Warum Streamingdienste mir nicht behagen

Artikel Kolumnen

Einige kvon euch kennen mich mittlerweile sehr gut und ich bin noch immer ein großer Freund der klassischen Werte. Seltsam das ich sowas mal sage oder schreibe, denn eigentlich halte ich mich selbst für einen aufgeschlossenen und vor allem mit der Zeit gehenden Menschen. ich nutze gerne Dienste wie Whatsapp, es gibt aber nichts schlimmeres wie Sprachnachrichten über solche Dienste. Genauso bin ich noch immer klassischer Sammler. Ich liebe Videospiele seit meinen ersten Tagen und das hat sicherlich einen Grund. Aber ich mag in diesem, doch recht persönlichen Artikel, für den ich eigentlich garkeine Zeit habe, komplett vorne anfangen und weit weit ausholen…

Euer kleiner Schwabbel, der hier auf der Gamescom 2019 Chernobilyte angetestet hat und begeistert war, ist im Jahr 1979 geboren. Mein Vater der mich sehr stark geprägt hat, stammt vom Ende des zweiten Weltkriegs. Er war Baujahr 1945 und hat als Säugling damals alles noch mitbekommen. Seine Eltern sind selbt noch vor den Nazis geflohen und es gibt diese Eine Geschichte wie mein Vater als Säugling fast gestorben wäre weil er zu laut geweint hatte. Die Soldaten waren wohl genervt. Aber ok das ist zu weit ausgeholt… Ich selbst bin groß geworden als das Kind eines Chemiefacharbeiters. Als solcher hat mein Vater immer im vollkontinuierlichen Schichtdienst gearbeitet, so wie ich heute auch, welch ein Wunder. Dadurch war es allerdings wichtig das der kleine Frank, damals als Kleinkind, immer ruhig war. Da ich also nur Dinge spielen konnte die leise waren, draußen spielen konnte oder mich mit Fernsehen, Videospielen oder Hörspielen beschäftigen konnte hatte ich schon immer eine sehr große Fantasie und das war auch das was mich an Videospielen letztlich so begeistert hat. Die Idee etwas erleben zu können das man sich zwar im Hörspiel anhören konnte, im Fernsehen sehen konnte oder im Buch lesen konnte, aber nie hatte man selbst Einfluss darauf, außer vielleicht in seinen Träumen… und ich erinnere mich da noch heute an diesen einen Albtraum mit den Waschmaschinen in dem ich fliegen konnte… naja aber auch das ist wieder etwas Anderes (andere Plattform).

Jedenfalls habe ich an dieser Stelle glaube ich klargestellt das Videospiele für mich schon immer die Chance waren der Erfüllung meiner Gedanken und Träume am nächsten zu kommen, einer der Gründe warum ich keine Horrorspiele spiele, nicht weil ich mich erschrecken würde oder Albträume davon bekommen würde, sie reißen mich nur schwer in ihren Bann, weil ich das Ambiente so einfach nicht haben möchte. Ein Sci-Fi Spiel wie Star Citizen, Dual Universe oder Fantasy Spiele wir The Last Oricru, Dragon Age, Genshin Impact, Final Fantasy und co. erfüllen diesen Standard schon eher. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht entweder der strahlende Held zu sein der die Welt rettet wie Cloud, Abenteuer zu erleben wie Lara oder Nathan, sich die heißesten Rennen zu liefern oder vieles mehr!? All das sind die Dinge die mich mitreißen und ide ich zu schätzen weiß.

Aber da ich zu der frühesten Gamer Generation gehöre habe ich viele Dinge miterlebt die viele von euch da draußen vielleicht nichtmehr kennen…

Faszionation Videospiele

Diese obige Szene, die heute wirkt wie eine Low Budget Video Produktion eines unbekannten Studios könnte euch durchaus seltsam bekannt vorkommen. Wenn ihr nicht wisst warum dann könnte das am Protagonisten des Spieles stammen, der links im Bild zu sehen ist, gespielt von mark Hamill, Alias Luke Skywalker. Der heute 71 jährige war damals neben anderen bekannten Gesichtern das Zugpferd für Wing Commander 4, der Preis der Freiheit. Das Spiel das damals 159,- DM gekostet hat wirde auf 5 CD´s geliefert. Das war damals mehr als der Hammer und mher als riesig. Das war ein absolutes Highlight, auch wenn die eigentliche Spielgrafik heute wirklich grottig und unspielbar wirkt, war das als Kind eines meiner absoluten Highlights.

Warum ist das wichtig? Nun Luke Skywalker war uns allen bekannt, ein Held für viele Kinder dieses Jahrgangs und dann ein Spiel wie Wing Commander, das war damals ein Hit. Die ersten beiden Teile waren noch ohne Probleme als Raubkopie auf dem Schulhof zu bekommen aber ab Teil 3 wurde es schwierig. Also hieß es sparen und ich habe gut ein Jahr lang darauf gespart um es dann endlich in den Händen zu halten. Es war ein tolles Gefühl in den Kaufhof in Brühl zu gehen, den es seit Corona nichtmehr gibt und dort dieses Spiel zu kaufen. 159 Mark, heute wären das €81,30,-, was durchaus schon ein harter Preis für ein Spiel ist, aber das ist jetzt auch 26 Jahre her. Rechnet man die Inflation dazu wären wir heute bei knapp 140€ was kaum Jemand bezahlen würde, oder!?

Ihr könnt euch vorstellen wie mein Herz damals als Kind geklopft hat als das Releasedatum näher rückte, das Sparschwein voller wurde und ich langsam aber sicher mein Ziel erreichte. Es war schon nach Release und man versuchte nichts über Spiel zu erfahren um zu wissen wie es mit den Kilrathi weiter ging. Immerhin hatte man die ersten 3 teile ja schon verschlungen und ich, mit meinem Rufnamen M4GIC hatte alle 3 Teile abgeschlossen ohne ienmal abgeschossen zu werden UND ohne das meine Flügelmänner jemals einen Abschuss bekommen hätte. Teil 4 zu spielen war obligatorisch, den habe ich damals genauso abgeschlossen, aber alleine die Freude in den Laden zu gehen, mit meiner Mutter und dieses Ultrateure Spiel endlich in den Händen zu halten, war ein Hochgefühl das man nicht beschreiben kann. Mir läuft jetzt noch ein kalter Schauer über den Rücken wenn ich darüber nachdenke.

Der heilige Gral

Auch heute erfüllen mich Videospiele noch mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich kann darin versinken, etwas sein das ich nicht bin, Jemand sein der ich vielleicht gerne wäre und vor allem kann ich mich damit beschäftigen wann und wo ich will, ohne Jemanden damit zu stören. Ich kann für mich alleine Dinge erleben von denen Andere nur träumen können und das erfüllt mich mit einem guten Gefühl. Ich kann mit Laserschwertern Blöcke zerschlagen zum genialen Beat von Beat Saber, aber ich kann genauso meine eigene Firma in Satisfactory aufbauen, ich kann durch die Straßen rasen in Need for Speed oder auf mytische Abenteuer gehen in Phantasy Star. Ich kann einfach tun was ich will und ich habe noch so viele Spiele hier aufgehoben die ich als Rentner irgendwann anchholen will, Dinge die ich noch erleben will… hach das wird schön…

Dennoch sind Videospiele natürlich nur eine Art Ventil. Damals um den kleinen Frank ruhig zu halten und seinen Vater nicht zu wecken, heute eher um der Realität entfliehen zu können. Ich habe schon so einige Leben gerettet, nur weil ich meine Wut und meinen Frust mal woanders rausgelassen habe. Ich mag meine Spiele und bin glücklich das sie mich auf andere gedanken bringen denn ich bin nicht zufrieden mit meinem Leben und auch nicht zufrieden mit der Welt, was beides irgendwo korreliert.

Aber ein gutes Videospiel in den Händen zu halten war schon immer etwas besonderes. Das Wissen es spielen zu können wann immer ich will, nicht abhängig zu sein von Anderen, von irgenetwas anderem, außer vielleicht von Strom und Hardware, aber grundlegen selbst zu entscheiden in welche Welt ich gerade abtauchen will… einer der Gründe warum VR Gaming für mich ganz hoch im Kurs steht. Ich glaube, so wie mein Leben verlaufen ist, wäre ich heute entweder in der Klapse oder nichtmehr am Leben, wenn ich keine Games gehabt hätte. Vielleicht ist das aber auch gerade nur eine emotionale Einbildung, dennoch erlebe ich gute Geschichten gerne selbst, gerne im Umfang einer 60 stündigen Kampagne, die man danach auch gerne nochmal spielen kann weil man vieles übersieht oder ander hätte machen können. Ich liebe zum Beispiel auch Storyspiele wie Beyond Two Souls, Detroit Become Human odr Wolf Among us, für mich ein Meisterwerk, das beschreibt wie es in der modernen Zeit mit den Märchenfiguren weitergegangen ist die unsere Kindheit begleitet hatten… genial…

Diese Spiele in den eigenen Händen zu halten, das Ein oder Andere Merch dazu zu bekommen ist ein Traum.

Die Entwicklung der Videospiele

Es ist aber ein Fakt das Videospiele immer besser werden, immer realistischer und auch immer verbreiteter. Das fordert natürlich von der Industrie immer mehr und verlangt der Hardware immer mehr ab. Dabei treffen dann auch gleich zewi extreme aufeinander. Die immer besser werdenden Spiele wie z.B. der Microsoft Flugsimulator können garnicht mehr so gespielt werden, wie sie gedacht sind, ohne Internetverbindung. Immerhin sind Spiele wie der Microsoft Flugsimulator (Aktuell das umfangreichste Spiel aller Zeiten) gar nicht mehr geeignet um komplett zuhause gespeichert zu werden. Dazu greift das Spiel auch auf zu viele realistische Daten zurück, wie z.B. Echtzeit Wetterdaten, Echtzeit Positionsdaten von Schiffen und so weiter. Das bedeutet das viele Spiele schon heute ohne Cloud garnicht mehr existieren können. Das führt zwangsläufig dazu das man Spiele garnicht mehr physisch in den Händen wird halten können. Der Gegenwert geht irgendwo verloren.

Um das zu verdeutlichen kann ich eine aktuelle Diskussion zum Thema Tonie Box gerne an den Pranger stellen. Sollte der Betreiber einmal Pleite gehen oder die Lizenzen für Inhalte auslaufen können alle Inhalte von Tonie Boxen jederzeit per Internet gelöscht werden. Auch neue Inhalte sind dann nichtmehr möglich. Die Toniebox speichert eine gewisse Menge Audi Tracks auf der internen SD Karte aber das ist begrenzt. Hat man mehr Tonies müssen alte Dateien weichen und im Nutzungsfall neu heruntergeladen werden. Das geht natürlich nur so lange wie es die Dateien auf den Servern gibt. Ablaufende Lizenzen, Serverabschaltungen und mehr sind hier eine reale Bedrohung für die extrem teuren MP3 Player mit WLan und NFC Chip.

Dieser Hintergrund ist der gleiche wie bei Videospielen. Ich besitze bereits jetzt mehrere Videospiele die nichtmehr spielbar sind und das obwohl ich sie physisch hier vor mir liegen habe. Das sind Spiele wie z.B. M.A.G. von der PS3, einer der ersten Multiplayer Shooter mit massiven 128 gegen 128 Schlachten. Ein tolles Spiel damals, aber nichtmehr spielbar und die PS3 ist jetzt nciht so ewig her! Die Zeiträume in denen Spiele unbrauchbar gemacht werden werden teilweise immer kürzer. Klar betreibt man in Zeiten der PS5 keine PS3 Server mehr für die vier oder fünftausend Spieler die da alle Jubeljahre mal reinschauen aber was passiert wenn Microsoft irgendwann meint den Flugsimulator abschalten zu müssen, man kann ihn zwar dann noch spielen aber alle Funktionen, weshalb man das Spiel gekauft hat, gibt es nicht mehr!

Das gleiche gilt natürlöich für digitale Spiele… man ist zu 100% der Willkür der Unternehmen unterworfen und ich will garnicht wissen ob ich noch alle meine digitalen Titel für PSP und PSVita runterladen kann oder ob mir die Verbindung zum Store gleich verweigert wird. Ich habs nichts ausprobiert und bin auch garnicht scharf daruf es zu wissen…

Die Crux

Ich wünschte wirklich es ginge um ein Piratenschiff, aber nach dem tiefen Einblick in meine Psyche und meine Denkweise reden wir jetzt mal über Streamingdienste, wie Google Stadia. Stadia ist weg vom Fenster, wird eingestellt, nach nichtmal 3 Jahren Betriebszeit. OK Google löst das Ganze elegant, zumindest halbwegs. Alle Investitionen die ihr in Google Stadia getätigt habt bekommt ihr zu 100% erstattet. Google hats verkackt, zeigt sich aber größzügig. Aber wer sagt uns denn das andere Services genauso handeln werden wenn es dazu kommen wird?

Genauso wie die physische Komponente, die Freude etwas in den Händen zu halten, komplett entfällt, so schwebt doch immer der Gedanke des Service Aus mit. Natürlich glaube ich nicht das Steam irgendwann von der Bildfläche verschwindet, aber was ist wenn die USA plötzlich einen Handelskrieg anzetteln und deutsche aussperren. Unwahrscheinlich? Aber nciht unmöglich! Was ist wenn das Internet ausfällt… sorry als 1&1 Kunde ist das hier regelmäßig mal der Fall, darum habe ich ein Vodafone und ein O2 Backup gleichzeitig, dann gibts definitiv nichts mehr Neues. Was ist wenn Anbieter pleite gehen, also Anbieter von Spielen? Urheberrechtsklagen? Datenschutzprobleme? All das sind ja derzeit große Themen. Man stelle sich vor Genshin Impact, eines meiner meistgespielten Spiele, das ich heute komplett ignoriert habe, ist nichtmehr zu erreichen weil China und der Westen Probleme bekommen, haben oder diese Eskalieren!? In diesem Fall würde ich eine Menge geld verlieren, das ich in das Spiel investiert habe….

All das sind Dinge die mir sauer aufstoßen!

Im Gegensatz zu vielen Anbietern ist hier Shadow, ein französischer Cloud Computing Anbieter eine Alternative die sich wirklich lohnen wird. Hier mietet ihr “nur” einen Computer. Auf dem läuft zwar kein Genshin Impact, aber so gut wie alles andere. Das kann ich mir als Alternative gut vorstellen, fremdverwaltete Server, die en Windows 12 oder 13 PC einfach nach Hause streamen. Die Idee ist noch vertretbar. geht Shadow Pleite kann man sich einen anderen Anbieter suchen und meldet sich einfach dort wieder an, richtet seinen PC neu ein, so wie nach einem Diebstahl oder bei defekter Hardware und alles ist wieder wie vorher. Das klingt vertretbar, aber alles komplett digital zu vergeben klingt für mich seltsam.

Das Fazit

Niemand würde in einen Laden gehen und Hosen oder Schuhe mieten. Niemand würde in einem Restaurant hoffen das ein Koch da ist, nachdem man bezahlt hat und dann erst das Essen bekommt. Vielleicht kocht der Koch ja auch für 3 andere Restaurants und ich warte 4 Stunden auf mein Essen! Klingt schwachsinnig? Ja ist es auch, aber warum nehmen wir das bei Games und Software dann hin? Ich bin kein Freund von Vertrauen in Menschen und Organistationen die ich nicht kenne, selbst wenn diese es sich theoretisch nicht leisten können Fehler zu begehen. Unsere Bundesregierung hat auch gesagt Corona ist nichts worüber man sich Sorgen machen muss und Stromausfälle im Winter wird es nciht geben… ich bin mal gespannt… ich halte Powerbanken, Autobatterien und mobile Spielkonsolen, Laptops, MP3 Player, Taschenlampen und mehr voll geladen vor… Ich vertraue Services wie Stadia, Ge-Foce Now und wie sie alle heißen mögen nicht, dazu sind schon zu viele Pleite gegangen und verschwunden. Ich habe zum Beispiel eine Android Set Top Box hier, die einem fanzösischen Game Streaming Dienst zugeordnet ist. Diese war genau 8 Monate lang nutzbar danach gab es keine Updates mehr und ein halbes Jahr später war die Firma weg.

Mir ist es im Prinzip egal wie ich meine Spiele spiele, aber ich bin ein großer Freund physischer Versionen, die ich im Regal stehen habe, die ich anfassen kann, die ich kaufen und verkaufen kann, die ich immer dann spielen kann wenn ich das will. Ich habe tatsächlich ein Problem mit digitalen Releases und dem Rattenschwanz der da dran hängt. Dennoch ist natürlich auc mir bewusst das wir den Umfang von Spielen wie dem Flugsimulator nie auch nur im Ansatz auf unseren Endgeräten speichern werden. Auch VR Spiele werden in Zukunft nur noch über die Cloud laufen, da die Datenmengen einfach zu groß sind. Alleine ein Spiel wie Warzone belegt heute weit über 100 GB, eine Meta Quest 2 mit 128 GB wäre da bereits am Ende. Die Zukunft ist digital und da kommen wir nicht drumherum. Dessen bin auch ich mir bewusst, ich werde trotz allem so lange physische Versionen kaufen wie möglich. Ich hoffe ihr versteht das…

… ich bin mir im klaren das Onlinespiele keine Updatepausen benötigen, das Inhalt wesentlich umfangreicher sein können und das wir viel mehr Möglichkeiten haben werden wenn alles volldigital wird, aber der Preis den wir dafür zahlen ist in meinen Augen hoch…

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