Test: Suicide Squad: Kill the Justice League (PS5)

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Es beginnt wie ein Traum! Harley Quinn, Deadshot, Captain Boomerang und King Shark werden aus Arkham Asylum geholt. Als Task Force X sollen sie nun eingesetzt werden um das zerstörte Metropolis aus den Klauen Brainiacs zu retten! Dabei hält man sich bei Entwickler Rocksteady Games  komplett fern ab von der eigentlichen Lore, zumindest Der die ich kenne. Trailer und Spielprinzip als Third Person Action Gamne mit jeder Menge Zerstörung und Chaos machen aber durchaus Laune und Lust auf mehr. Hier hatte ich selbst sehr große Hoffnungen auf das Spiel gesetzt. Optisch können wir hier auf jeden Fall nicht meckern und wir bekommen sogar einiges geboten! Aber schauen wir doch, wie immer, zuerst mal in den Trailer rein!

Der Anfang von etwas großem…

Eine düstere Szene, eine lange Straße und vor allem das Arkham Asylum. Wir kennen diesen Ort, spätestens aus den Batman Spielen ziemlich genau. Doch dieses Mal ist es nicht der schwarze Ritter der hier hin kommt! Eine düster dreinblickende Frau, Amanda Waller, betritt die Bühne. Hier werden DC Fans schnell wissen worum es geht und natürlich habe ich die Filme auch gesehen und kenne A.R.G.U.S. die geheime Staatsorganisation für die Überwachung und Kontrolle von Metamenschen, wie alle Superhelden im DC Universum genannt werden.

Überflüssig zu sagen das Waller die Task-Force-X zusammenstellen will, die von den Soldaten liebevoll Suicide Squad genannt wird. Die Namensgebende Gruppe besteht aus Superschurken die im Arkham Asylum einsitzen und die Welt retten sollen. Die letzte Bastion sozusagen, wenn die Metawesen durchdrehen. Nur die Superschurken sind noch in der Lage der drohenden Invasion etwas entgegen zu setzen.

Die Story!? Relativ simpel und komplett fern ab vom Kanon: Brainiac hat Metropolis angegriffen und in seine Gewalt gebracht. Die zerstörte Großstadt liegt halb in Trümmern und überall tummeln sich Aliens. Zivilisten gibt es kaum noch und wenn dann versteckt. Freies Feld für Gewalt und Chaos! Ein tolles Szenario für ein Third Person Action Game im DC Universum!

So spielt es sich…

Als Third Person Action Abenteuer spielt sich Suicide Squad: Kill The Justice League nicht schlecht. Wir haben eine gut reagierende und direkte Steuerung, die kombiniert mit einer tollen Grafik und einer sehr flüssigen Darstellung gut funktioniert. Natürlich ist das Spiel und das Gameplay chaotisch. Das habe ich aber ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet. Wir haben hier ein Spiel bei dem man die Wurzeln der Batman Reihe durchaus spürt. Entwickler Rocksteady hat hier durchaus Erfahrung mitgebracht was man auch merkt.

Das reine Gameplay hat ein bisschen was von Agents of Mayhem, Just Cause und Gotham Knights. Gerade letzteres konnte in unserem Gotham Knights Test besser abschneiden als bei vielen Anderen Medien. Ich fand das Spiel halt nicht schlecht. Auch Agents of Mayhem fand ich damals bei weitem nicht so schlecht wie es abgeschnitten hatte. In diesem Sinne sind diese Vergleiche durchaus positiv gemeint.

Allgemein werden wir in das zerstörte Metropolis per U-Bahn gefahren und erblicken das Ausmaß der Zerstörung und des Chaos erst beim öffnen der Türen. Ein großer Anblick, eine große Stadt, Chaos und Feinde erwarten uns. BEsonders cool eigentlich das dreidimensionales Spielfeld auf dem wir uns über Dächer, durch Gassen und hochgelegene Eisenbahnen bewegen. Das Metropolis wie wir es uns gewünscht haben. Das Ganze Spiel erleben wir entweder alleine mit 3 Bots oder gleich zu mehreren, also bis zu 4 Spielern im Co-Op.

…unsere Aufgabe dabei

…ist eigentlich recht einfach! Während wir Chaos stiften, unsere 4 Charaktere aufwerten und ihre Waffen verbessern, lernen wir die Steuerung. Das ist mit einer der größten Punkte im Spiel denn die Fähigkeiten aller 4 Charaktere solltet ihr kennen und im Griff haben. Alle 4 Spielen sich unterschiedlich, was bei einigen Missionen hilfreich sein kann, kann bei anderen ein Hindernis sein!

Gebot Nummer 1 im Spiel: Stärker werden und tun was Amanda Waller und A.R.G.U.S. von euch verlangen! Am Ende steht die Mission: tötet die Justice League! Nur so könnt ihr die besessenen Superhelden retten. Doch wie sollen 4 Schurken das erledigen, die einst von eben jenen Helden hinter Gitter gebracht worden sind!?

Die Antwort ist einfach: Wir verbünden uns! So ist es auch nicht verweunderlich das wir schnell einige bekannte Charaktere aus dem DC Universum einsammeln und sie in unser Team der Task-Force-X holen.

Video Review… für alle die nicht lesen wollen…

Da ich zum Spiel ebenfalls ein Video Review erstellt habe binde ich das für alle, die keine Lust zum lesen haben, hier ein. Ihr könnt euch das Video anschauen und erfahrt Quasi das gleiche was ihr in diesem Artikel auch erfahrt. Jedoch sind beide Inhalte leicht unterschiedlich in der Formulierung da ich beide Inhalte getrennt voneinander erstellt habe! Trotzdem verpasst ihr nichts wenn ihr “nur” das Review lest oder “nur” das Video schaut! Für ein Abo oder ein Like wäre ich euch dankbar, euer Kommentar und eure Meinung bei Youtube wären mir aber noch lieber!

tödliche Kritik an Deadshot und Co.

Leider muss man an dieser Stelle auch erwähnen das ich die ersten Stunden von Rocksteadys neuem DC Machwerk wirklich genossen habe! Warum leider fragt ihr euch? Die Antwort ist einfach, denn das ändert sich sehr schnell!

Nachdem die ersten 2 Stunden mir noch gewaltig Hoffnung auf mehr gemacht haben so kommt danach ein Einheitsbrei aus immer den gleichen Missionen zum Tageslicht. Auch das ist übrigens ein Kritikpunkt, die berüchtigen Nachtszenen aus den “Batman Spielen” gibts nicht mehr. Ihr erlebt Metropolis fast ausschließlich am Tag. Ein Tag/Nacht Rhytmus fehlt komplett. Dazu ist die Auswahl an Inhalten schon vor der Beendigung der Hauptstory sehr klein.

Ihr habt die Wahl Upgrademissionen zu spielen, die Quasi entweder immer Eskortmissionen, Wellen Angriffe auf Checkpoints oder Capture The Flag Missionen sind. Hier zeigt man sich bei Rocksteady von seiner schlechtesten Seite. So ein mickriges und mieses Missionsdesign habe ich selten erlebt. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad sehr inkonsistent, sprich manche Missionen nerven einfach nur, weil sie zu einfach sind, andere hingegen sind so schwer das es fast unmöglich erscheint sie zu lösen.

…dann eben Nebenmissionen!?

Natürlich kann man sich mit Grind in Nebenmissionen helfen, aber davon gibt es quasi kaum genug. Ihr könntet die Riddler Rätsel lösen, aber die sind leider so unheimlich schwierig das ich die Lösung dieser lieber meinen haustieren überlasse. Ihr merkt die Ironie!? Entweder stellt ihr euch auf einen Suchpunkt und blickt in die richtige Richtung oder ihr durchfliegt grüne Riddlercheckpoints mit Zeitlimit um alle Aufgaben zu lösen. Das ist nicht sonderlich interessant.

Klar gibt es hin und wieder mal Nebenmissionen im bekannten Design, um eure Waffen zu verbessern aber auch die bringen kaum motivation, da es quasi immer das gleiche ist.

…Das Versprechen von Rocksteady und Warner

Grundlegend sieht die Entwicklung des Spieles vor neue Inhalte einzufügen. Wir haben hier also ein Live Service Game. Das ist wieder einer der Punkte die mich stören, denn das müsste hier nicht sein. Warner Brothers versprechen 1-1,5 Jahre an neuen Inhalten. Damit sollte Suicide Squad: Kill the Justice League durchaus interessant sein. Das hört sich in der Theorie auch gut an. Jedoch hat man aus einem Spiel mit großem Potential, das es auch heute noch hat, man könnte die Kurve noch kriegen, eine Lizenzgurke im Looter Shooter Design gemacht.

Die neuen Inhalte belaufen sich, so wie es aussieht, auf käuflich zu erwerbende Charaktere, Emotes und Verkleidungen. Das dumme daran ist vor allem der Preis. 5€ für ein Emote und 20€ für ein Kostüm ist nicht gerade billig! Ihr könntet zwar auch 10€ oder 15€ für ein Kostüm ausgeben, erhaltet dann aber lediglich einen Teil des Skins. 20€ für einen Skin ist jetzt aber nicht gerade unüblich will man sagen. Aber auch hier kommt wieder die Kritik zum tragen… wir haben 4 Charaktere, ich will das die halbwegs einheitlich aussehen!

Dazu kommt dann irgendwann noch ein Season Pass, der in Season 1 den Joker wieder einführt. Ein Charakter der eigentlich in quasi jedem DC Universum tot sein sollte. Sowohl in Gotham Knights als auch in den Filmen und sogar der Titans Serie ist der Joker tot, Mausetot! Klar ist er ein beliebter Charakter aber damit tritt Warner Brothers quasi die komplette Lore, die sowieso schon extrem überspannt wurde, nochmal mit Füßen.

Fazit und Zusammenfassung

Ich liebe die Idee hinter Suicide Squad: Kill the Justice League! Definitiv hatte ich auch die ersten 1-3 Stunden richtig Spaß am Spiel! Ich konnte erkunden, upgraden und Missionen erledigen. Die Story genießen und mich über neue “Verbündete” freuen. Ich konnte die dummen Sprüche von Harley Quinn und Captain Boomerang durchaus feiern. Die Platzangst von Deadshot war erfrischend und auch der dämliche Hai hat mir gefallen. Ich fand sowieso das King Shark im letzten Film viel zu schnell gestorben ist!

Allerdings muss man auch sagen das Suicide Squad: Kill the Justice League eigentlich nur im Multiversum funktioniert. Die Multiversen Geschichte hat DC ja schon lange eingeführt um zum Beispiel Arrow, den Flash und Supergirl voneinander zu trennen. Kleiner Tipp am Rande, die Crossover Folgen der Serien sind auch Super! Als DC Fan darf man hier auf keinen Fall wert auf Lore legen, denn Green lantern zum Beispiel überspannt seine Fähigkeiten massiv und Captain Boomerang haben wir seit Jahrzehnten nichtmehr gesehen, Metropolis war nie so nah am Ende, zumindest nicht meines Wissens nach! Korrigiert mich gerne in den Kommentaren!

…die Bewertung

Das Spiel an sich funktioniert gut, wenn man chaotisches Gameplay mag. Ich habe das genauso erwartet und bekommen was ich wollte. Allerdings ist sowohl das Missionsdesign als auch die Verfügbarkeit von Inhalten schon zu Beginn des Spieles sehr dünn. Nach dem Abspann jedoch ist das Spiel praktisch unbrauchbar. Die Endgame Inhalte sind theoretisch komplett verzichtbar. Ich werde das Gefühl nicht los das man hier die Inhalte die in den kommenden 12-18 Monaten nachgeliefert werden sollen, vorab entfernt hat.

Das extrem schwache Missionsdesign, das Looter Shooter Design mit Lootboxen und Glücksspielmechaniken, ein auf Dauer langweiliges Metropolis und vor allem wenig Abwechslung und ein komplett fehlendes Endgame lassen mich eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Suicide Squad: Kill the Justice League hat fulminant begonnen und mir sehr viel Spaß gemacht, konnte allerdings noch grandioser abstinken als es begonnen hat! Immerhin bekommen wir coole Kämpfe, tolle Skills und pures Chaos gelierfert. Darum rettet sich das Spiel in meiner Wertung noch gerade so auf:

5 von 10 Punkte

 

 

… Verbesserungsvorschläge

Meiner Meinung nach darf man keine Kritik üben wenn man es nicht besser weiß oder wissen kann. Ich bin Gamer seit mehr als 30 Jahren und habe viele Spiele erlebt. Suicide Squad: Kill the Justice League rangiert für mich auf dem gleichen level wie Anthem. Auch Anthem, aus dem Hause Electronic Arts, hatte viel Potential und hat mir sogar länger Spaß gemacht wie die Suicide Squad, aber auch das Spiel war schnell wieder verschwunden. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle Verbesserungen für Suicide Squad: Kill the Justice League anbringen, die das Spiel meiner Meinung nach deutlich verbessert hätten…

Mehr Storymissionen:

Als  Beispiel finden wir über diverse Suchmissionen in Gebäuden heraus wie es zur Invasion kam! Was ist schief gelaufen das Brainiac so einfach Metropolis übernehmen kann? Zusätzlich könnten diese Detektivaufgaben auch Nebenmissionen mit Erinnerungen triggern, wie z.B. Batman,Flash, Green Lantern oder Superman in die Fänge Brainiacs geraten konnten. Dazu könnte man die Fähigkeiten der Charaktere zeigen und sie ausnutzen, bis es zu einem tragischen Zwischenfall kommt. Auch mehr und ausführlichere Nebenmissionen mit Louis Lane, das retten von Zivilisten, eine tragische Geschichte mit Superman bei der Louis Kryptonit einsetzen muss um sich ihren Liebhaber vom Hals zu halten… da wäre viel Platz für große Emotionen gewesen, trotz klamaukige, Setting.

Die Nutzung von Fahrzeugen ist zwar im Spiel integriert, aber die zerstören sich nach einer Weile selbst… Warum nicht feindliche Panzer kapern und Chaos stiften? zerstörbare Gebäude, berstende Fensterscheiben und vieles mehr? Vielleicht klaut Harley Quinn ja nicht nur Batmans Drohne sondern auch mal das Bat Motorrad mit dem wir dann eine Bombe aus Metropolis rausbringen müssen oder Zivilisten evakuieren. Das wäre sicherlich recht leicht umzusetzen gewesen.

Verbessertes Setting…

Metropolis ist cool. Ich liebe die dreidimensionale Spielfeld gestaltung. Wir kämpfen auf Dächern und auch in den Straßen. Dabei springen wir von Hochhäusern und schwingen uns wie Spiderman mit der Batdrohne durch die Schluchten. Eigentlich ganz cool, aber Metropoilis fehlt es an Individualität. Vor allem ein Tag-/-Nacht Wechsel wäre cool, denn auch in Metropolis gibt es sicherlich gruselige Ecken. Gerade nachts wären diverse neu gestaltete Riddlerrätsel sicherlich interessant.

Mehr Leben in den Straßen… nicht nur Aliens, fliehende Zivilisiten. Patroullierende oder kämpfende Soldaten denen wir helfen können. Verstecktes Loot, besondere Ziele, nicht nur die krabbelnden Beutinauten, ja so nennen wir Loot-Drohnen im Spiel!

Metropolis sollte mehr begehbare Gebäude haben in denen wir besondere Dinge erleben können. Mehr Anspielungen auf Filme und Serien. Vielleicht ja auch Nebenmissionen in denen wir altbekannte Charaktere und Organisationen wieder erleben. Star Labs zum Beispiel werden nur am Rande behandelt. Ein Gastauftritt von Supergirl wäre zum Beispiel auch was cooles, hier wäre auch Einiges drin.

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Shillong teer result
Shillong teer result
18 Tage zuvor

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