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Prince of Persia: The lost Crown (PS5) Test

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Als ich hörte das ein Neues Prince of Persia erscheinen sollte war ich hin und weg. Alleine die Idee den Helden meiner Kindheit noch einmal in Aktion erleben zu dürfen war einfach nur ein gutes Gefühl. Schnell jedoch änderte sich diese Einstellung als ich las das Ubisoft beteiligt ist, was in meinen Augen erstmal bedeutete das hier vor allem Geld fließen sollte. Ein Battlepass, nur das halbe Spiel den Rest als DLC und im allgemeinen schnell gemachtes Husch-Husch-Gameplay um den Aktionären zu gefallen. Dazu kam ein Hauptcharakter der mir von Anfang an unsympathisch war und die Rückkehr zum alten 2D Konzept. Also kein Third Person Action Adventure sondern ein Metroidvania. Alleine dieser Begriff sorgt bei mir ja schon für grausen, habe ich doch kaum eines gespielt das mich wirklich mitreißen konnte. Na das kann ja was werden!

Persien wird überfallen und als endlich “die Unsterblichen” auftauchen um die Situation zu bereinigen stolpern wir auch gleich in das Tutorial Gameplay hinein. Nach unserem Sieg über die Angreifer wird ordentlich gefeiert! In der Rolle von Sargon, einem der mutigsten und jüngsten der Unsterblichen genießen wir den Moment des Sieges, nur um plötzlich zu merken wie Prinz Ghassan, der Sohn von Herrscherin Thomyris entführt wird. Alle Spuren weisen auf den Berg Qaf auf dem der Prinz mit seinem königlichen Blut wohl ein uraltes Tor zur Gottheit Simurgh, dem Schutzgott Persiens öffnen soll. Seine Entführer wollen wohl den Thron erobern. Doch die Unsterblichen sind ihnen dicht auf den Fersen! Allen voran Sargon, von euch gesteuert!

Ich habe das Spiel in knapp 22 Stunden auf der Playstation 5 komplett durchgespielt, alle Herausforderungen habe ich zwar nicht erledigt und auch an einigen Stellen, im Endgame, die Funktion zum Überspringen einiger kniffliger Jump´n´run Phasen genutzt, aber lediglich um diese nicht unendlich wiederholen zu müssen. Dazu später aber mehr, ich erwähne das an dieser Stelle weil ihr sonst locker nochmal 4-5 Stunden hättet draufrechnen können. Also 25-27 Stunden Spielzeit.

arum geht es in Prince of Persia The Lost Crown

Sargon ist ein junger Krieger von Persiens Elite Einheit “Die Unsterblichen”! Wo sie auftauchen fliehen die Feinde oftmals schon alleine nur aufgrund ihrer Anwesenheit. Ihre Stärke ist legendär und ihre Macht schier unfassbar! Doch als Prinz Ghassan von Persien entführt wird führen die Spuren zum verfluchten Berg Qaf auf dem einst die glorreiche Hauptstadt des Königs der Könige Stand. Die Stadt von König Darius überspannte den gesamten Berg und war geprägt von Prunk und Reichtum. Doch als der heilige Göttervogel Simurgh verschwand, verschwand auch der einstige glanz der Hauptstadt und der Berg wurde mit einem schrecklichen Fluch belegt.

Die Unsterblichen rennen mitten hinein in diesen Verfluchten Ort an dem sich so manch seltsame Gestalt tummelt. Wahnsinnig gewordene Feinde, Soldaten, Piraten, Ritter aber auch Monster und grässliche Bestien treiben sich hier genauso herum wie jetzt auch ihr selbst.

In der Rolle von Sargon geht ihr in diesem 2D Metroivania auf die Jagd nach dem verlorenen Prinzen Ghassan und den Verrätern, die ihn vom Palast entführt haben. Doch so einfach ist es leider nicht! Die Geschichte nimmt schnell eine düstere Wendung. Der Fluch der Zeit, der den Berg Qaf fest in seinen Fängen hat lässt auch euch so einfach nicht wieder los. Zumindest nicht bis ihr euer Schicksal erfüllt habt!

So spielt sich das neue Prince of Persia

Die Entwickler nutzen die Unity Engine um den klassischen Spielstil wieder aufleben zu lassen. In 2 Dimensionen bewegen wir uns, kämpfen, springen, teleportieren, blocken und lösen Rätsel, wie es sich gehört. Dabei kommt seltsamerweise ein verdammt gutes flair auf. Die Umgebungen sind stimmig, die Musik unterlegt das Spiel perfekt und die Steuerung ist eingängig. Neue Fähigkeiten und Kampftricks kommen im laufe des Spieles, langsam dazu und überfordern uns nicht gleich.

Wir treffen auf klassische Rätsel, wie schwingende Äxte, aber auch auf Schalterrätsel und massenweise Geschicklichkeitsprüfungen. Gespielt habe ich an dieser Stelle im zweiten von 4 Schwierigkeitsgraden und ja der hatte es bereits ordentlich in sich! Im Spiel habt ihr die Wahl verschiedene Hilfen zu nutzen wie die “Plattforrmer Hilfe” die euch knifflige Sprungrätsel im normalen Spiel überspringen lässt. Die Karte könnt ihr nutzen und euch leiten lassen, müsst ihr aber nicht. Auch den Wegweiser könnt ihr abschalten, der bringt sowieso jetzt nicht so unheimlich viel.

-= Auch hier hätte ich gerne eine Noob-Hilfe gehabt: das Soulslike des Jahres 2023 ? =-

In der Praxis bringt es euch nämlich nicht unbedingt nicht viel zu wissen wo ihr hin müsst, wenn ihr nicht wisst wie ihr hinkommt. Trotzdem begeistert das Spiel vor allem mit eingängigen, erlernbaren und flüssigen Gameplay. Die neuen Fähigkeiten die im verlauf des Spieles dazu kommen, wie das setzen von Teleportpunkten an die ihr euch zurückrufen könnt, der Doppelsprung und der Dash geben dem Spiel eine unglaubliche Spieltiefe und fordern von euch sehr viel Geschicklichkeit, Geduld und Nerven.

Ich habe an einzelnen Rätseln mehrer Stunden verbracht, weil ich gegen Ende der Plattformerherausforderungen nervös geworden bin (fast geschafft, ja, ja, komm, nur noch einmal…) und dann aus hektik den falschen Knopf gedrückt habe und gesprungen statt gedasht bin… zack tot!

Eindruck und Stimmung

Hier punktet Prince of Persia The Lost Crown absolut. Wir erleben liebevoll gestaltete Umgebungen, mit vielen Licht- und Schatteneffekten. Gut versteckte Geheimnisse und Eindrucksvolle Kulissen. All das mit stimmungsvoller Farbgebung und glaubwürdigen Sprechern. Das Spiel ist nämlich komplett auf deutsch synchronisiert. Die Synchronsprecher machen hier einen sehr guten Job und wirken absolut glaubwürdig. Einige Kollegen haben empfohlen die persische Sprachausgabe zu aktivieren um dem Spiel mehr Tiefe zu geben, ich finde es aber lediglich erwähnenswert. Ich lese halt nicht gerne mit wenn gesprochen wird 😉

Eindrucksvolle Bosse, mit immer schwerer werdenden Kämpfen sind nur ein kleiner Teil der tollen Stimmung die hier aufkommt. Ihr schlagt euch durch Tempel, Oberstädte aber genauso auch durch tiefe Kanalisationen und Verließe, Gruben und Wälder. Die Stimmung kann sich hier schlagartig ändern. Auch wurde ein kleiner Teil der Karte einmal als Tag und einmal als Nachtversion wiederverwendet. Das ist mir zwar aufgefallen, hat mich aber komplett nicht gestört. Warum das gemacht werden musste!? Ich kanns euch nicht sagen, die gewaltige Karte des Spieles ist groß genug, da hätte es keine Wiederholung gebraucht.

Letztlich hat mich aber vor allem die größe des Spieles beeindruckt. Nach etwa 10-12 Stunden hatte ich den ersten Moment in dem ich erwartet hatte das das Spiel sein Ende findet, aber weit gefehlt. Es gab so einige Momente in denen ich mich bereits den Controller weglegen sah, aber letztlich hat mich das Spiel mehr als 22 Stunden bei der Stange gehalten und Platin… ja da bin ich weit von entfernt. Inhalte gäbe es noch! Herausforderungen, Sammelgegenstände, offene Sidequests und Einiges mehr…

Aber das war garnicht cool

Ich spiele schon seit vielen Jahren keine Spiele mehr die mich zu sehr fordern. Nicht weil ich es nicht könnte, obwohl doch, meine Geduld hat gelitten und wenn ein Spiel durch einen zu hohen Schwierigkeitsgrad auffällt bin ich meist nicht lange motiviert. Prince of Persia The Lost Crown im zweiten von vier Schwierigkeitsgraden hat mich gut an meine Grenzen gebracht. Ich bin zwar jetzt nicht ständig gestorben und der Schwierigkeitsgrad hatte vermutlich auch garnichts damit zu tun, aber so einige Plattform-Herausforderungen haben mich viele Nerven gekostet. Auch Eines der Rätsel im Spiel, genauer gesagt das im mechanischen Turm, haben mich bestimmt einige Monate meiner Lebenszeit gekostet…

Generell ist der Schwierigkeitsgrad so hoch das es noch ertragbar ist, aber schon hart an der Grenze. Glücklicherweise gibt es die Plattformerhilfe, die euch angeboten wird sobal ihr zu oft an der gleichen Stelle versagt, die kann euch viel Lebenszeit sparen. Letztlich habe ich die auch genutzt, aber vor allem um die Laufwege etwas abzukürzen. Spätestens wenn ihr das dritte mal sterbt weil ihr wieder an eine Stachelrolle rangekommen seid, nur weil ich durch den Raum durch musstet, geht euch das schnell auf die Nerven. Ubisoft hat hier für Abhilfe gesorgt… danke an dieser Stelle!

Das große Problem an der Sache ist das ihr euer Leben zwar an den weit verteilten Waq Waq Bäumen auffüllen könnt, die dann auch gleich als Spawnpunkt dienen, jedoch ist das Reisen nur zwischen dedizierten Altären möglich. Davon gibt es aber weitaus weniger auf der karte als es Waq Waq Bäume gibt. Das erfordert ein vielfaches hin und her laufen. Das hat teilweise wirklich genervt. Vor allem wenn ihr dann an einer Stelle gestorben seid an der ihr eigentlich gut vorbei gekommen seid und plötzlich quer über die ganze Karte zurückgesetzt werdet, statt am nächsten Baum zu respawnen. Hier müsste nochmal angesetzt werden.

Ich könnte jetzt an dieser Stelle auch darüber meckern das einige der Rätsel nur sehr schwer lösbar waren oder fast unlösbar. Das lag hauptsächlich daran das ich mich zu blöd angestellt habe. Ich gehöre aber auch zu den Menschen die das Glück haben beim ersten Versuch einen Glitch auszulösen und dann glauben dieser Glitch sei die richtige Lösung. Dann schaffe ich es aber stundenlang nicht nochmal.

Konkret hatte ich es geschafft in einem Rätselraum an eine rutschige Wand zu springen. Ich bin genau zwischen 2 Platten aufgekommen von denen ich dann wieder abspringen konnte. Das musste ich aber garnicht, die Lösung war viel einfacher. Trotzdem habe ich es stundenlang wieder und wieder versucht. Ich habe es tatsächlich ein paar Mal geschafft. Soch wieder zu schnell den falschen Knopf gedrückt und bin runtergefallen. Hätte alles geklappt wenn man die richtigen Tasten gedrückt hätte. Dabei war die Lösung wesentlich wesentlich einfacher.

Fazit und Bewertung zu Prince of Persia The Lost Crown

Letztlich wurde ich in den Bann des Spieles gesaugt. Auch wenn ich Sargon am Anfang garnicht leiden konnte und schon im Trailer kam er mir unsympathisch rüber, gewöhnte ich mich schnell an ihn. Das klassische 2D Metroidvania Gameplay ist auch eine tolle Sache, nicht zu kompliziert für Einsteiger aber herausfordernd und ausbaufähig. Mit roundabout 25 Spielstunden würde ich sagen haben wir hier durchaus ausreichend zu tun.

Verkürzen könnt ihr das stimmungsvolle Abenteuer nur diverse Hilfen wie das Anzeigen von Questzielen oder die Plattformhilfe. Selbst einen Trainer gibt es im Basislager, der Zuflucht, der euch Kombinationen und Funktionsweisen des Kampfsystems erklärt. Die Sidequests die ihr im Laufe des Spieles bekommt sind allesamt optional, aber die Belohnungen die euch für die Erfüllung erwarten sind verlockend. Es lohnt sich also auch da die Augen offen zu halten.

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Obwohl ich Anfangs sehr skeptisch war konnte mich Prince of Persia The Lost Crown absolut überzeugen. Der Einfluss von Ubisoft der damals bereits die Siedler zerstört hat, kommt hier nicht zum tragen. Auch wenn es “nur” das wiederbeleben einer alten Spieleserie ist, so würde ich Prince of Persia The Lost Crown durchaus als Pflichttitel für 2024 sehen! Das Spielejahr beginnt mit diesem Titel bereits verdammt gut und wir sind gespannt was da noch kommt.

Lediglich die Laufwege waren mir teilweise zu weit und das hat echt genervt. Auch die Tatsache das wir nur an aktivierten Spawnpunkten respawnen und nicht am nächsten hat seinen Teil dazu beigetragen, da es mich so manches Mal wirklich abgenervt hat eine Strecke dür die ich 10-15 Minuten gebraucht hatte nochmal laufen zu müssen. Ansonsten ist das Leveldesignb genauso gut wie die Stimmung. Die Vertonung ist optimal und ich würde sagen: kaufen! Deshalb auch meine Wertung ganz klar:

9,5 von 10 Punkten

 

Prince of Persia The Lost Crown ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich! Mehr Infos auf der offiziellen Homepage.