Von Aliens entführt: Startenders PSVR Test

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Wolltet ihr nicht schon immer mal ein Barkeeper werden? Habt ihr euch nicht an einer intergalaktischen Barkeeper Schule beworben? Wolltet ihr nicht einfach mal hochgebeamt werden um der Stolz eurere Familie zu werden, der intergalaktischen Ruhm erntet? Nein? Naja Pech gehabt, denn eine freundliche K.I. hats leider nicht so ganz mit Rechtschreibung und Grammatik, aus diesem Grund habt ihr auch nur 4 Gliedmaßen und eure Haut ist garnicht mehr grün als ihr ankommt. Naja wer Planet Erde und Planet Eerd verwechselt kann euch vielleicht nicht so ganz dabei helfen, aber jetzt stecken wir nunmal in diesem Schlamassel…

In Startenders übernehmt ihr die Rolle eines Menschen der von Außerirdischen entführt wurde um ein Barkeeper, genauer gesagt ein Starkeeper zu werden. Auf eurer Reise lernt ihr nicht nur die Grundlagen des Barkeepings und Drinks mischen sondern natürlich auch die Gründe eurer Entführung und der damit verbundenen Verwechselung kennen. In vielen Stunden spaßigem Drinks mixen haben wir uns darauf eingelassen das Spiel für euch zu testen und dabei eineige sehr interessante Erfahrungen machen können. Interessanterweise können wir bereits an dieser Stelle sagen das die Entwickler bereits an einer Playstation VR 2 Version arbeiten. Denn wie ihr vielleicht wisst sind PSVR 1 Spiele nicht kompatibel mit Playstation VR 2. Leider. Nachdem die offiziellen technischen Daten zu PSVR 2 bekanntgegeben worden sind wurde dieser Fakt, lange gehütet, auch bekanntgemacht.

Was wirklich spaß macht

Startenders ist erst einmal nichts besonderes, fängt nicht mit einem riesigen Intro an, wird euch nicht abholen und mit Sonden quälen oder dergleichen. Nein ihr sitzt einfach im Büro und werdet entführt. Das ist jetzt keine große Leistung, aber das muss es auch nicht sein, denn schnell erklärt euch die K.I. wozu ihr hier seid und schmeißt euch auch gleich in ein kleines Tutorial. Das ist recht einfach bestanden und wir können schnell ins Spiel starten und hier beginnt der eigentliche Spaß.

Ihr müsst Drinks mixen und den Kunden servieren. Soviel war uns ja eigentlich schon im voraus klar, aber das es dabei komplett chaotisch zugehen wird ist vorprogrammiert. Immerhin gibt es eine Menge Zutaten die ihr weder kennt, noch jemals gesehen haben könnt. Die Anleitungen zu den Drinks sind lediglich als Symbole abgedruckt, was dazu führt das ihr euch immer wieder fragen könnt ob das nun gerade eine Maschine ist, eine Anweisung oder ein anderes Mixgetränk. Das gibt sich natürlich nach einiger Zeit wenn ihr den ganzen Kram erstmal kennengelernt habt, aber das kann dauern, denn es kommt ständig was dazu.

Dabei müsst ihr auf so viele Dinge achten, das es wirklich schnell hektisch werden kann, denn die Kunder erwarten eine gewisse Geschwindigkeit und ihr seid eigentlich als kleines grünes Wesen mit deutlich mehr Gliedmaßen geplant gewesen. Also strengt euch ein bisschen an 😉 Vor allem wird die Führungsebene euch sicherlich nicht am leben lassen wenn sie herausfindet das ihr nicht der eigentliche Kandidat seid und euren Job nicht richtig macht. Also strengt euch an.

Dabei müsst ihr nicht nur die Gläser spülen und befüllen sondern auch eine Menge exotischer Getränke in heiß und kalt herstellen. Euer eigenes Barschiff dekorieren und neue Gerätschaften bauen.

So spiel sich Startenders

Ihr spielt das Spiel von einem festen Standpunkt aus. Lediglich in eurem eigenen Schiff könnt ihr euch etwas herum bewegene, aber auch nicht frei, sondern nur zu den entsprechenden Spots. Das reicht in diesem Spiel auch vollkommen aus. Die lokalisierung funktioniert gut und das Spiel spielt sich recht präzise. Wenn ihr erst einmal herausgefunden habt wie alles funktioniert kann man das auch ganz gut bedienen. Der Anfang war wirklich etwas schwierig, denn z.B. am Dispenser funktioniert die Ausgabe nur richtig wenn der Dispenser sehr weit heruntergezogen wird. Das muss man erstmal herausfinden.

Ihr braucht auch recht viel Platz zum spielen des Spieles. Das liegt daran das ihr an einigen Stellen des Spieles auch recht weit nach unten greifen müsst, in unserem Fall mussten wir sogar die Kamera verstellen, damit wir das Spiel spielen konnten. Na gut, ich muss zugeben das ich das Spiel auch im sitzen getestet habe und nicht im stehen, aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache das die Redaktion, die ja eigentlich nur knappe 17qm hat, derzeit als Abstellraum genutzt wird, war es etwas schwierig ausreichend Platz zu finden. Dennoch hat es natürlich geklappt.

Mit der Zeit könnt ihr weitrere Upgrades freischalten. Das ermöglicht euch dann deutlich schneller unterwegs zu sein und besser im voraus zu planen. Als Beispiel hier diese Spülmaschine für immerhin 4 Gläser. Während ihr am Anfang noch einzelne Gläser gespült habt erledigt diese Maschine alles von ganz alleine. Aber das sind alles Dinge die ihr euch erarbeiten müsst, mit Genauigkeit und Geschwindigkeit.

Letztlich ist Startenders in der PSVR Version durchaus spielbar und macht echt laune. Gerade die hektik die im Spiel aufkommt macht aber auch Spaß und sorgt für eine Menge interessanter und lustiger Bilder. Das Spiel ist sicherlich komplett genial für Streamer und Content Creator geeignet.

Das war jetzt weniger toll

Bugs und dergleichen gibt es im Spiel bisher eigentlich sehr wenige bis garkeine. Das mag natürlich daran liegen das Startenders für Steam geplant und für Meta Quest 2 bereits länger erhältlich ist und damit die Entwicklung durchaus schon eine Weile voran geschritten ist. Die gröbsten Fehler sind natürlich bereits beseitigt und mit €14,99,- auf Meta Quest ist das Spiel nun wirklich nicht teuer. Da es auf der Playstation ebenfalls 15€ kosten sollte erwarten wir nicht viel.

Was wir bekommen ist ein Spiel das beizeiten etwas sehr hektisch werden kann und das vielleicht ein wenig langweilig auf Dauer werden kann, wenn der Witz dieser hektik etwas verflogen ist. Mit der Zeit sinkt die Langzeitmotivation doch arg, dennoch ist das Spiel ja auch nicht dafür gemacht Stunden um Stunden am Stück zu begeistern, denn das vermag es auch nicht.

Zusammenfassung und Bewertung

Im Großen und Ganzen bekommen wir mit Startenders mehr für unser Geld als wir erwartet hätten. Ein Spiel das sich gut spielt und viele lustige Momente auf Lager hat. Diese nutzen sich zwar mit der Zeit etwas ab, aber um das Spiel immer wieder mal zu spielen lohnt sich Startenders auf jeden Fall. Mit einem günstigen Preis lockt man uns hier zurecht und wir kommen zum Schluss das man Startenders nur empfehlen kann. Das Spiel ist ulkig, bietet viele lustige Momente und entwickelt sich mit der Zeit weiter. Generell bietet das Spiel viel Potential und nebenbei eine kleine, wenn auch nicht wirklich hervorragende, Story. Die Tatsache das bereits jetzt eine PSVR2 Version in Arbeit ist zeigt das die Macher hier noch einiges vor haben. Wir sind gespannt was sich im Weltraum noch so tut. Auch wenn sich das Spielprinzip recht schnell abnutzt ist es durchaus sher wertig geworden und motiviert immer wieder mal zum spielen. Trotzdem ist das Barkeeping im Mittelpunkt und wir haben eine Menge Spaß mit Startenders gehabt. In diesem Sinne kann ich an dieser Stelle eine sehr gute Wertung einräumen:

9 von 10 Punkte

 

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