostet, auf der Quest 2 kommt das Spiel im Store 4,99,- und ist noch im Early Access. Das wirkt sich natürlich auf die Wertung aus, ihr könnt das Spiel schon kaufen, aber bereits für den Anfang des kommenden Jahres sind neue Inhalte geplant, wie z.B. ein Story Mode. In diesem Sinne wird God of Riffs sicherlich noch einiges zulegen können und wir erfreuen uns dann an einem günstigen Spiel das Laune macht.

Ich vergebe an dieser Stelle:

7 von 10 Punkte

…muss aber dazu sagen das die Wertung vorläufig ist und nicht final!

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